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Döbeln Pietsch Haustechnik in Ostrau hat einen neuen Chef
Region Döbeln Pietsch Haustechnik in Ostrau hat einen neuen Chef
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19:00 29.04.2016
Olaf Ortlieb ist der neue Geschäftsführer der Pietsch Haustechnik im Ostrauer Gewerbegebiet. Quelle: Sven Bartsch
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Ostrau

Es war eine historische Unterschrift, die Olaf Ortlieb, neuer Geschäftsführer der Pietsch Haustechnik GmbH, und Gunnar Fehnle, Chef der Stadtwerke Döbeln, gestern tätigten: Das Unternehmen ist das erste im Ostrauer Gewerbegebiet, das sich mit Gas aus Döbeln beliefern lässt. Erst im Januar hatten die Stadtwerke den Konzessionsvertrag mit der Gemeinde Ostrau geschlossen, nächste Woche schon sollen die Arbeiten zur Verlegung einer Hochdruckleitung und der Anschlüsse im Gewerbegebiet beginnen. „Es ist schön, wenn man den ersten Vertrag unterzeichnen kann. Pietsch steht hier vorn an“, freute sich Fehnle. „Wir übernehmen eine Vorreiterrolle und wollen damit auch ein Zeichen setzen im Gewerbegebiet“, sagte Ortlieb. Das freute auch den zur Unterschrift beiwohnenden Ostrauer Bürgermeister Dirk Schilling (CDU): „Es ist ein gutes Gefühl, dazu beigetragen zu haben, zwei gute Partner zusammenzubringen.“

Bis zu 600 000 Kilowattstunden Gas pro Jahr für die Beheizung von Hallen und Bürotrakt will Pietsch künftig beziehen. „Für eine Klimatisierung der Gebäude auf Gasbasis ist aber auch eine Erweiterung möglich“, sagte Stadtwerke-Projektmanager Hubert Paßehr. Derzeit baut Pietsch an einer neuen, großen Lagerhalle im Gewerbegebiet sowie Büroräumen, die im August bezogen werden sollen. „Uns fehlen aber noch die Erfahrungswerte mit Gas“, sagte die für den Pietsch-Neubau zuständige Logistikleiterin Claudia Piefel.

Dies geht bislang fast allen Unternehmen im Ostrauer Gewerbegebiet so. Wegen einer geänderten Trinkwasserverordnung müssen die meisten auf Gasbeheizung umstellen (die DAZ berichtete). Spätestens Ende September sollen alle Leitungen durch die Stadtwerke verlegt sein. Olaf Ortlieb hat mit seiner Unterschrift den Auftakt dazu geleistet.

Für den 54-jährigen Dresdner war es eine der ersten Amtshandlungen als Nachfolger von Ingolf Geier. Zuvor hatte er 25 Jahre beim Heizungsbaukonzern Vaillant in Remscheid gearbeitet und dadurch in engen Kontakt mit Pietsch als Kunden gekommen. Dessen Inhaber Michael Pietsch habe ihm 2015 die Geschäftsführerposition angeboten. „Wenn man über 50 und seit 25 Jahren bei einem Unternehmen ist, muss man überlegen, ob man noch mal wechselt“, sagte Ortlieb.

Letztlich habe der Reiz des inhabergeführten Unternehmens mit kurzen Entscheidungswegen überwogen. Die größere Nähe zum Wohnort zwischen Chemnitz und Zwickau sei für den fünffachen Familienvater ein angenehmer Nebeneffekt. Über seinen Führungsstil vertritt er klare Auffassungen: „Mein Vorgänger hat mehr regiert, ich will mehr mit den Mitarbeitern sprechen, ein Chef zum Anfassen sein. Ob ich Fahrer oder Außendienstler bin – jeder Job ist wichtig. Und ich weiß auch wie es ist, wenn das Kind mal krank ist“, betonte er.

Von Sebastian Fink

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