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Ostrauer Feuerwehrdepot wird 2018 um Doppelgarage erweitert

Kommune zahlt gut die Hälfte der 73 500 Euro Kosten Ostrauer Feuerwehrdepot wird 2018 um Doppelgarage erweitert

Das Ostrauer Feuerwehrdepot wird erweitert. Auf dem derzeit meist als Grillplatz genutzten Areal neben dem Gerätehaus wird eine Doppelgarage mit Rolltor angebaut, die hoch genug ist, um sowohl das vorhandene große Einsatzfahrzeug als auch das für 2019 bestellte neue Löschfahrzeug unterzubringen. Rund 73 500 Euro werden dafür fällig.

Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) hat sich mit seinem Vorhaben durchgesetzt, sowohl das Feuerwehrdepot zu erweitern, als auch das neue Fahrzeug zu kaufen.

Quelle: Sven Bartsch

Ostrau. Es war ein hartes Stück Arbeit für Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) und seine Mitarbeiter, die kritischen Stimmen unter den Gemeinderäten zu befriedigen. Doch nach einer ausgiebigen Debatte in der Sitzung am Dienstagabend steht fest: Das Ostrauer Feuerwehrdepot wird erweitert. Auf dem derzeit meist als Grillplatz genutzten Areal neben dem Gerätehaus wird eine Doppelgarage mit Rolltor angebaut, die hoch genug ist, um sowohl das vorhandene große Einsatzfahrzeug als auch das für 2019 bestellte neue Löschfahrzeug unterzubringen. Rund 73 500 Euro werden dafür fällig. Durch die Förderrichtlinie Feuerwehrwesen bekommt die Gemeinde bei positivem Bescheid fast 35 000 Euro zurück, muss also nur gut die Hälfte der Kosten selbst aufbringen.

Damit wird der Anbau nur halb so teuer wie im Frühsommer gedacht, als das Planungsbüro Zache aus Großweitzschen Kosten von rund 150 000 Euro prognostizierte, da wegen des schwammigen Untergrunds teure Pfahlgründungen notwendig gewesen wären. Das hatte die Kommune abgelehnt. Nun haben die Planer umgedacht und einen Kastenförmigen Anbau geplant, der durch seine Steifigkeit in sich für genug Stabilität sorgen soll, um auf dem Grund stehen zu können.

Das sorgte für Kritik: „Ich finde es nicht normal, für so eine kleine Hütte fast 80 000 Euro auszugeben. Und dass das gleiche Planungsbüro zwei Monate nach dem 150 000-Euro-Angebot mit einem neuen Plan für die Hälfte kommt, ist nicht mehr nachzuvollziehen und unglaubwürdig“, sagte Rätin Regina Hlozek.

Dirk Schilling beschwichtigte: „Das Aussehen des Anbaus war nie anders geplant, die Unterschiede liegen nur in der Gründung. Und wir ramschen nicht mit unseren Mitteln. Wir geben jetzt fast den gleichen Eigenanteil aus, wie beim Beschluss dazu im März vereinbart, nur über ein anderes Förderprogramm“, erklärte er. Zudem sei man den Planern dankbar, dass sie die neue Variante erdacht hätten. „Zwischenzeitlich war sogar ein Carport angedacht, aber den kriegt man auch nicht ohne Planung“, betonte Schilling.

Ralf Vogt monierte die in der Entscheidungsbegründung angeführten Sicherheitsgründe für den Anbau. „Ich sehe die Dramatik und Dringlichkeit nicht so. Das geht seit Jahren so und hat nie einen Unfall gegeben“, meinte er. „Das Thema hat sich schon vor zwei Jahren bei der Unfallversicherungsschau verschärft. Wenn wir so direkt darauf hingewiesen werden, müssen wir auch handeln“, erklärte Schilling. Lange Zeit wurde der Einsatzleitwagen (ELW) wegen seiner Größe hinter den beiden anderen Löschfahrzeugen quer eingestellt, obwohl er bei Einsätzen zuerst auf die Straße muss. Das verbot die Unfallversicherung. Seither stehe er im Bauhof und ein Mannschaftswagen gar im Freien.

Dirk Petermann schlug vor, Vergleichsangebote für Leichtbauhallen einzuholen. Dies stieß jedoch auf breite Ablehnung. „Bevor wir an das bestehende Gebäude eine Leichtbauhalle dransetzen, lasse ich die Fahrzeuge lieber draußen stehen“, sagte Schilling. In diesem Zuge kritisierte Torsten Boin die wiederholte Erweiterung des Depots und warb für einen Neubau des Gerätehauses, der den Anforderungen an die Wehr entspräche. „Ich sehe keine Notwendigkeit für einen Neubau, zumal wir 2008 mit großem Aufwand umgebaut haben“, entgegnete der Bürgermeister.

Letztlich stimmte der Rat bei nur zwei Enthaltungen fast geschlossen für den Anbau der als Kalthalle geplanten Garage. Die Förderung wird noch im Oktober beantragt, so dass die Auftragsvergabe für 2018 erfolgen kann.

Von Sebastian Fink

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