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Döbeln Polizei sucht Geigendieb
Region Döbeln Polizei sucht Geigendieb
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00:42 24.07.2015
Gesucht: Dieser Mann soll Geigen und Bögen für 28 000 Euro gestohlen haben. Quelle: PD Chemnitz
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Döbeln/Chemnitz

Zu dem gestohlenen Gegenständen gehören zwei Violinen sowie Bögen. Die Beute hat einen Wert von knapp 30 000 Euro.

Am 6. Mai dieses Jahres hatte der 84-Jährige in Döbeln die verhängnisvolle Begegnung mit dem Dieb. Der Rentner trug einen Geigenkasten, als ihn der Unbekannte auf der Straße ansprach. Dieser gab sich als Antiquitätenhändler aus. Der spätere Geschädigte nahm den vermeintlichen Händler mit in seine Döbelner Zweitwohnung und zeigte ihm eine Geige. Der Unbekannte gab gegenüber dem Senior an, er wolle das Instrument für seinen Sohn kaufen, der in Wien Geige studiere. Der Geschädigte sagte daraufhin, er habe in seiner Chemnitzer Wohnung noch weitere Geigen. Die Männer vereinbarten ein Treffen am 7. Mai in der Chemnitzer Wohnung des Rentners. Dort legte der 84-Jährige dem Ganoven zwei Geigen, vier Bögen, einen Goldring mit Smaragden, einen Goldring mit Rubin und zwei Gedenkmünzen zur Ansicht vor. Als er weitere Dinge holte, wickelte der Unbekannte die bereits gezeigten Gegenstände in ein Bettlaken und verschwand.

Der mutmaßliche Täter ist 35 bis 40 Jahre alt, etwa 1,70 Meter groß und hat eine kräftige, dicke Figur. Er hat schwarze Haare, trägt einen kurzen Igelschnitt und hat über dem linken Ohr rostbraune Haarbüschel. Auffallend ist sein große, gebogene Nase und die stechend braunen Augen. Der Mann war unrasiert und hat einen kräftigen Hals (Stiernacken). Er spricht deutsch mit fränkischem Akzent. Bekleidet war der dringend Tatverdächtige mit einem kurzärmeligen karierten Leinenhemd, einer orange-hellblauen Stoffhose, grau-braunen Sportschuhen und einer Baseball-Mütze.

Gestohlen wurden: Eine Geige "Unharelli Ferrara": Lack goldgelb mit rötlichem Einschlag, Saitenhalter Fernambukholz, dunkelbraun, etwa 80 bis 90 Jahre alt; eine alte französische Geige: gestreift lackiert, ein bis zwei Millimeter Abstand zwischen den Streifen, dunkelbraun mit heller Karität, Boden typisch französisch dunkelrot aus dem 19. Jahrhundert, am Außenrand ein Wirbel eingelegte Rinde zur Verzierung, Saitenhalter-Knöpfchen in schwarzes Ebenholz gefasst mit kleinem Perlmutt-Auge; Ein italienischer Meisterbogen "Zanotti"; ein deutscher Meisterbogen "Albert Nürnberger"; ein deutscher Meisterbogen "Bausch" mit Brandstempel; ein Bogen der Marke "Rau Sohn".

Wer zur Aufklärung beitragen kann, wendet sich an die Kripo in Chemnitz. Fernruf: 0371/ 3 87 34 45.

Dirk Wurzel

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