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Döbeln Polditz: Mehr Platz fürs Wasser, Kommune darf größer bauen
Region Döbeln Polditz: Mehr Platz fürs Wasser, Kommune darf größer bauen
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00:21 15.06.2018
Die Teiche in Polditz werden noch diesen Monat saniert. Quelle: Sven Bartsch
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Polditz

Die große Überflutung blieb nach den starken Regengüssen vom Wochenende in Polditz aus. Doch für den Fall, dass es doch wieder so extrem regnen sollte wie beispielsweise 2002, ist für den Ort ist eine weitere Hochwasser- beziehungsweise Überflutungsschutzmaßnahme geplant. Die Arbeiten dafür hat der Stadtrat im April vergeben an das Unternehmen Raiko Wagner Altbausanierung aus Hartha.

Leisnig darf hier größer bauen

Sowohl die beiden Teiche in Polditz sollen saniert und ertüchtigt werden. Mit dem Projekt sind zudem Arbeiten an der Straße sowie dazugehörigen Durchlässen verbunden. Die Besonderheit hier: Anders als bei den sonstigen Hochwasserreparaturmaßnahmen wird alles nicht identisch hergerichtet wie es war.

Regen beherrschbar machen

Goth: „Die Überflutungen in Polditz mit Oberflächenwasser waren maßgeblich dadurch bedingt, dass die Durchlässe der Straßen die Wassermengen nicht schnell genug ableiten konnten. Alles musste größer dimensioniert werden, um extremes Regenaufkommen beherrschbar zu machen.“ Das hatte das Überflutungsereignis von 2002 sehr deutlich gezeigt. Anders als in Wiesental und Altleisnig, wo die gestiegene Mulde den Menschen Probleme bereitete, war es in Polditz das Wasser und vor allem Erde, sprich Schlamm, von oben.

Wasser stürzt zur Mulde hin

Die Bilder sind noch präsent, als den Polditzern das Wasser von den Feldern oberhalb, nördlich des Dorfes in Richtung Mulde stürzend in Grundstücke und Häuser lief. Die Entwässerungsanlagen waren überfordert. Die Entscheidung, die jetzt neu zu bauenden Durchlässe für die Straße größer zu dimensionieren, traf die Stadt jedoch nicht allein, um auf Nummer sicher zu gehen.

Freistaat redet bei Projektierung mit

Schließlich finanziert der Freistaat Sachsen Flutreparaturmaßnahmen zu hundert Prozent. Er redet demnach auch bei der Projektierung mit, gerade wenn anders gebaut werden soll. Der Zuwendungsbescheid für Förderung der Baumaßnahme liegt im Rathaus bereits vor. Goth: „Die Anlagen wurden zuvor begutachtet beziehungsweise ingenieurtechnisch berechnet im Hinblick darauf, ob sie größere Wassermassen kontrolliert ableiten können.“

Sinnvoll zusammen mit Rückhaltebecken

Für die Stadtverwaltung sei wichtig, den Überflutungsschutz für Polditz zu erweitern. Funktionieren könne das vor allem in Zusammenhang mit dem nördlich von Polditz gebauten neuen Regenrückhaltebecken auf Kalthausener Flur. Bei Trockenheit ist dieses vollkommen leer. Sammelt sich bei Starkregen dort das Wasser, kann es anschließend gedrosselt abgegeben werden. Das helfe, die Überflutung durch große Wassermassen zu verhindern.

Zwei neue Baustellen noch im Juni

Diesen Monat beginnen weitere Bauarbeiten, die Polditz und das südlich davon gelegene Nachbardorf Wiesental schützen sollen. „In zwei Bauabschnitten werden beide Baumaßnahmenabgearbeitet“, so Goth. Südlich von Polditz beginne die Sanierung einer Schutzmauer, welche in Wiesenthal entlang der Kreisstraße verläuft. Diese ist beschädigt, muss wieder hergestellt werden. Damit beauftragte der Stadtrat die Firma Brücken- und Spezialbau Meißner am 31. Mai. Bei einer Anwohnerversammlung wurde über die Bauarbeiten in formiert.

Von Steffi Robak

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