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Döbeln Potter-Cosplayer veranstalten Dinner auf Burg Mildenstein Leisnig
Region Döbeln Potter-Cosplayer veranstalten Dinner auf Burg Mildenstein Leisnig
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14:02 26.09.2018
Leipziger Potter-Cosplayerinnen veranstalten Hogwarts-Dinner auf der Burg Mildenstein in Leisnig. Quelle: Steffi Robak
Leisnig

Fantastisch unterwegs sein wie in Hogwarts: Ob am 1. Dezember Harry Potter mit seinen Freunden Hermine und Ron durch die Flure der Burg Mildenstein im sächsischen Leisnig streift, ist heute noch offen. Auf jeden Fall soll ein Hauch von Zauberschule durch die Rittersäle wehen. Dafür sorgen Janine Kreßner und Sandra Stark aus der Nähe von Leipzig. Wer am 1. Dezember dabei sein möchte bei ihrem „Very Magical Christmas Dinner“, muss sich bald entscheiden.

Speisen wie in der Zauberschule

So ein Rittersaal auf der Burg Mildenstein hat das Zeug zum Hogwarts-Speisesaal: Zwei lange Tafeln sollen sich dort am 1. Dezember gegenüber stehen in dem rundherum auf Zauberschule dekorierten Ambiente. Ein Abendessen wird als Drei-Gänge-Menü serviert. Als Gäste willkommen sind Menschen, die gern für einen Nachmittag und Abend lang in das Flair der Schule für Hexerei und Zauberei eintauchen möchten, also Erwachsene und auch Kinder.

Kleiden wie Potter und seine Freunde

Kein lauter reißerischer Jahrmarkts-Event soll es werden, stattdessen ein wundervoller Abend, mit kleinen Geschenken und anderen Überraschungen. Ein großer Weihnachtsbaum darf nicht fehlen. Wer sich auch gleich so kleiden möchte wie in der Hogwarts-Welt, etwa mit einem altertümlichen Umgang, in ein Gewand wie zur Jahrhundertwende oder auch als Steam Punk – nur zu. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Erfahrungen im Zaubercamp

So stellt es sich Janine Kreßner vor. Die 26-Jährige Tourismusmanagerin aus Geithain bei Leipzig richtet seit Jahren in der Nähe von Heidelberg ein Ferien-Zaubercamp aus. Dieses besuchen Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland. Mit Unterstützung ihrer Mitorganisatorin Sandra Stark, 22 Jahre alt und Studentin der Wirtschaftsmathematik in Leipzig, möchte sie nun erstmals zu einem Abend in das fantastische Harry-Potter-Universum einladen – in einen der Rittersäle auf Mildenstein.

Vom Wildhüter bis zur Posteule

Auf jeden Fall ist dort der Halbriese Rubeus Hagrid anzutreffen. Und Mrs. Honeydukes bietet ihre zauberhaften Süßigkeiten an. Bei einer Falknervorführung mit Hans-Peter Schaaf vom Jagdfalkenhof Moritzburg schweben Hedwigs Posteulen-Artgenossen lautlos durch den Burghof. Und in den späteren Abendstunden erhellt eine Feuershow die Burgmauern mit flackerndem Licht. Schauspieler und Künstler sind dafür angesprochen, und die Gastronomen von der Leisniger Taverne wollen ein zauberhaftes Menü dazu kreieren.

Cosplay – Figuren in anderen Welten

Hogwarts, Potter und das ganze Drumherum – dies zu pflegen, ist für Fans des Metiers mehr als man in Büchern beschreiben oder in Filmen opulent ausmalen kann. Manche Menschen leben das von Zeit zu Zeit, nehmen konkrete Rollen, einen eigenen Charakter an, treffen sich auf Conventions beziehungsweise Cosplay-Events, zum Beispiel zur Buchmesse in Leipzig. Dabei stellen sie eine Figur möglichst originalgetreu dar, durch das Kostüm oder auch das Verhalten. Cosplay existiert grundsätzlich für verschiedenste Comics, Bücher, Filme, Videospiele. Zu einer solchen Zusammenkunft rund um Harry Potter sind sich Kreßner und Stark in Leipzig erstmals begegnet.

Spiele spannend neu verpackt

Dass das Universum unendlich sein muss, hat jeder Cosplayer wahrscheinlich schon selbst erfahren, denn alles, was sich jemand zusätzlich ausdenkt, bereichert die jeweilige Fantasy-Welt, macht die größer. Das erlebt Janine Kreßner seit 2015 in ihrem Zauber-Camp. Dort sitzen Kinder und Jugendliche am Vormittag im Unterricht, üben sich im Verteidigen gegen die dunklen Künste.

Entdeckerfreude und Fantasie ansprechen

„Es geht um das Erarbeiten von Selbstwirksamkeit und Selbstwahrnehmung “, so Kreßner, „mit Spielen, die viele Erwachsene aus ihrer eigenen Kindheit kennen. Sie werden spannend neu verpackt.“ Das Feriencamp spricht die Entdeckerfreude und Fantasie der Kinder an, schult soziale Kompetenzen. „Es hat sich auch noch kein Kind darüber beschwert, nach dem Camp nicht wirklich zaubern zu können.“

Quidditch und Tagesprophet real

Für den Unterricht hat Kreßner alias Professor Levander McLynn sogar ein Schulbuch geschrieben. Am Vormittag ist Unterricht, den Nachmittag verbringen die Zaubercamp-Teilnehmer draußen mit Sport und Spielen. „Da wird auch Quidditch gespielt, ohne fliegende Besen, aber mit den richtigen Spielregeln“, so Kreßner. Auch sonst versucht sie, viele Dinge aus der Hogwarts-Welt in die Realität zu übernehmen. So gibt es zum Beispiel die Zeitung namens Tagesprophet. Nur dass sich die Fotos darin nicht wirklich bewegen.

Das Universum vergrößert sich

In dieser Art von Unterricht bleiben die Kinder erstaunlich lange und geduldig sitzen, wollen alles Mögliche sehr genau wissen, und das mit einer unglaublichen Neugier auf Details. „Vieles muss ich mir erst einmal selbst ausdenken“, so Kreßner. Auf diese Weise erweitert sich das Hogwarts-Universum Stück für Stück.

Zu einem Teil dieser Welt werden

Der Nachmittag und Abend vom 1. Dezember soll für Erwachsene und Kinder ein Tor in diese fantastische Welt werden. Jeder kann beispielsweise mit seiner Kleidung zu einem Teil dieser Welt werden. Für die beiden Organisatorinnen ist es auch ein Experiment: Einen Rittersaal auf der Leisniger Burg Mildenstein möchten sie im Hogwarts-Stil dekorieren und so Inspirationen geben, wie diese Zeit zum Jahresende ebenfalls ausgestaltet werden kann. Wer diesen Abend miterleben möchte, meldet sich bis 15. Oktober auf der Internetseite www.fantastisch-unterwegs.de dafür an.

Von Steffi Robak

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