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Döbeln Pfingstrast an Maylust, Hasennest oder auch an der Ölpresse
Region Döbeln Pfingstrast an Maylust, Hasennest oder auch an der Ölpresse
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00:21 28.05.2015
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Richtig gut was los war auf dem Hofgut Gadewitz.

Mit Kräutern und Floristik erwartete Chris Gühne gleich am Eingang die Gäste, und ob Frauenmantel, Schokoladenminze oder etwas anderes Schmackhaftes aus dem Blumentopf - so mancher nahm sich auf dem Heimweg noch etwas Grünes mit. Zudem erwarteten Holzschnitzereien, Produkte rund um den Vogel Strauß oder auch Honig jene Kundschaft, die gern vom heimischen Erzeuger kauft. Geselligkeit und Miteinander standen in Gadewitz im Vordergrund: Vor der Bühne boten Tische und Bänke Platz für Gäste, im Garten wartete eine große Hüpfkuh. Eine Trommelgruppe lud nicht nur ein zum Zuhörern. Es wurden auch Instrumente ausgegeben, womit sich probierfreudiges und musikalisches Publikum unter die Musizierenden mischen konnte. In der Scheune und weiteren Gebäuden auf dem Hof wurde traditionelles Handwerk und Handwerkskunst gezeigt, und für die Kinder gab es Schafe, Alpakas und Straußenküken zu betrachten. Dieter Hurlacher ließ die Rapspresse laufen, erläuterte deren Funktionsweise und die Arbeit der Gadewitzer Ölmühle. "Mittlerweile hat die Nachfrage nach Leinöl dafür gesorgt, dass wir schon mehr Leinöl jährlich produzieren als Raps", sagt Hurlacher. Seit er 2006 mit dem Ölpressen begonnen habe, sei es der Raps gewesen, von dem das meiste Öl in Gadewitz gepresst wurde.

Raps baut der Landwirtschaftsbetrieb selbst an, während andere Ölsaaten von Landwirten der Region bezogen würden, darunter Sonnenblumen und seit neuestem auch Mohn. Von einem Bauern, der an Bäcker Mohn liefere, holt sich Hurlacher seit Kurzem auch eine kleine Menge. Mohnöl, so sagt er, lasse sich in der kalten Küche verwenden, zum Beispiel für Salate. Auf dem Hof war den ganzen Tag etwas los: "Dass wir in den vergangenen zwei Jahren pausiert haben, tat dem Zustrom keinen Abbruch."

Beschaulich ging es am Zschopauufer zu, im Hasennest von Kleinlimmritz. Dort hatte Anita Lesko letztmalig zur Pfingstrast eingeladen, wofür ihre Muter Sabine den echten ungarischen Gulasch zubereitete. Gäste hatten sogar alte Fotoalben mitgebracht um zu vergleichen, was sich in den vergangenen Jahrzehnten alles am Hasenneststeg geändert hat. Montagmittag waren alle Gulaschportionen aufgegessen, was auch einen Wermutstropfen bedeutet: Das Hasennest wird als Pfingstraststelle für jedermann nicht mehr zur Verfügung stehen, wie die Hasennest-Bewohnerin Anita Lesko ankündigt.

Robak,Steffi

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