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Döbeln Post-Klau in Döbeln? Angeklagter sieht eine Verschwörung
Region Döbeln Post-Klau in Döbeln? Angeklagter sieht eine Verschwörung
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18:53 28.08.2018
Ein 34-Jähriger soll die Post beklaut haben. Das bestreitet er. Quelle: dpa
Döbeln

Hat sich halb Döbeln gegen einen 34-Jährigen verschworen? Könnte man meinen, wenn man ihm so zuhört, wie er die Tatvorwürfe abstreitet. So soll er am 9. August 2017 in einem Einkaufsmarkt in Döbeln-Nord gegen 17.30 Uhr 510 Euro aus der Schublade der Postannahmestelle gestohlen haben. Außerdem habe er einem Döbelner Rentner am 27. November vergangenen Jahres in dessen Wohnung 150 Euro gestohlen.

Schnaps aber nicht Geld geklaut

Zur Verhandlung kommt der 34-Jährige in Ketten, angeliefert aus der JVA Dresden. Richterin Marion Zöllner hat ihn eingesperrt, weil er mehrere Verhandlungen schwänzte. „Das ist mir ja was ganz neues“, kommentierte der mutmaßliche Dieb die Anklagen. „Im Supermarkt habe ich eine Flasche Schnaps geklaut aber nicht 500 Euro.“ Er spricht von gekauften Zeugen, von abgesprochenen Falschaussagen. „Also haben sich alle gegen sie verschworen?“, fragt Richterin Zöllner. „Im Grunde ja“, antwortete der Angeklagte, der auch den Diebstahl beim Senior abstreitet. „Da waren noch andere in der Wohnung.“

Senior bestohlen?

Mit der Erinnerung des alten Mannes ist das so eine Sache. Das wird recht schnell klar, als er als Zeuge aussagt. Laut seinen Angaben bei der Polizei lag das Geld im Portemonnaie, vor Gericht gab er an, es unter ein Buch oder eine Zeitung gelegt zu haben. Auch seien es 100 Euro und nicht 150 Euro gewesen. Der 33-Jährige und ein weiterer Mann „halfen“ dem Mittsiebziger. Wobei es einige Hinweise gibt, dass sie sich diese Hilfe selbst bezahlten und den Senior bestahlen.

Prozess wird fortgesetzt

Die Kassiererin des Supermarktes wiederum konnte zwar ausschließen, dass der 34-Jährige eine Flasche Schnaps gestohlen habe. „Der hatte enge Kleidung an, das hätte ich gesehen.“ Auch sah sie Geldscheine aus seiner Hosentasche lugen. Allerdings konnte sie zur Schadenshöhe nichts sagen. Die Chefin habe die Abrechnung gemacht. Diese will Richterin Zöllner jetzt als Zeugin hören, weshalb sie den Prozess fortsetzt. Bis dahin lässt sie den Angeklagten frei, setzte den Sitzungshaftbefehl außer Vollzug.

Von diw

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