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Döbeln Ostrauer Frischemarkt zieht an die Eschkemühle
Region Döbeln Ostrauer Frischemarkt zieht an die Eschkemühle
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14:08 02.03.2018
Gewerbeverbandschef Bernd Sonntag gab den Anstoß zur Neuasurichtung des Marktes noch im alten Jahr. Nun wird der Neustart konkret geplant. Quelle: Sebastian Fink (Archiv)
Ostrau

Nach den enttäuschenden Ergebnissen im vergangenen Jahr hatte es sich angekündigt, was Ostraus Gewerbeverbandschef nun bestätigte: „Wir sind zu der Auffassung gekommen, dass wir den obligatorischen Frischemarkt alle vier bis sechs Wochen in Ostrau nicht weiterführen“, sagt er auf DAZ-Anfrage. Stattdessen habe man sich im Einvernehmen mit der Gemeindeverwaltung für ein neues Konzept entschieden: Erst Mitte Mai – der genaue Termin wird noch bestimmt – soll es wieder einen Markt geben. Dann aber nicht mehr auf dem Parkplatz des Hammer-Fachmarktes im Gewerbegebiet, sondern im Ortskern an der Eschkemühle.

„Klein aber fein soll er sein, ähnlich wie der Bauernmarkt zum Kartoffelfest“, so stellt sich Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) den Markt vor. „Die Händler sind derzeit nicht so bereit – wenn sie Ostrau hören, winken sie ab“, sagt er. Ähnliche Erfahrungen hat auch Bernd Sonntag gemacht, der hofft, mit dem neuen Konzept, einige zurück zu gewinnen. „Wir sind weitestgehend überzeugt, dass Ostrau das Publikum nicht dazu hat, dass die Händler zufrieden nach Hause fahren. Inzwischen haben wir schon Angebote von neuen Händlern, aber da wäre ich mir beim bisherigen Konzept nicht sicher, ob sie nicht nach dem ersten Mal wegbleiben“, meint Sonntag.

Um die Händler nicht zu „verbrennen“, sollen sie zum Frühlingsmarkt im Mai mit einem stimmigen Gesamtkonzept überzeugt werden. Dirk Schilling will die Händler ansprechen, die jedes Jahr zum Kartoffelfest kommen und Ostrau nur in bester Erinnerung haben. „Wir wollen gute Anbieter, keinen Ramsch“, betont Schilling. Doch das Ganze soll über den reinen Warenverkauf hinaus gehen. „Dazu könnte es noch eine kleine kulturelle Einlage geben und das muss nicht Blasmusik sein“, fügt das Mitglied der Jahnataler Blasmusikanten, die mehrfach im Jahr zu Ostrauer Festivitäten auftreten, augenzwinkernd hinzu.

Auch für die Bewirtung der Kunden hat Schilling schon Ideen: „Wir könnten einen Ausschankwagen mit ausziehbarem Vorzelt aufstellen und damit die Leute zum Verweilen einladen.“ Klar ist: Wer länger bleibt, der gibt auch mehr aus. Sind die Händler zufrieden, kommen sie wieder und bringen weitere mit. So soll der Markt wachsen, so dass er ab dem nächsten Jahr vielleicht schon drei oder vier Mal angeboten werden kann. Dabei wollen sich die Organisatoren von Stadt und Gewerbeverband jeweils mit dem Markt in Staucha abstimmen, um Termindopplungen zu vermeiden.

Und auch das bisher bestehende Problem der mangelnden Werbung wird angegangen. „Wir müssen unsere Kanäle nutzen und Werbung über unsere Homepage, unsere Facebook-Seite und das Gemeindeblatt machen“, sagt Schilling. Auch Plakate und Zeitungsanzeigen sollen dazugehören.

Ein Problem, das noch gelöst werden muss, ist das der fehlenden Parkmöglichkeiten im Ostrauer Zentrum rund um die Eschkemühle. Im Gewerbegebiet der große Standortvorteil, soll dies die gute Lage der Eschkemühle aber nicht schmälern. Schilling will die Parkplätze in der Gartenstraße nahe der Ostrauer Feuerwehr nutzen.

Von Sebastian Fink

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