Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Polizeireiterinnen von Mann angepöbelt und provoziert
Region Döbeln Polizeireiterinnen von Mann angepöbelt und provoziert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:12 25.08.2016
Schlegelbrunnen als Tränke: Polizeikommissarin Lisa Kühne (r.) und Polizeimeisterin Melanie Arnold von der Reiterstaffel wissen, welchen Durst ihre Pferde bei der Hitze haben.   Quelle: Olaf Büchel
Anzeige
Döbeln

Alles begann ganz friedlich auf dem Obermarkt in Döbeln. Die beiden Polizistinnen Lisa Kühne und Melanie Arnold von der sächsischen Polizeireiterstaffel aus Großerkmannsdorf bei Radeberg waren am Mittwochnachmittag hoch zu Ross bei einem Kontrollritt in Döbeln unterwegs. Mit einem gemächlichen Hufklappern ging es über das Marktpflaster. Der Schlegelbrunnen vor dem Rathaus plätscherte vor sich hin. Weil die Pferde der beiden Beamtinnen bei der sommerlichen Hitze großen Durst hatten, durften sie aus dem Brunnen saufen. Ein Bild wie aus vergangenen Tagen, wären da nicht die modernen Uniformen und Reiterhelme der Polizeikommissarin und der Polizeimeisterin gewesen.

Doch die Idylle sollte sich bald trüben. Ein junger Mann redete auf die Reiterinnen provozierend ein, beleidigte sie und versuchte sogar, die Pferde Scheu zu machen. Einer beabsichtigten Feststellung seiner Personalien entzog er sich schließlich durch Flucht. So gab es auf einmal eine Verfolgungsjagd durch die Innenstadt von Döbeln. Die führte über den Rathaus-Parkplatz, die Stadthausstraße, im Trab ging es wieder über den Obermarkt: der Stänkerer vornweg, die Polizistinnen mit ihren Pferden hinterher. Über die Straße des Friedens, wo haltende Autofahrer verdutzt schauten, rannte der Ausreißer bis zu Kaufland. An der dortigen Rolltreppe endete die Verfolgung. Auf Einkaufen hatten die Pferde keine Lust.

Trotzdem: der freche Pöbler hat nach seinem Dauerlauf durch Döbeln sicher mehr Respekt vor Polizeireiterinnen.

Von Olaf Büchel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die DAZ beging in diesen Tagen ihren 25. Geburtstag. Für die Redaktion ist das Anlass, in loser Folge auf besondere Ereignisse, Orte und Menschen dieser Zeit zurückzublicken. Heute im Fokus: Ein ganz besonderes Wochenende im Juni 2007.

13.09.2016
Döbeln Verein will Torhaus erhalten - Zaschwitzer kämpfen um ihren Gasthof

Das Torhaus des Gasthofs Zaschwitz ist im jetzigen Zustand eine Gefahr für Fußgänger und Autofahrer. Die im Verein Landjugend Großweitzschen organisierten Anwohner wollen es als Wahrzeichen des Ortes unbedingt erhalten. Der Gemeinderat befürwortet eine Kostenschätzung für die Sanierung bzw. Sicherung.

25.08.2016

Nach dem Brand in der Waldheimer Goethestraße ist das Einfamilienhaus von Familie Zschaage unbewohnbar. Die Polizei spricht von 200.000 Euro Schaden. Die Waldheimer Wohnungsbaugesellschaft hat der Familie eine Unterkunft zur Verfügung gestellt, die Stadt ein Spendenkonto eingerichtet.

25.08.2016
Anzeige