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Plüschtiere als Willkommensgruß – 50 Flüchtlings-Kinder in Döbeln eingetroffen

Erstaufnahme-Einrichtung Plüschtiere als Willkommensgruß – 50 Flüchtlings-Kinder in Döbeln eingetroffen

In der Erstaufnahmeeinrichtung an der Döbelner Eichbergstraße sind Sonntagnacht die ersten Flüchtlinge angekommen. Bislang haben damit 321 Personen die beiden ehemaligen Autoliv-Hallen, die zu Notunterkünften umfunktioniert wurden, bezogen.

Etliche kuschelige Spenden haben Stefanie Linke (v.l.), Judith Schilling und Stephan Conrad vom Döbelner Willkommensbündnis am Montag in Empfang genommen.

Quelle: Dirk Wurzel

Döbeln. Diese Zahl nannte am Montag Ingolf Ulrich, stellvertretender Sprecher der Landesdirektion Sachsen in Chemnitz. Die Kapazität der Einrichtung liegt nach bisherigen Auskünften bei 400 Plätzen. Gleichzeitig startete das Willkommensbündnis mit der Ausgabe der Spenden. Außerdem brachten einige Döbelner Anziehsachen, Kosmetika und Plüschtiere in die Annahmestelle des Bündnisses "Willkommen in Döbeln". Eine Familie hatte sogar den ganzen Kofferraum vollgepackt.

Bei den Flüchtlingen handelt es sich um Menschen aus acht verschiedenen Nationen. Die größten Gruppen stellen Flüchtlinge aus Syrien (139), Afghanistan (100) Irak (48) und Iran (24). "Zwei Drittel sind männlich, ein Drittel ist weiblichen Geschlechts. Es wurden 48 Kinder zwischen null und zwölf Jahren in die Einrichtung aufgenommen", erklärt Ulrich.

Die Flüchtlinge sind mit sechs Bussen Sonntagnacht, gegen 22.30 Uhr, an der Eichbergstraße eingetroffen. Ausgangspunkt der Fahrt in Deutschland war der Freistaat Bayern, wo die Menschen einen Zwischenstopp eingelegt hatten.

Zahlreiche Polizisten sicherten mit Einsatzfahrzeugen die Ankunft der Asylbewerber ab und hatten dabei einiges zu tun. Asyl-Gegner versuchten, die Fahrt der Busse im Stadtgebiet von Döbeln zu stören beziehungsweise deren Weiterfahrt zu verhindern. Die Beamten reagierten aber schnell, so dass es zu keinen größeren Verzögerungen kam. So hatten Asylgegner, die dem rechtsextremen Lager zuzuordnen sind, offenbar in der Mastener Straße geplant, eine Blockade aus Baustellenmaterial und Rohren zu errichten. "Das konnten die Einsatzkräfte aber rechtzeitig verhindern", sagte am Montag Jana Kindt, Sprecherin der Polizeidirektion Chemnitz. Auch kurz vor dem Ziel an der Eichbergstraße hatten drei Störer mit einem Auto versucht, die Einfahrt zur Erstaufnahmeeinrichtung zu blockieren. Kindt: "Das erkannten die Polizisten ebenfalls und schritten schnell ein." Insgesamt hat die Polizei laut Sprecherin im Zusammenhang mit diesen Aktionen von 27 Personen die Identität festgestellt. Drei Personen sind kurzzeitig in Gewahrsam genommen worden. Außerdem stellten die Polizisten Pfefferspray, ein Messer, eine Armbrust und Betäubungsmittel bei Asylgegnern sicher und erteilten sechs Platzverweise.

Etliche Mitglieder des Bündnisses Willkommen in Döbeln hatten längere Zeit ruhig vor der Erstaufnahmeeinrichtung gewartet, um die eintreffenden Flüchtlinge schließlich mit freundlichen Gesten zu begrüßen und Asylgegnern an dieser Stelle keinen Raum zu bieten. Noch vor dem Eintreffen der Asylbewerber war Landrat Matthias Damm (CDU) vor Ort und überzeugte sich davon, dass die Einrichtung und die Betreuer gewappnet sind. Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) machte sich Montagmittag ein Bild von der Situation und sprach mit Mitarbeitern. Im fiel auf, dass viele Kinder unter den Flüchtlingen sind.

Wie vorgesehen, hat der DRK-Kreisverband Muldental die Betreuung der Flüchtlinge in der Erstaufnahme übernommen. Ingolf Ulrich: "Die Bundeswehr unterstützt das DRK im Rahmen der Aktion Helfende Hände mit zehn Soldaten, die im Drei-Schicht-System im Einsatz sind.

Friedlich ging es am Montag in der Annahmestelle für die Spenden zu. Freundliche Leute kamen und brachten vor allem Sachen und Kosmetika. "Ich habe im Frühjahr groß ausgeräumt, sodass ich jetzt nur relativ wenig mitbringen konnte", sagte Romy Hunold bedauernd. Sie hat sich fest vorgenommen, jetzt im Bündnis "Willkommen in Döbeln" mitzuarbeiten. Sie brachte zunächst Shampoo und eine Jacke, für die der Junior zu groß geworden ist.

Socken und Unterwäsche brauchen die Flüchtlinge im Erstaufnahmelager derzeit dringend. Gewaschen und neuwertig sollten Spender diese Kleidungsstücke abgeben. Gefragt sind außerdem Männerjeans in kleinen Größen sowie Winterstiefel aller Größen. An Babysachen fehlen vor allem blaue Teile für Jungs.

Olaf Büchel und Dirk Wurzel

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