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Döbeln Polizei zieht mutmaßlichen Dealer aus dem Verkehr
Region Döbeln Polizei zieht mutmaßlichen Dealer aus dem Verkehr
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10:55 01.10.2014
Eine Polizeikommissarin trägt eine Uniform, auf der ein Polizei-Emblem mit einem Hanfblatt zu sehen ist. Nach Angaben der Polizei werden die Uniformen nur bei Verkehrskontrollen mit Schwerpunkt Drogen sowie für die Drogenpräventionsarbeit genutzt. Quelle: Bodo Marks
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Döbeln/Waldheim

In den Wohnungen des Beschuldigten fanden die Polizisten große Mengen Rauschgift.

Seit Juli 2014 ermittelten Kriminalisten des Rauschgiftkommissariates gegen einen 21-jährigen Mann und eine 27-jährige Frau aus Mittelsachsen wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Die Drogenfahnder bekamen heraus, dass beide wöchentlich bis zu 100 Gramm Crystal und andere Drogen an Konsumenten im Raum Waldheim-Döbeln verkauften. Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse erwirkte die Staatsanwaltschaft Chemnitz beim Amtsgericht Chemnitz richterliche Beschlüsse, um die Wohnungen der Verdächtigen durchsuchen zu können. Die Ermittler wollten Beweismittel finden, um den Tatverdächtigen das Handwerk legen zu können. Mitte September durchsuchten die Kriminalisten, unterstützt von weiteren Polizeibeamten und Rauschgiftspürhunden, drei Wohnungen im Raum Waldheim. Den 21-jährigen Tatverdächtigen konfrontierten sie vor seiner Wohnung mit dem Durchsuchungsbeschluss, genauso wie die 27-jährige Frau. In der Wohnung des jungen Mannes fanden die Rauchgiftspezialisten rund 230 Gramm Haschisch, 120 Gramm Marihuana, 4,4 Gramm Crystal, eine Extasytablette und rund fünf Gramm berauschende Pilze. Außerdem beschlagnahmten die Beamten mehrere tausend Euro. Die Beamten fanden in der Wohnung auch Drogenutensilien sowie eine Feinwaage und Verpackungsmaterial. Die Polizei nahm den 21-Jährige daraufhin vorläufig fest. In einer zweiten Wohnung, in der sich der 21-Jährige häufig aufhielt, fand man nochmals mehrere tausend Euro. Auch dieses vermutliche "Drogengeld" wurde beschlagnahmt. Die Durchsuchung der Wohnung der jungen Frau brachte keine nennenswerten Ergebnisse. Gegen den 21-Jährigen, der einschlägig polizeilich bekannt ist, beantragte die Chemnitzer Staatsanwaltschaft Haftbefehl. Dem folgte das Amtsgericht Chemnitz. Der junge Mann befindet sich in einer Justizvollzugsanstalt. Die 27-jährige Frau ist auf freiem Fuß. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Dirk Wurzel

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