Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Pappeln in Beicha werden fallen
Region Döbeln Pappeln in Beicha werden fallen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:00 01.02.2013
Mochau hat seinen Waldbewirtschaftungsplan aufgestellt. Zur Erhaltung des traditionellen Mischwaldes sollen Pappeln hinter dem Beichaer Festplatz gefällt werden. Quelle: S. Bartsch

In diesem Zusammenhang sei Revierförster Dirk Tenzler Vorort beratend gewesen. Die Fällung von Pappeln in der Ortslage Beicha wird notwendig, um den traditionellen "mitteldeutschen Mischwald" wieder herzustellen.

Der Wirtschaftsplan wurde vom Fachmann gemacht, so Weber. Es gehe bei diesem Regelwerk um Bewirtschaftungs- und nicht unbedingt Naturschutzfragen. In einem solchen Plan sei unter anderem der Baumbestand verankert, gesundes neben krankem, heimisches und nicht einheimisches Holz aufgeführt. In diesem Zusammenhang sei beschlossen worden, Pappeln hinter dem Beichaer Festplatz zu fällen. "Ich gehe davon aus, dass wir demnächst loswirtschaften", sagte der Gemeindechef. Und betonte: "Eiche, Esche und Buche sind einheimische Gehölze. Die Pappel gehört nicht in den Wald, wie wir ihn haben möchten. Es geht hier weniger um Sicherheitsfragen, wie wir sie vom Jahnatalradweg in Ostrau her kennen."

Außerdem stehe der Baum meistens an Randstücken. Die Pappeln seien vor rund 40 Jahren gepflanzt worden und hätten nun die nötige "Schnittreife" erreicht, so Gunter Weber. Die Gemeinde habe bereits im vergangenen Jahr die Fällung vornehmen wollen, dann aber aufgrund der ungünstigen Wetterlage davon Abstand genommen. "Wir müssen da teilweise mit schwerer Technik in den Wald. Wenn kein Frostwetter herrscht oder es sehr nass ist, kann das Schaden anrichten, darauf wollten wir verzichten", so Mochaus Gemeindeoberhaupt. Das Waldstück in Beicha umfasst 2,5 Hektar. Die Gemeinde habe außerdem Waldstücke am Steinbruch und am Gewerbegebiet in Mochau zu bewirtschaften.

Für die gefällten Bäume soll auf jeden Fall Ersatz gepflanzt werden. Das Fällholz will die Gemeinde verkaufen. Vom Erlös werde die Firma, welche die Fällungen vornimmt, und das neue Pflanzgut bezahlt. "Für die Nachpflanzungen haben wir bis spätestens 2014 Zeit", so Weber: "Eigentlich haben wir keinen verwilderten Wald, es soll aber trotzdem etwas ordentliches dabei herauskommen."

Im Übrigen regelt das Sächsische Waldgesetz die Nutzung des so genannten Kommunalwaldes, der in diesem Sinne ein öffentlicher Wald ist. "Seine Bewirtschaftung soll sich unter Beachtung der besonderen Zweckbestimmung, der Eigenheiten und Bedürfnisse der Körperschaft, an den Zielen des Staatswaldes ausrichten", heißt es da. Der Oberen Forstbehörde unterliegen die forsttechnische Betriebsleitung und der forstliche Revierdienst - sofern die Stadt oder Gemeinde kein eigenes Forstamt unterhält. Was für Mochau zutrifft. Die Forstbehörde stellt periodische Betriebspläne auf, aus denen sich jährlich regionale Wirtschaftspläne ableiten. Diese sind von den Kommunen im Einzelnen zu beschließen.

Der Freistaat Sachsen kann dabei Neupflanzungen unter bestimmten Bedingungen unterstützen. Nämlich dann, wenn es um die "Waldmehrung" - Erstaufforstung nach einem Wechsel der Nutzungsarten - im Rahmen der verfügbaren Haushaltmittel, landesrechtlichen Vorschriften und Verpflichtungen geht. "Ein Rechtsanspruch auf diese Forstförderung besteht grundsätzlich nicht", heißt es aus dem Landratsamt Mittelsachsen.

Informationen zur Forstförderung sind im Internet unter www.sachsenforst.de erhältlich. Im Territorium des Altkreises Döbeln ist außerdem der Staatsbetrieb Sachsenforst / Forstbezirk Leipzig zuständig.

Natasha G. Allner

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Es sind noch mehr als vier Monate, bis der 3. Döbelner Halbmarathon gestartet wird. Doch die Rädchen im Organisations-Laufwerk drehen sich längst, hinter den Kulissen wird fleißig rotiert.

01.02.2013

Es war das erste Jahr im neuen fertigen Klinikum. Der Krankenhauschef Dr. Ralf Lange spricht von soliden Ergebnissen, die 2012 erzielt wurden, "ohne in Euphorie zu verfallen".

01.02.2013

Herzlichen Glückwunsch, Waldheimer Gewerbeverein. Heute auf den Tag genau vor 20 Jahren wurde der Verein im Ratssaal aus der Taufe gehoben. Damals beschäftigten sich die Unternehmer vor allem mit Sicherheitsfragen in der Zschopaustadt.

31.01.2013
Anzeige