Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 18 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Personalabbau in Riesenschritten

Sparen in Leisnig Personalabbau in Riesenschritten

Nie zuvor verließen so viele Mitarbeiter innerhalb kurzer Zeit das Rathaus von Leisnig, gingen in den Ruhestand oder in Rente. 2015 und 2016 hatte die Kernverwaltung der Kommune die meisten Personalabgänge zu verzeichnen. Und das wird noch weiter gehen: Laut Bürgermeister Tobias Goth (CDU) wird das Personalsparkonzept fortgeschrieben.

Geld fehlt in Leisnig. Unter anderem wird im Rathaus personal gespart.

Quelle: Jürgen Kulschewski

Leisnig. In diesem Jahr und in dem davor hatte die Kernverwaltung der Kommune Leisnig die meisten Personalabgänge zu verzeichnen. Zuletzt beendete Petra Müller vom Kulturamt Ende Oktober nach mehr als 40 Jahre langer Arbeit ihren Dienst für die Stadt und ging in Rente (DAZ berichtete). Innerhalb der vergangenen Monate hatten auf anderen Stellen langjährige Arbeitskollegen ihre Tätigkeit beendet, wurden teils aus den eigenen Reihen ersetzt. Neben Petra Müller hatten unter anderem zuletzt die Kämmerin Jutta Schauer und Tomas Schulze vom Liegenschaftsamt ihren Dienst beendet.

„Insgesamt gingen 2015 und 2016 sechs Kollegen in Ruhestand oder Rente“, erläutert Leisnigs Stadtoberhaupt Tobias Goth (CDU). Die Phase mit den schnell aufeinander folgend endenden Arbeitsverhältnissen sei nun beendet. Wie die Arbeit innerhalb der Kernverwaltung umverteilt wird, ist im Personalentwicklungskonzept der Stadt festgehalten. Es war eine Hinweis der Rechtsaufsichtsbehörde beim Landratsamt Mittelsachsen gewesen, dass sich die Verwaltung der Stadt personell verschlanken muss. 2,1 Mitarbeiter, rein rechnerisch bezeichnet als Vollzeitäquivalente, darf eine Kernverwaltung in Sachsen auf 1000 Einwohner haben, wobei für die Vollzeitäquivalente die Arbeitsstunden von auch in Teilzeit beschäftigten Mitarbeitern zusammengerechnet werden. Das Personalentwicklungskonzept ist Bestandteil des Konsolidierungsplanes der Stadt. Mittlerweile liegt die zweite Fortschreibung des Konzeptes im Entwurf vor. Leisnig muss weiter auf die Zahlen schauen. Auch könne nicht mit Gewalt an allen Ecken gespart werden, denn das Arbeitspensum müsse erledigt werden können, so Goth. Aus diesem Grunde gab es auch diverse Neueinstellungen. Zum ersten Mal ist eine junge Frau bei der Leisniger Verwaltung in Lehrausbildung, und die Erfahrungen seien gut, so der Bürgermeister.

Momentan liegt Leisnig bei 2,5 Vollzeit-Äquivalenten pro 1000 Einwohner statt bei den geforderten 2,1 – also noch über dem Limit. Trotz aller Erfordernisse des Sparens sei der Wert von 2,1 auch nur sehr schwer allein durch Personalabbau zu erreichen. Goth: „Das geht schon allein auf den demografischen Faktor zurück: Die Einwohnerzahl Leisnigs sinkt weiter. Mit dem Einsparen von Personal sind wir dieser Entwicklung also immer hinterher. Und die Arbeit darf auch nicht liegen bleiben.“

Wie Aufgaben umverteilt werden im Rathaus, machte zuletzt das Beispiel Petra Müller deutlich. Jahrelang im Kulturamt der Stadt unter anderem zuständig für das Organisieren der großen Feste in der Stadt, besetzte sie in den vergangenen Jahren das Bürgerbüro an der Rathauspforte, hatte dort zuletzt die Aufgaben des Meldeamtes mit auf dem Tisch.

Insgesamt hat die Stadtverwaltung momentan rund 23 Mitarbeiter, so Goth. Zur Kernverwaltung gehöre die Bauhofbesatzung. Das sind noch einmal 22 Leute. Drei beim Technologieorientierten Gründer- und Entwicklungszentrum (TGE) beschäftigte Personen erledigen ebenfalls Aufgaben aus dem Bauhofsektor.

Nach Aussagen von Tobias Goth sei in Betracht gezogen worden, Bauhofaufgaben ganz an das TGE auszugliedern. Doch das sei nicht so einfach im Handumdrehen umzustrukturieren: Hoheitliche Aufgaben der Kommune darf diese nicht so einfach in externe Händen abgeben. Die Rahmenbedingungen dafür zu prüfen, sei dennoch sinnvoll. Goth: „Es käme zumindest der dringend nötigen Konsolidierung zu Gute .“

Von Steffi Robak

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Döbeln
  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

Was beschäftigt die Menschen in den kleinen Orten zwischen Döbeln, Waldheim und Hartha? Wir besuchen jene kleinen Dörfer, denen normalerweise wenig Beachtung geschenkt wird, geben einen Einblick in die Geschichte des Ortes und sprechen mit den Bewohnern über früher und heute. mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

18.08.2017 - 16:15 Uhr

Es sind mehrere Vereine deren geographische Lage in Nachbarschaft zur Pleiße sind. Das mit Pleißestädter prägte vor vielen Monaten, für seinen SV RegisBreitingen, der Autor dieser Zeilen.

mehr