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Pfähle markieren Radweg-Trasse in Waldheim – Schutzgebiet bleibt verschont

Straßenbau Pfähle markieren Radweg-Trasse in Waldheim – Schutzgebiet bleibt verschont

Ursprünglich sollte der Radweg von Gebersbach nach Waldheim durch den Zipfel eines strengen Schutzgebietes führen, das bis an die Staatsstraße 32 reicht. Nun verläuft die Trasse auf der anderen Seite der Straße. Bäume müssen trotzdem fallen.

Durch dieses Waldidyll an der Staatsstraße 32 zwischen Gebersbach und Waldheim soll einmal der Radweg führen, den sich die Leute sehnlichst herbeiwünschen.

Quelle: Dirk Wurzel

Waldheim/Gebersbach. Noch in diesem Jahr soll der Bau des Radweges zwischen Gebersbach und Waldheim beginnen. Davon künden Pfähle mit roten Köpfen, die die Baustrecke markieren. „Wenn man das sieht, erkennt man schon einen recht drastischen Eingriff“, sagt CDU-Stadträtin Kathrin Schneider. Zur jüngsten Sitzung des Verwaltungsrates fragte sie deswegen bei der Stadtverwaltung nach, weshalb der Weg nicht auf der linken Seite der Staatsstraße 32 entsteht. Blickrichtung ist von Waldheim in Richtung Gebersbach. Anlass für die Frage Kathrin Schneiders war auch die Lektüre des jüngsten Artikels über den Striegistalradweg in der Döbelner Allgemeinen Zeitung.

Nicht mal durch den Zipfel möglich

„Für diesen straßenbegleitenden Radweg gab es ein sehr langes Planfeststellungsverfahren“, sagte Waldheims Bauamtsleiter Michael Wittig. Zunächst gab es die Trassenvariante auf der linken Seite. Aber: „Das ist ein FFH-Gebiet, auf der rechten Seite nicht.“ Die Straße ist sozusagen die Grenze des FFH-Gebietes Unteres Zschopautal, ein strenges Schutzgebiet nach EU-Recht. Eingriffe, wie etwa Straßenbau, sind dort nur sehr schwer möglich und grundsätzlich nicht erlaubt.

Um genau zu sein: Es ragt ein Zipfel dieses Gebietes bis an die Straße heran. Der Radweg würde durch diesen Zipfel führen. „Aber im jetzigen Baufeld stehen alte Eichen, die dann gefällt werden müssen“, sagte Kathrin Scheider. „Die FFH-Gebiete sind festgelegt und Gesetz“, sagte Michael Wittig. Zum Vergleich: Roßwein, Hainichen, und die Gemeinde Striegistal planen, einen Radweg mitten durch das FFH-Gebiet „Striegistäler und Aschbachtal“, das zugleich auch Vogelschutzgebiet ist. Zwischen Waldheim und Gebersbach hätte der Radweg nur einen Zipfel des Schutzgebietes an dessen äußerstem Rand durchquert. Das führte dazu, dass die zuständigen Behörden den Straßenbau auf die andere Seite der Straße verlagerten, der nun auch etwas teurer und umfangreicher wird.

Bau kostet 1,7 Millionen Euro

Die Baustrecke beträgt etwa 1,3 Kilometer. Rund 1,7 Millionen Euro soll das Vorhaben kosten. Es reicht nicht, einfach ein Asphaltband neben der Straße entlang zu ziehen, um es salopp zu formulieren. Der Radweg führt über eine Brücke und drei Stützwände sind ebenfalls notwendig. Dadurch kostet der Bau auch 1,7 Millionen Euro. Das Baurecht für die Trasse besteht seit Februar 2015. Eigentlich sollte der Bau bereits im Herbst vergangenen Jahres beginnen. „Im Zuge der Ausführungsplanung hat sich gezeigt, dass weitere Erkundungsarbeiten erforderlich werden. Dies betrifft den Baugrund – speziell für die Stützmauern und die Entwässerungsproblematik“, erläuterte Isabel Siebert, Pressesprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) die Verzögerung. Diese dauert bis jetzt an. Laut jüngster Auskunft des Lasuv soll es im April losgehen

Von Dirk Wurzel

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