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Döbeln Pierburg zeigt in Hartha Flagge gegen Rassismus
Region Döbeln Pierburg zeigt in Hartha Flagge gegen Rassismus
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11:59 15.04.2016
Silvio Winkler, Paul Rothe, Bürgermeister Ronald Kunze und Ella Seel stehen vor Pierburgs Belegschaft für Respekt ein. Quelle: Sven Bartsch
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Hartha

„Respekt! Kein Platz für Rassismus“ – so steht es seit Mittwochmittag am Harthar Werkseingang des Automobilzulieferers Pierburg schwarz auf weiß auf einem Hinweisschild geschrieben. Personalleiterin Ella Seel, Betriebsrat Silvio Winkler, Paul Rothe von der IG Metall und Harthas Stadtoberhaupt Ronald Kunze schraubten die Botschaft am Donnerstag vor den Augen von rund 150 Mitarbeitern eigenhändig in die Wand. Das Werk in der Sonnenstraße ist damit der vierte Standort des Mutterkonzerns KSPG, der sich der Initiative „Respekt!“ anschließt. Zuvor zeigten bereits die Niederlassungen in den beiden baden-württembergischen Städten Neckarsulm und Walldürn, im nordrhein-westfälischen Neuss sowie in Berlin Flagge gegen Rassismus und Fremdenhass. Laut Folke Heyer, der für die KSPG Presse- und Öffentlichkeitsarbeit leitet, soll ein Standort nach dem anderen dazustoßen, bis alle deutschen Niederlassungen schlussendlich offiziell „Respekt!“ zollen. Mit der Einführung begann der Konzern bereits im letzten Jahr.

Bei lediglich einem Schild vor der Schranke soll es jedoch nicht bleiben. „Welche Aktionen durchgeführt werden, liegt in den Händen der jeweiligen Werke“, erklärt Folke Heyer. „Wir haben in unserem Intranet eine Seite aufgebaut, auf der wir über den respektvollen Umgang miteinander und alle Aktionen im Rahmen der Initiative informieren.“ In Neuss habe eine Delegation junger Mitarbeiter zum Beispiel eine Kleidersammlung auf die Beine gestellt, bei der einiges zusammenkam. „Es geht nicht nur um die Frage, ob Deutscher oder Ausländer, sondern generell um den Umgang miteinander und wie man sich untereinander mit Respekt begegnet“ meint Betriebsrat Silvio Winkler, der zudem am Standort Hartha Botschafter für die Initiative ist.

„Zumal wir am Standort nur drei ausländische Kollegen haben, die bestens integriert sind. Bei Pierburg in Hartha werden Mitarbeiter nach Qualifikation und Eignung und nicht nach Hautfarbe oder Muttersprache eingesetzt.“ Vor Ort möchte er gemeinsam mit den Kollegen unter anderem weiter an der Kommunikation untereinander feilen sowie beispielsweise das Augenmerk auf die Verabschiedung altgedienter Kollegen, die aus dem Berufsleben scheiden, legen. Wie wichtig direkte Kommunikation sein kann, zeigt die Ankündigung der Aktion im Harthaer Werk. Laut Winkler habe zunächst niemand auf den Aushang reagiert. „Aber nachdem ich durch die Abteilungen gegangen bin und die Aktion erklärt habe, haben viele direkt Interesse gezeigt.“

Laut Folke Heyer habe es im Vorfeld auch keine Probleme mit Rassismus an den über Deutschland verteilten Standorten der KSPG gegeben. „Wir finden einfach, dass das die richtige Maxime ist“, so der Sprecher über die Initiative gegen Fremdenhass.

Von André Pitz

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