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Döbeln Preise für Häuser und Bauland im Raum Döbeln steigen
Region Döbeln Preise für Häuser und Bauland im Raum Döbeln steigen
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16:49 15.08.2017
Wer auf dem Immobilienmarkt das Richtige zu bieten hat, hält die Hand auf: Niedrige Zinsen sorgen für mehr Nachfrage bei Eigenheimen, Baugrundstücken und Mehrfamilienhäusern. Auch die Mieten steigen moderat. Quelle: Montage: Sven Bartsch
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Döbeln

Wer in Döbeln aktuell ein Einfamilienhaus, ein Baugrundstück oder ein Wohn- und Geschäftshaus verkaufen möchte, hat gute Karten, dafür einen guten Preis zu erzielen. Auch die Wohnungsmieten in Döbeln ziehen moderat an. Schwerer hat es dagegen, wer eine Eigentumswohnung verkaufen möchte. Bei der Vermietung von Ladengeschäften ist das Angebot derzeit größer als die Nachfrage.

Britt Nehring, Inhaberin des SD Immobilien- und Hausverwaltungsdienstes in Döbeln und Hans-Peter Dietrich, Sachverständiger für Wertermittlung bebauter und unbebauter Grundstücke haben gemeinsam alle Verkaufs- und Vermittlungsaktivitäten am Immobilienmarkt der Region für das erste Halbjahr 2017 ausgewertet und daraus einen Preisspiegel und einen Marktüberblick formuliert. Ihr Fazit: Am Döbelner Immobilienmarkt ist einiges in Bewegung. Besonders groß ist derzeit die Nachfrage nach Einfamilienhäusern. Für ein freistehendes Einfamilienhaus mit Garage und Grundstück in Döbeln sind bei einem guten Sanierungstand 150 000 bis 250 000 Euro zu erzielen. Hochwertig sanierte Einfamilienhäuser werden sogar zwischen 220 000 und 350 000 Euro gehandelt. Weil das Angebot geringer als die Nachfrage ist, lassen sich schnell Käufer finden und steigen die Preise weiter leicht an.

Ungebrochen ist auch die Nachfrage nach Baugrundstücken. Die üblichen Grundstücksgrößen in städtischen Lagen liegen zumeist zwischen 500 und 700 Quadratmetern. Im eher ländlichen Bereich der Ortsteile sind um die 1000 Quadratmeter Land ums Eigenheim üblich. Im dörflichen Bereich liegen die Preise bei zehn bis 20 Euro pro Quadratmeter, in mittleren Wohnlagen und im kleinstädtischen Bereich bei 25 bis 45 Euro. Es gibt aber auch gehobene Wohnlage in Döbeln etwa in der Sörmitzer Au und im Wohngebiet Sonnenterrassen, wo bis 95 Euro pro Quadratmeter erschlossenes Bauland zu zahlen sind.

Eigentumswohnungen sind dagegen im Raum Döbeln weniger gefragt. Im Vergleich zu den Kaufpreisen der 90er Jahre müssen Verkäufer heute bei Wiederverkauf bis zu 50 Prozent Preisnachlass hinnehmen. Nur im gut sanierten Altbau und bei nach 1990 gebauten Wohnungen gibt es, wenn überhaupt, eine Nachfrage. Mehr als 1000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche werden aber nicht gezahlt. Die geringe Nachfrage nach Eigentumswohnungen liegt nach Meinung der beiden Immobilienexperten vor allem am großen Angebot und am noch erschwinglichen Bauland in der Region, um ein Eigenheim zu bauen.

Bei Mehrfamilienhäusern sowie Wohn- und Geschäftshäusern registrieren Britt Nehring und Hans-Peter Dietrich eine gute Nachfrage. „Für sehr gute Wohnlagen haben wir 2017 Kaufpreiskalkulationen mit dem zehn- bis zwölffachen der Jahresrohmiete eines solchen Mehrfamilienhauses beobachtet. In ländlichen Bereichen darunter, aber auch zwischen dem sechs- und zehnfachen der Jahresrohmiete“, so der Sachverständige.

Bei den Wohnungsmieten gibt es einen moderaten Anstieg. Spitzenmieten in Döbeln liegen aktuell bei sechs bis sieben Euro Nettokaltmiete (ohne Nebenkosten). Für einen guten Wohnwert sind etwa für eine Dreizimmerwohnung in Döbeln zwischen 3,50 und 4,20 Euro im teilsanierten Altbau, im fünf bis sechs Euro im sanierten Altbau und fünf bis 6,50 Euro im Neubaubereich pro Quadratmeter zu zahlen.

Unverändert sehen die beiden Experten die Situation bei den Laden und Büromieten. In 1A-Lagen im Zentrum sind Vermietungen möglich, wenngleich die Vermittlungszeiträume länger sind. Trotz einiger leerer Geschäfte, wie etwa in Döbelns Zentrum, sehen sie dennoch in Döbeln und Waldheim eine gute Auslastung von Läden und Büros im Stadtzentrum.

Von Thomas Sparrer

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