Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Pfähle markieren Radweg-Trasse in Waldheim – Schutzgebiet bleibt verschont
Region Döbeln Pfähle markieren Radweg-Trasse in Waldheim – Schutzgebiet bleibt verschont
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
In diesem Jahr soll es endlich losgehen mit dem Bau des Radweges von Gebrsbach nach Waldheim. Quelle: picture alliance / dpa
Anzeige
Waldheim/Gebersbach

Noch in diesem Jahr soll der Bau des Radweges zwischen Gebersbach und Waldheim beginnen. Davon künden Pfähle mit roten Köpfen, die die Baustrecke markieren. „Wenn man das sieht, erkennt man schon einen recht drastischen Eingriff“, sagt CDU-Stadträtin Kathrin Schneider. Zur jüngsten Sitzung des Verwaltungsrates fragte sie deswegen bei der Stadtverwaltung nach, weshalb der Weg nicht auf der linken Seite der Staatsstraße 32 entsteht. Blickrichtung ist von Waldheim in Richtung Gebersbach. Anlass für die Frage Kathrin Schneiders war auch die Lektüre des jüngsten Artikels über den Striegistalradweg in der Döbelner Allgemeinen Zeitung.

Nicht mal durch den Zipfel möglich

„Für diesen straßenbegleitenden Radweg gab es ein sehr langes Planfeststellungsverfahren“, sagte Waldheims Bauamtsleiter Michael Wittig. Zunächst gab es die Trassenvariante auf der linken Seite. Aber: „Das ist ein FFH-Gebiet, auf der rechten Seite nicht.“ Die Straße ist sozusagen die Grenze des FFH-Gebietes Unteres Zschopautal, ein strenges Schutzgebiet nach EU-Recht. Eingriffe, wie etwa Straßenbau, sind dort nur sehr schwer möglich und grundsätzlich nicht erlaubt.

Um genau zu sein: Es ragt ein Zipfel dieses Gebietes bis an die Straße heran. Der Radweg würde durch diesen Zipfel führen. „Aber im jetzigen Baufeld stehen alte Eichen, die dann gefällt werden müssen“, sagte Kathrin Scheider. „Die FFH-Gebiete sind festgelegt und Gesetz“, sagte Michael Wittig. Zum Vergleich: Roßwein, Hainichen, und die Gemeinde Striegistal planen, einen Radweg mitten durch das FFH-Gebiet „Striegistäler und Aschbachtal“, das zugleich auch Vogelschutzgebiet ist. Zwischen Waldheim und Gebersbach hätte der Radweg nur einen Zipfel des Schutzgebietes an dessen äußerstem Rand durchquert. Das führte dazu, dass die zuständigen Behörden den Straßenbau auf die andere Seite der Straße verlagerten, der nun auch etwas teurer und umfangreicher wird.

Bau kostet 1,7 Millionen Euro

Die Baustrecke beträgt etwa 1,3 Kilometer. Rund 1,7 Millionen Euro soll das Vorhaben kosten. Es reicht nicht, einfach ein Asphaltband neben der Straße entlang zu ziehen, um es salopp zu formulieren. Der Radweg führt über eine Brücke und drei Stützwände sind ebenfalls notwendig. Dadurch kostet der Bau auch 1,7 Millionen Euro. Das Baurecht für die Trasse besteht seit Februar 2015. Eigentlich sollte der Bau bereits im Herbst vergangenen Jahres beginnen. „Im Zuge der Ausführungsplanung hat sich gezeigt, dass weitere Erkundungsarbeiten erforderlich werden. Dies betrifft den Baugrund – speziell für die Stützmauern und die Entwässerungsproblematik“, erläuterte Isabel Siebert, Pressesprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) die Verzögerung. Diese dauert bis jetzt an. Laut jüngster Auskunft des Lasuv soll es im April losgehen

Von Dirk Wurzel

X-Mal vorbestraft und selbst in der Bewährungszeit kriminell: Um sich seine Crystal-Sucht zu finanzieren, klaute ein 28-jährier Geringswalder Kupferkabel aus Windrädern. Seit Dezember 2016 sitzt er im Gefängnis und soll dort nach dem Willen des Amtsgerichtes Döbeln noch eine ganze Weile bleiben.

Im nächsten Stadtrat soll die 96 Meter lange Dreifeldbrücke aus Spannbeton noch einmal vorgestellt werden. Dann werden die Förderanträge für die neue Muldenquerung an der Döbelner Schillerstraße gestellt. Erste Vorarbeiten könnten 2017 starten. Der eigentliche Spatenstich wird für 2018 erwartet. Die Bauzeit soll etwa eineinhalb Jahre betragen.

10.03.2017
Döbeln Wohnungsgenossenschaft Fortschritt Döbeln: - So sieht bezahlbares Wohnen für die Generation 60 Plus aus

Seit Freitag hat die Wohnungsgenossenschaft Fortschritt eine neue Musterwohnung in Döbeln-Ost. Hier sind alle Forschungsergebnisse des Projektes „Alles unter einem Dach – das Döbelner Modell“ eingeflossen. Die 48-Quadratmeter-Zweiraumwohnung soll für Mieter Beispiel sein, was machbar und bezahlbar ist.

10.03.2017
Anzeige