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Döbeln Pfleger am Klinikum ist kein Job für Weicheier
Region Döbeln Pfleger am Klinikum ist kein Job für Weicheier
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17:06 26.04.2018
Pfleger Robin (2.v.l.) aus der Notaufnahme zeigte Fritz Seifert, Philipp Dietze und Ron Gaumnitz (v.l.n.r.) wie der Kreislauf eines Patienten am Monitor überwacht wird. Quelle: Thomas Sparrer
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Döbeln

Pflegeberufe sind nicht nur Frauensache. Das wollte das Klinikum Döbeln beim BoysDay mal klarstellen. Zum zweiten Mal nahm das Döbelner Krankenhaus am Jungen-Zukunftstag teil.

„Es handelt sich um einen bundesweiten Aktionstag zur Berufsorientierung“, sagt dazu Lisa Friedrich (28). Assistentin der Pflegedienstleitung. Fürs Programm unter den Jungs war gestern Robin Pausch, Stationsleiter der Notaufnahme, zuständig. Und der 38-Jährige zeigte den drei 13, 15 und 16 Jahre alten Jungs, dass der Pflegerberuf nichts für Weicheier ist. Bei einer Führung durch alle Abteilungen und Stationen des Hauses gab es Kontakt mit den männlichen Pflegerkollegen. Nebenbei erfuhren die drei Schüler auch von den Hobbys der Pfleger. Die einen fahren Motorrad, besuchen Metal-Konzerte oder spielen wie Robin Pausch aktiv Fußball. Der Stationsleiter der Notaufnahme betreibt zudem in seiner Freizeit Groundhopping. Dabei geht es darum Fußballspiele in möglichst vielen verschiedenen Stadien zu besuchen. Robin war schon in vielen großen Stadien aber vor allem auch auf Fußballplätzen in den hintersten Winkeln Deutschlands.

Nach einem kurzen Telefonat mit dem Operateur führt er die drei Jungen auch in den OP. Entsprechend gekleidet, dürfen sie bei einer Darmoperation zusehen. „Es ist keiner bleich geworden. Die Drei sind gut drauf“, findet Pfleger Robin.

Ron Gaumnitz ist einer im Besuchertrio beim BoysDay. „Der OP war echt ein Highlight“, sagt der 15-jährige Döbelner Oberschüler. Auch das große Haus, die vielen Abteilungen und ihre Organisation fand er spannend. „Ich will im Job einmal mit Menschen zu tun haben und ihnen helfen. Ich glaube der Beruf ist genau mein Ding“, sagt er. Ähnlich ging es auch Fritz Seifert (13) vom Gymnasium Meißen und Philipp Dietze (16) von der Oberschule Böhlen. „Na dann passt es doch“, freuen sich Lisa Friedrich und Robin Pausch vom Klinikum.

„Wir sind im Pflegebereich ganz gut besetzt. Doch es können immer mehr Leute sein. Es gibt bei uns gute Perspektiven“, sagt die Assistentin der Pflegedienstleitung. Drei Jahre dauert die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger. Gelernt wird im Block an der Döbelner Heimerer-Schule und im Klinikum. 2017 begannen 7 Lehrlinge die Ausbildung. In diesem Jahr werden es 16 sein. Etwa 40 Prozent unter ihnen sind Jungen. So hoch ist auch der Männeranteil im Pflegebereich des Klinikums.

Von Thomas Sparrer

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