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Döbeln Polizei-Erfolg nach Döbeln-Mord
Region Döbeln Polizei-Erfolg nach Döbeln-Mord
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20:48 13.03.2012

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Von Thomas Sparrer und Björn Meine

Der Zugriff erfolgte gestern Morgen durch Kriminalbeamte der Polizeidirektion Westsachsen und des Sondereinsatzkommandos Sachsen. In vier Häusern in Döbeln waren die Ermittler unterwegs und durchsuchten Räume. Das teilten die Staatsanwaltschaft Chemnitz und die Polizeidirektion Westsachsen gestern in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. "Das Mordmotiv liegt nach bisherigen Erkenntnissen in der persönlichen Beziehung von Opfer und Täter", hieß es.

Bereits gegen sechs Uhr morgens hatten die Ermittler zugeschlagen und den Iraker in einer Wohnung festgenommen. Die Beamten brachen zwei Türen gewaltsam auf, verletzt wurde bei dem Zugriff niemand. Vor Ort wurde durch die Polizei weiteres Beweismaterial sichergestellt. Unter anderem wurden mehrere Autos durchsucht.

Das Amtsgericht Chemnitz hat über den Ermittlungsrichter Haftbefehl erlassen. Der mutmaßliche Mörder wurde noch gestern in die Justizvollzugsanstalt Zwickau eingeliefert.

Die Staatsanwaltschaft Chemnitz konnte keine weiteren Angaben zu den Hintergründen der Tätersuche und den Ermittlungen machen. Oberstaatsanwalt Michael Gräfenstein konnte nicht sagen, ob das zweite Phantombild, das Ende Februar veröffentlicht worden war, am Ende zum Täter geführt hat. Nach DAZ-Informationen könnten Spurenabgleiche und DNA zum Täter geführt haben.

Klar ist allerdings, dass sich der ursprünglich geäußerte Verdacht, die Tat könnte mit den Mordfällen der rechtsextremen Zwickauer Terrorzelle zu tun haben, nicht erhärtet hat. Eine Verbindung zu diesem Mordkomplex sei nicht zu erkennen, teilten Ermittlungsbehörden mit. "Die Festnahme ist das Ergebnis der monatelangen, umfangreichen und personalintensiven Ermittlungsarbeit der Polizeibeamten der Polizeidirektion Westsachsen", erklärten Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion.

Die Soko Aladin war kurz nach dem Mord gebildet worden und zählte am Anfang der Ermittlungen rund 50 Kolleginnen und Kollegen aus der Polizeidirektion. Das Landeskriminalamt unterstützte die Suche nach dem Täter in technischer Hinsicht. Landespolizeipräsident Bernd Merbitz lobte gegenüber der DAZ die Arbeit der Ermittlungsbeamten. Die Aufklärung sei sehr kompliziert gewesen. Die Polizei sei akribisch, beharrlich und gründlich vorgegangen. "Das war tolle Arbeit", sagte Merbitz, "von der Spurensicherung bis zur Auswertung und Ermittlung."

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