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Gäste aus nah und fern – Döbelner Hostel setzt auf klein aber fein

Herberge an Leipziger Straße Gäste aus nah und fern – Döbelner Hostel setzt auf klein aber fein

Erst seit ein paar Tagen steht ein Schild mit der Aufschrift „Hostel“ am Fuße des Leipziger Berges, gleich nach dem Kreisel Oberbrücke. Dabei existiert das Döbelner Hostel bereits im dritten Jahr. Ute und Peter Binder sind die Betreiber. Entstanden ist die preiswerte Herberge im Hinterhof zwischen Leipziger und St.-Georgen-Straße.

Einfach und gemütlich haben Peter und Ute Binder die Mehrbettzimmer ihres Hostels an der Leipziger Straße 4 eingerichtet

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. Ihre Gäste kommen aus Belgien, Holland, Tschechien. Sie sind Radfahrer, Durchreisende, Judokas oder auch ganze Fußballmannschaften. Auch die Bands, welche im Kleinstadtclub KL 17 an der Döbelner Ritterstraße auftreten, übernachten zumeist wenige Gehminuten entfernt im ersten Döbelner Hostel.

Ute und Peter Binder sind die Herbergseltern des kleinen und feinen Hostels an der Leipziger Straße. Entstanden ist die preiswerte Herberge im Hinterhof zwischen Leipziger und St.-Georgen-Straße angrenzend an das einstige Fitnessstudio der Binders, das mittlerweile geschlossen und verkauft ist. Hinter der nun zugemauerten Hofdurchfahrt des alten Studios, wo einst ein Sandhaufen und gepflasterte Parkplätze waren, haben die Binders ein kleines Refugium errichtet. Ein kleiner Teich mit hölzernen Stegen bildet die Mitte. Hier wohnt das Ehepaar. „In den Nebengebäuden war noch Platz und wir haben uns überlegt, ob wir daraus Wohnungen oder ein Hostel machen“, sagt Ute Binder. Die Idee mit dem Hostel setzte sich durch, denn die Binders sind nach wie vor sportbegeistert und im Kinder- und Jugendsportclub Döbeln engagiert, wo Judo und Tanzsport betrieben wird. „So hatten wir für Trainingslager schon in unserem früheren Studio immer mal Betten und Unterkünfte bereit gestellt. Da wo der Saunaruheraum des früheren Fitnessstudios war, entstanden freundliche Mehrbettzimmer mit einem gemütlichen Aufenthaltsraum, einer Gemeinschaftsküche und einem Fernsehraum. Insgesamt hat das Hostel mitten in Döbeln zwölf Betten, die je nach Verweildauer zwischen 16 und 20 Euro pro Nacht kosten.

Erst seit ein paar Tagen steht ein Schild mit der Aufschrift „Hostel“ am Fuße des Leipziger Berges, gleich nach dem Kreisel Oberbrücke. Dabei existiert das Döbelner Hostel bereit im dritten Jahr. „Wir haben uns seit dem Umbau 2015 vor allem als Sport-Hostel und durch Mund zu Mund-Propaganda einen Namen gemacht. Sportgruppen, Trainingslager, Mannschaften, die etwa zu Wettkämpfen in der Stadtsporthalle anreisen – die Sportler übernachteten zumeist bei uns“, so Ute Binder. Hinzu kommen vom Frühjahr bis Herbst Radfahrer, die preiswert übernachten wollen. Holländer auf der Durchreise in den Alpenurlaub legen auf der Hin- und Rückreise im Döbelner Hostel eine Zwischenübernachtung ein. „Auch sehr nette Gäste aus Belgien hatten wir schon. Manchmal sitzen wir dann auch mal gemeinsam mit den Gästen im Hof und quasseln“, sagt Ute Binder. Auch einige Dauergäste haben im Döbelner Hostel ein familiäres Zuhause gefunden. Eine junge Frau aus Leipzig etwa lernt in Döbeln Hörgeräteakustikerin und wohnt in der Praxiszeit im Hostel. Ein Sozialpädagoge der Heimerer-Schule ist auch regelmäßiger Gast, wenn er in Döbeln Kurse gibt und auch die Souffleuse vom Mittelsächsischen Theater quartiert sich im Hostel ein, wenn im Döbelner Theater geprobt oder Premiere gefeiert wird.

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In einem Innenhof an der Leipziger Straße empfängt Döbelns erstes Hostel Übernachtungsgäste aus nah und fern

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Auch bei den Döbelnern hat sich das Angebot herumgesprochen. „Bei Familienfeiern bringen die Leute ihre Verwandten bei uns unter. Vom Baby bis zur 90-jährigen Oma hatten wir schon alle Altersgruppen in unserem kleinen Hostel“, sagt Ute Binder.

Von Thomas Sparrer

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