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Partzsch-Gruppe stellt wieder Leute in Größenordnungen ein

Partzsch-Gruppe stellt wieder Leute in Größenordnungen ein

40 bis 60 neue Mitarbeiter will Döbelns größter Arbeitgeber, Partzsch Elektromotoren, einstellen. Nach den schweren Turbulenzen in den letzten zwei Jahren hat die Unternehmensgruppe jetzt wieder sicheres Fahrwasser erreicht.

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Quelle: Sven Bartsch

"Wir haben in der schwierigen Zeit viele strukturelle Veränderungen angeschoben und unsere Unternehmensstrategie neu ausgerichtet. Wir haben neue Vertriebsstrukturen in Westdeutschland und ganz Europa aufgebaut und uns in einigen Fragen neu ausgerichtet", sagt Firmenchef Thomas Partzsch, der sich künftig nur noch um die strategische Ausrichtung der Unternehmensgruppe kümmert.

 

Die einzelnen Unternehmensbereiche werden von eigenen Leitern und Prokuristen geführt. Die Auftragslage in allen Bereichen ist wieder mehr als gut. Im Unternehmensbereich Elektromotoren sind die Auftragsbücher so voll, dass hier eine Vielzahl neuer Mitarbeiter gebraucht wird. Ein Rahmenvertrag mit einem Großkunden sorgt in den nächsten drei Jahren weiter für stabile Auftragseingänge. Zudem hat sich das Unternehmen als stiller Gesellschafter an einem Ingenieurbüro beteiligt, das Großgeneratoren plant und berechnet, die bei Partzsch dann hergestellt werden. Für Unternehmensgründer Thomas Partzsch geht damit eine Vision in Erfüllung. Das Unternehmen entwickelt sich vom reinen Komponentenfertiger zum Kompletthersteller von Elektrogroßmotoren und -generatoren. "Das eigene Leistungsschild mit unserem Firmennamen ist seit 25 Jahren mein Traum", sagt er.

 

Im Unternehmensbereich Partzsch-Spezialdraht wurde das Angebotsspektrum an Drähten auf wesentliche Produkte reduziert. Dafür werden jetzt größere Mengen, preislich günstiger produziert. Statt bisher 220 Tonnen Spezialdraht im Monat verlassen jetzt 380 Tonnen das Werk in Ossig. 70 Prozent der Drahtrollen werden an Motorenhersteller verkauft. 30 Prozent werden in der eigenen Unternehmensgruppe verarbeitet.

 

Bei Partzsch Elektromaschinenbau ist die erste Etappe des Umzuges von Leisnig nach Mochau abgeschlossen. Die Spindel- und Unterwalzenfertigung, die noch in Leisnig arbeitet, wird bis Jahresende strategisch überdacht und soll erst dann ins Werk Mochau umziehen. Die Märkte liegen in Südostasien und bei deutschen Textilmaschinenherstellern. Volle Auftragsbücher bis Februar 2016 hat das Mochauer Werk im Bereich der Windgeneratorenfertigung. Der Rahmenvertrag mit einem Windgeneratorenhersteller soll gerade um weitere Jahre verlängert werden. Extrem gut ist die Auftragslage beim Windgeneratorenservice. Es werden aktuell neue Fachkräfte rekrutiert. Die Zahl der Fahrzeugteams, die in ganz Deutschland und Europa Windräder wartet, soll von fünf auf acht aufgestockt werden. Aufgrund extremer Auftragseingänge wird bei Pamo in Bitterfeld derzeit sogar der Platz für die zu wartenden Großmotoren knapp.

 

"Unsere Akquise in den alten Bundesländern brachte uns Rahmenverträge mit der U-Bahn Hamburg und der Stuttgarter Straßenbahn ein. Auch aus dem Ruhrgebiet kommen die Straßenbahnmotoren zu uns zur Wartung", so Thomas Partzsch. Die Unternehmensgruppe Partzsch ist mittlerweile in Europa der größte Dienstleister im Bereich Elektrogroßmotoren und -generatoren.

 

Um die Arbeitskräfte im Unternehmen zu halten und neue qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, wurden in den Personalbereichen einige Neuerungen umgesetzt. Mitarbeiter, die in einem Monat keinen Krankheitstag hatten, bekommen 40 Euro Prämie. Ein neues Arbeitszeitmodell sieht die Aufteilung der 37,5 Stunden-Arbeitswoche so vor, dass die Mitarbeiter jeden zweiten Freitag komplett frei haben. Zudem wird in diesem Jahr erstmalig nach der Krise wieder Urlaubs- und Weihnachtsgeld gezahlt. "Das ist ein besonderer Dank an die Mitarbeiter, die in den letzten beiden Krisenjahren zur Stange gehalten haben", so der Unternehmenschef. Am Sonnabend lädt Partzsch Elektromotoren von 9 bis 15 Uhr ins Gewerbegebiet Döbeln-Ost zum Tag der offenen Tür ein. Von dort starten auch Shuttlebusse in die Werke in den umliegenden Gewerbegebieten. Ziel ist es potenziellen neuen Mitarbeitern zu zeigen, wie die Arbeitsbedingungen beim größten Arbeitgeber der Region Döbeln aussehen. Neben der Mitarbeitersuche in der Region Döbeln baut das Unternehmen am Werk in Ossig gerade einen Verwaltungstrakt zu einem Mitarbeiterwohnheim um. Durch die Probleme in der Solarindustrie hat Partzsch nämlich an seinem Standort in Bitterfeld gerade viele Bewerbungen von Fachkräften. Die sollen in den Unternehmensbereichen der Region Döbeln Arbeit finden und während ihrer Vier-Tage-Arbeitswoche in Ossig wohnen.

Thomas Sparrer

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