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Döbeln Ostrauer Feuerwehr für Flutstiefel nominiert
Region Döbeln Ostrauer Feuerwehr für Flutstiefel nominiert
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21:20 23.07.2013

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Die Helfer haben viele Gesichter. Sie sollen am 6. September im Döbelner Rathaussaal mit dem Flutstiefel 2013 ausgezeichnet werden, den die DAZ zusammen mit dem Landkreis Mittelsachsen und der Kreissparkasse Döbeln stiftet.

"Wir hatten viele, viele freiwillige Helfer. Aber ohne die Gerätschaften und Männer der Ostrauer Feuerwehr hätte es nicht funktioniert. Sie waren 'Mädchen für alles'. Keiner schaute auf die Uhr und die Pumpen liefen, liefen, liefen... Als am Freitagnachmittag das saubere Becken mit Wasser gefüllt werden musste, waren es wieder diese Kameraden, die ihre Freizeit opferten", heißt es in der Nominierung der Wirtschaftsbetriebe Döbeln. Das Team des Stadtbades mit Leiter Lutz Liebmann möchte sich für "diese vorbildliche Einsatzbereitschaft und die angenehme, sehr symphatische Art und Weise der Arbeit" bedanken.

"Das war schon eine Herausforderung, den gesamten Schlamm aus dem Saunabereich zu entfernen. Danach haben wir mit den Schwimmbecken weitergemacht - vor Ort waren wir mit unserem Tanklöschfahrzeug, VW-Bus, Notstromer und Tauchpumpen", erzählt Mario Thomas. Der Ostrauer Kamerad weiter: "Wir wollten unsere selbst gesteckten Tagesziele erreichen, manchmal ist das auch abends um Zehn geworden. Wir haben uns gesagt: Wir ziehen das jetzt durch!" Neben Mario Thomas waren auch die Kameraden Denny Thomas, Tarik Thomas, Toby Lippert, Dirk Bartoschick, Christian Matthes, Mario Kühne, Detlef Leckelt und Andreas Jung ganztägig im Einsatz. Außerdem wurden die Floriansjünger von der Ortswehr Rittmitz unterstützt, sowie von zahlreichen Helfern, auch weiteren Kameraden und Freiwilligen, die teilweise nach der Arbeit zur Unterstützung dazustießen.

Nachdem im Stadtbad alles erledigt war, halfen sie spontan einem Döbelner Frisörsalon - beim Putzabschlagen. "Wir haben immer zusammengehalten und trotz Ernst der Lage auch unseren Spaß gehabt", so Thomas weiter. Nach Reinigung des Planschbeckens ließen sie es sich nicht nehmen, in ihren Gummihosen die Rutsche herunter zu saußen. Als am Sonnabend die Einsatzfahrzeuge kaum geputzt waren, hieß es für die gleichen Kameraden, zum Einsatz im Ostrauer Gemeindegebiet ausrücken. Es galt mit unzähligen Sandsäcken und Pumpen gegen das Hochwasser der Jahna anzukämpfen. "Viele der Kameraden waren davor schon tagelang im Einsatz, einige hatten frei genommen, andere schoben sozusagen Doppelschichten. Am Sonntag merkte man das dann, es ging an die Substanz, die Kräfte ließen nach und teilweise lagen die Nerven blank", so der Ostrauer.

Auch Gemeindewehrleiter Tom Herrmann sieht die Nominierung als richtiges Zeichen: "Mit dem Flutstiefel bekämen die Kameraden die gebührende Anerkennung - symbolisch für viele Wehren, die freiwillig im Einsatz waren. Wir würden den Stiefel im Gerätehaus platzieren."

Natasha G. Allner

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