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Döbeln Ostrauer Linde mit Fäulnis und Pilzbefall
Region Döbeln Ostrauer Linde mit Fäulnis und Pilzbefall
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16:39 12.10.2017
Die Nahaufnahe zeigt: Die Linde war nicht mehr zu retten. Quelle: Foto: Sven Bartsch
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Ostrau

Ostrau hat einen mächtigen Baumriesen weniger: An der Oschatzer Straße, in der Nähe vom Kindergarten, wurde die nach dem Reformator Martin Luther benannte Linde gefällt. Seit dieser Woche erinnert nur noch ein Stumpf daran, dass hier einst ein großer Baum gestanden hat. An dem Stumpf ist auch erkennbar: Die Linde war nicht mehr zu retten. Von innen zersetzte sich das Holz des Stammes.

Bäume regelmäßig prüfen

Die Gemeinde habe die Verkehrssicherungspflicht für diesen Baum gehabt, so Petra Teichert vom Bauamt der Gemeinde Ostrau. „Besonders an Stellen, wo größere beziehungsweise ältere Bäume etwa an Schulen, Kindergärten oder auch Radwegen stehen, wo also der öffentliche Fahr- und Fußgängerverkehr relativ dicht entlang verläuft, lässt die Gemeinde regelmäßig die Bäume überprüfen, besonders die größeren und damit älteren“, sagt Petra Teichert.

Kriterien Gesundheit und Gefahrenpotenzial

Neben dem Baum am Ostrauer Kindergarten,wo jetzt Gefahr im Verzug war, gibt es derzeit auf dem Gemeinde keine direkten Sorgenkinder dieser Art – zumindest nicht unter denen, die sich in der Obhut der Kommune befinden. Ein Prüfer ist dennoch zweimal jährlich in der Gemeinde unterwegs, einmal in der laubfreien Zeit und auch dann, wenn ohne Laub etwaige kranke Stellen am Stamm und Geäst gut zu erkennen sind. Petra Teichert bestellt dafür einen Baumkontrolleur. Der beurteilt die Pflanzen nach ihrer Gesundheit beziehungsweise dem Gefahrenpotenzial, das davon ausgeht.

Behörde greift nur bei besonderen Bäumen ein

Das Landratsamt, in Form der Unteren Naturschutzbehörde, wird dann in ein Verfahren einbezogen, wenn der Baum unter besonderem Schutz steht, beispielsweise als Landschafts- oder Naturdenkmal. Bei einem normalen Verfahren wie dem für die Lutherlinde greife die Behörde nicht ein. Gepflanzt wurde der Ostrauer Baum von engagierten Bürgern. Er soll auch würdige Nachfolger bekommen. Es werde selbstverständlich Ersatzpflanzungen geben, und zwar auf dem Gelände des Kindergartens. Was mit dem verbliebenen Stumpf geschieht, sei derzeit noch offen. Die rund 135 Jahre alte Lutherlinde an der Einfahrt zur Kindertagesstätte Jahnataler Wiesenstrolche muste gefällt werden, weil der Baum unter Fäulnis und Pilzbefall litt.

Von Steffi Robak

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