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Döbeln Ostrauer Wehrleiter Tom Kunath für Flutstiefel vorgeschlagen
Region Döbeln Ostrauer Wehrleiter Tom Kunath für Flutstiefel vorgeschlagen
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23:51 07.08.2013
Der Ostrauer Wehrleiter Tom Kunath leitete in seiner Region den Hochwassereinsatz direkt von den Ufern aus und wird für den Flutstiefel vorgeschlagen. Quelle: S. Bartsch

Die Helfer haben viele Gesichter. Sie sollen am 6. September im Döbelner Rathaussaal mit dem Flutstiefel 2013 ausgezeichnet werden, den die DAZ zusammen mit dem Landkreis Mittelsachsen und der Kreissparkasse Döbeln stiftet.

"In seinem Amt als Ortsfeuerwehrleiter Ostrau hatte Tom Kunath an den Tagen des Starkregens mit Überschwemmungen keine ruhige Minute, hat Einsätze geleitet und Bäche überwacht. Er nimmt sich mehr Zeit für seine Mitmenschen und steckt oft eigene Interessen zurück", schreibt Irene Wagner. Die Ostrauerin ergänzt: "Natürlich hatten die Kameraden der Wehr Ostrau genau so großen Anteil an der Arbeit in diesen Tagen. Aber Tom Kunath hatte die Sache im Griff. Als Dank schlage ich ihn für den Stiefel vor."

Der 43-Jährige fühlt sich natürlich geschmeichelt, dass er allein für den Flutstiefel vorgeschlagen wurde, denkt aber schon im nächsten Atemzug kameradschaftlich. "Wenn, dann sollte die gesamte Feuerwehr von Ostrau und seinen Ortsteilen geehrt werden", sagt er. Mit den anderen Ortswehren sind über 50 Kameraden aus dem Gemeindegebiet am Wochenende des 8. und 9. Juni an der Jahna im Einsatz gewesen. "Wir hatten einen unglaublichen Starkregen von rund 80 Litern in der Stunde. Dadurch stiegen die Jahna und ihre kleinen Nebenbäche bedrohlich an", erinnert sich der Wehrleiter. Kunath selbst koordinierte den Hochwassereinsatz direkt von den kritischen Stellen aus. "Ich war fast nur unterwegs. Wir mussten ja genau beobachten, wo die Sandsäcke am dringendsten benötigt werden." Keller und Garagen wurden zwar geflutet, doch niemand musste evakuiert werden. Über Lautsprecher wurden die Bürger durch die Kameraden vorgewarnt.

Bei den Hilfsmaßnahmen haben sogar einige Bürger mitgeholfen. "Ihnen gehört ein genauso großer Dank wie allen Kameraden und vor allem den Bauern, die die schwere Technik bereitgestellt haben. Dadurch haben wir erst die Möglichkeit bekommen, schwere Sachen zu transportieren", sagt Kunath, der für wenige Stunden sogar noch zu einem anderen Einsatz während des Flut-Wochenendes gerufen wurde. In Kiebitz kam ein Mann unter eine Fräse und musste gerettet werden.

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