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Döbeln Paletten-Krimi bei Florena beschäftigt Amtsgericht
Region Döbeln Paletten-Krimi bei Florena beschäftigt Amtsgericht
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Palettenklau bei Florena in Waldheim beschäftigte das Amtsgericht Döbeln. Quelle: Wolfgang Sens (LVZ/DAZ)
Waldheim/Döbeln

Die Laderäume mit Paletten vollgestopft – so stoppte der Werkschutz bei Florena am 30. März 2017 einen Mercedes-Sprinter und einen Hundefänger. „Prinzipiell ist es ja so, dass der Herr Peter (Name geändert) das Altholz wegbringt. An diesem Tag bekam ich die Information zugespielt, dass da was passiert, das nicht mit rechten Dingen zugeht“, sagte Stephan Roelen. Der ist seit Januar Werkleiter der Beyersdorf Manufacturing Waldheim GmbH (BMWa) und war zuvor Logistik-Chef des Waldheimer Werkes. Nicht mit „rechten Dingen“ zugehen heißt: Ein 48-jähriger Roßweiner hat zusammen mit seinem 44-jährigen Gehilfen neuwertige Europaletten aufgeladen, die zuvor der Lagerarbeiter herausgestellt hatte. 44 Stück Paletten zählten die Florena-Mitarbeiter. Wert: Rund 320 Euro. So sieht es die Anklage.

Der Hundefänger reichte nicht

„Schon seit Jahren hole ich die alten Paletten bei Florena“, sagte der 48-Jährige. Er bestritt den Diebstahl. Ab und an lande auch mal die eine oder andere verwertbare Europalette im Altholz. „Das ist dann lukrativ für mich gewesen“, sagte der Roßweiner. An jenem Tag sei er davon ausgegangen, dass alles was er auflädt, eh für den Holz-Müll bestimmt gewesen war. Seinen Bekannten habe er mitgebracht, weil an diesem Tag sehr viele Paletten zum Abholen bereit gestanden hätten. Mehr, als in seinen Hundefänger passen. Der Bekannte hat einen Sprinter.

Kein nasses Holz im Hygienebetrieb

Der ehemalige Lagerarbeiter von Florena ist der Dritte im Bunde der Angeklagten. Er sei davon ausgegangen, dass die 44 Euro-Paletten zum Wegschmeißen waren. „Ich dachte, die wären feucht. Wir haben die Restfeuchte des Holzes gemessen“, sagte der 39-Jährige, der jetzt in einem anderen Betrieb arbeitet. Als Hygienebetrieb dürfe Florena keine zu nassen Paletten verwenden. Nur, dass diese nicht auf den Müll kommen. „Die reklamieren wir“, sagte der Mitarbeiter der BMWa, der dem Roßweiner gestattet hatte, das Altholz zu holen. „Aber nur beschädigte Euro-Paletten und Einweg-Paletten! Wir haben uns mal im Rahmen der kontinuierlichen Verbesserung darauf geeinigt, um Entsorgungskosten zu sparen.“

Vorbestraft wegen Hehlerei

Richterin Marion Zöllner verurteilte schließlich den Lagermann und den Roßweiner wegen versuchten Diebstahls zu Geldstrafen. „Die Angeklagten wurden auf frischer Tat gestellt. Da kommt der Lagerarbeiter ins Spiel. Er hätte erkennen müssen, dass es sich um neuen Paletten handelt“, sagte Richterin Zöllner, als sie das Urteil begründete. Der 39-Jährige soll 40 Tagessätze zu 30 Euro zahlen. Beim Roßweiner sind es 230 Tagessätze zu zehn Euro. Hier floss eine Geldstrafe (200 Tagessätze) wegen Steuerhinterziehung des Amtsgerichtes Chemnitz mit ein. Der wegen Betruges und Hehlerei vorbestrafte Mann hatte vor sieben Jahren einen Palettenhandel betrieben aber keine Einkommens- und Umsatzsteuer gezahlt. Den dritten Angeklagten sprach das Gericht frei. Der war völlig ahnungslos, was die Paletten betraf, ging guten Glaubens davon aus, dass alles seine Richtigkeit hat.

Urteile nicht rechtskräftig

Den Dreien lag auch zur Last, an jenem 30. März 2017 morgens 20 Paletten gestohlen zu haben. Das konnte das Gericht aber nicht nachweisen. Es sprach die Angeklagten von diesem Tatvorwurf frei. Die Urteile des Roßweiners und des Lagerarbeiters sind nicht rechtskräftig.

Von Dirk Wurzel

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