Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Gäste aus nah und fern – Döbelner Hostel setzt auf klein aber fein
Region Döbeln Gäste aus nah und fern – Döbelner Hostel setzt auf klein aber fein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:48 16.03.2017
Dieses Schild an der Leipziger Straße 4 weist seit kurzem auf das Döbelner Hostel hin. Quelle: Sven Bartsch
Anzeige
Döbeln

Ihre Gäste kommen aus Belgien, Holland, Tschechien. Sie sind Radfahrer, Durchreisende, Judokas oder auch ganze Fußballmannschaften. Auch die Bands, welche im Kleinstadtclub KL 17 an der Döbelner Ritterstraße auftreten, übernachten zumeist wenige Gehminuten entfernt im ersten Döbelner Hostel.

Ute und Peter Binder sind die Herbergseltern des kleinen und feinen Hostels an der Leipziger Straße. Entstanden ist die preiswerte Herberge im Hinterhof zwischen Leipziger und St.-Georgen-Straße angrenzend an das einstige Fitnessstudio der Binders, das mittlerweile geschlossen und verkauft ist. Hinter der nun zugemauerten Hofdurchfahrt des alten Studios, wo einst ein Sandhaufen und gepflasterte Parkplätze waren, haben die Binders ein kleines Refugium errichtet. Ein kleiner Teich mit hölzernen Stegen bildet die Mitte. Hier wohnt das Ehepaar. „In den Nebengebäuden war noch Platz und wir haben uns überlegt, ob wir daraus Wohnungen oder ein Hostel machen“, sagt Ute Binder. Die Idee mit dem Hostel setzte sich durch, denn die Binders sind nach wie vor sportbegeistert und im Kinder- und Jugendsportclub Döbeln engagiert, wo Judo und Tanzsport betrieben wird. „So hatten wir für Trainingslager schon in unserem früheren Studio immer mal Betten und Unterkünfte bereit gestellt. Da wo der Saunaruheraum des früheren Fitnessstudios war, entstanden freundliche Mehrbettzimmer mit einem gemütlichen Aufenthaltsraum, einer Gemeinschaftsküche und einem Fernsehraum. Insgesamt hat das Hostel mitten in Döbeln zwölf Betten, die je nach Verweildauer zwischen 16 und 20 Euro pro Nacht kosten.

Erst seit ein paar Tagen steht ein Schild mit der Aufschrift „Hostel“ am Fuße des Leipziger Berges, gleich nach dem Kreisel Oberbrücke. Dabei existiert das Döbelner Hostel bereit im dritten Jahr. „Wir haben uns seit dem Umbau 2015 vor allem als Sport-Hostel und durch Mund zu Mund-Propaganda einen Namen gemacht. Sportgruppen, Trainingslager, Mannschaften, die etwa zu Wettkämpfen in der Stadtsporthalle anreisen – die Sportler übernachteten zumeist bei uns“, so Ute Binder. Hinzu kommen vom Frühjahr bis Herbst Radfahrer, die preiswert übernachten wollen. Holländer auf der Durchreise in den Alpenurlaub legen auf der Hin- und Rückreise im Döbelner Hostel eine Zwischenübernachtung ein. „Auch sehr nette Gäste aus Belgien hatten wir schon. Manchmal sitzen wir dann auch mal gemeinsam mit den Gästen im Hof und quasseln“, sagt Ute Binder. Auch einige Dauergäste haben im Döbelner Hostel ein familiäres Zuhause gefunden. Eine junge Frau aus Leipzig etwa lernt in Döbeln Hörgeräteakustikerin und wohnt in der Praxiszeit im Hostel. Ein Sozialpädagoge der Heimerer-Schule ist auch regelmäßiger Gast, wenn er in Döbeln Kurse gibt und auch die Souffleuse vom Mittelsächsischen Theater quartiert sich im Hostel ein, wenn im Döbelner Theater geprobt oder Premiere gefeiert wird.

In einem Innenhof an der Leipziger Straße empfängt Döbelns erstes Hostel Übernachtungsgäste aus nah und fern

Auch bei den Döbelnern hat sich das Angebot herumgesprochen. „Bei Familienfeiern bringen die Leute ihre Verwandten bei uns unter. Vom Baby bis zur 90-jährigen Oma hatten wir schon alle Altersgruppen in unserem kleinen Hostel“, sagt Ute Binder.

Von Thomas Sparrer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit insgesamt 32 Kameraden und fünf Fahrzeugen rückte die Feuerwehr Mügeln und Niedergoseln am Dienstag gegen 19.10 Uhr auf die Ortsumgehung der Staatsstraße 31 nahe des Abzweiges nach Schweta aus. Dort stand ein Traktor mit Düngerstreuer in Flammen. Den Schaden beziffert die Polizei auf insgesamt etwa 130.000 Euro.

15.03.2017

Eine 14-Jährige ist am Dienstag in Döbeln Opfer einer Sexualstraftat geworden. Wie die zuständige Polizeidirektion in Chemnitz mitteilte, sei sie von einem unbekannten Mann ins Gebüsch gezerrt und dann missbraucht worden. Die Polizei sucht nun ein älteres Pärchen, das dem Mädchen geholfen hat, und weitere Zeugen.

15.03.2017

Noch in diesem Jahr will die BRF Friedrichshain aus Berlin beginnen, den leer stehenden Wohnblock in der Zschaitzer Straße Zur Siedlung zu sanieren. Das Millionenprojekt soll 14 altersgerechte Wohnungen hervorbringen, die Mitte 2018 bezugsfertig sein sollen. Ein anderes Projekt der Firma hatte den Baustart bisher verzögert.

17.03.2017
Anzeige