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Döbeln Ostrauer Friedensrichter wünscht sich Frühjahrsputz
Region Döbeln Ostrauer Friedensrichter wünscht sich Frühjahrsputz
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00:34 25.03.2018
Matthias Jönzen Quelle: Foto: Natasha Allner (Archiv)
Ostrau

Matthias Jönzen ist in der Gemeinde Ostrau hauptsächlich als Friedensrichter bekannt. In der jüngsten Gemeinderatssitzung trat er jedoch als einfacher Bürger auf, dem eine Sache im wahrsten Sinne des Wortes stinkt: „Wir haben ein Müllproblem an allen Wegen und Straßen, zum Beispiel im Gewerbegebiet oder an der Schule. Das piept mich an“, sagte er zu Beginn der Sitzung in der Bürgerfragestunde.

„Jetzt, wo der Schnee langsam weggeschmolzen ist, sieht man es besonders gut. Darum möchte ich die Diskussion anregen, wie wir das lösen können“, fügte Jönzen hinzu. Vorschläge dafür hatte er auch gleich parat. Man könne beispielsweise die Hortkinder durch Wanderungen am Jahnatalweg für das Problem sensibilisieren.

Aufruf zum Frühjahrsputz im Amtsblatt

Zudem schlug er einen gemeindeweiten Frühjahrsputz vor. „Die Kirche schafft es, ihre Friedhöfe sauber zu halten. Viele Städte machen einen Frühjahrsputz – wieso nicht auch wir?“, fragte er in die Runde.

Diesen Vorschlag griff Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) auf. „Einen Aufruf zum Frühjahrsputz könnten wir im Amtsblatt Ende März herausbringen. Mal schauen, wie viele Leute sich einen Besen schnappen“, sagte er.

Papiercontainer gut angenommen

Darüber hinaus widersprach das Gemeindeoberhaupt dem Friedensrichter jedoch teilweise. „Unser Bauhof ist ständig unterwegs, um Müll zu beseitigen. Dazu gibt es viele private Initiativen. Wenn ich mit meinem Hund am Jahnatalweg spazieren gehe, dann hebe ich Müll auf, wenn ich welchen sehe“, sagte Schilling.

Das Aufstellen von Papiercontainern sei zudem sehr gut angenommen worden. Diese werden inzwischen bereits wöchentlich geleert, weil die Anwohner sie ausgiebig nutzten.

Kehrmaschine kommt am 9. April

Der Bürgermeister stellte zudem eine allgemeine Verbesserung der Situation im Gemeindegebiet in Aussicht: „Am Montag, 9. April, kommt die Kehrmaschine im gesamten Gemeindegebiet. Das wird alle Ortsteile betreffen. Danach haben wir eine deutliche Verbesserung der Situation“, blickte Schilling voraus.

Grundsätzlich sei der äußere Eindruck der Kommune aus seiner Sicht wesentlich besser, als von Matthias Jönzen geschildert, sagte er im Nachgang der Sitzung der DAZ. Bei seinen Ausflügen an die Jahna sei ihm nicht übermäßig viel Unrat aufgefallen. Gleichwohl sind viele Landgemeinden von dem Problem betroffen. Einen Frühjahrsputz begrüße er dennoch, am besten mit einer hohen Beteiligung aus der Bevölkerung. Ein Terminvorschlag dafür wird noch bekannt gegeben.

Von Sebastian Fink

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