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Döbeln Premiere für Döbelns neue Standesbeamtin
Region Döbeln Premiere für Döbelns neue Standesbeamtin
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18:35 17.03.2016
Heute traut Mandy Neumüller (l.) ihre ersten beiden Paare. Sie teilt sich die Arbeit mit Standesbeamtin Irina Schädlich. Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln

Na klar hat Mandy Neumüller Lampenfieber. Am Freitagvormittag wird Döbelns neue Standesbeamtin ihre ersten beiden Trauungen durchführen. „Meine Rede steht. Ich bin gut vorbereitet. Aber aufgeregt bin ich trotzdem etwas“, gesteht die sympathische 29-Jährige. Als Kind wollte sie eigentlich Polizeireiterin werden. Stattdessen ging sie nach dem Schulabschluss ein Jahr nach Australien. Nach ihrer Rückkehr machte sie das Abitur in Grimma und lernte drei Jahre lang bei der Stadtverwaltung Döbeln den Beruf einer Verwaltungsfachangestellten. Im Ordnungsamt wurde die junge Frau nach der Ausbildung „zwischengeparkt“, denn im Rathaus ist klar, dass man im einigen Jahren die gut ausgebildeten jungen Leute brauchen wird, wenn Mitarbeiter in den Ruhestand gehen. Mandy Neumüller arbeitete als uniformierte Ordnungsbedienstete in Döbeln-Ost und Nord, kümmerte sich um das Marktwesen und die Markthändler und sie schrieb Knöllchen für Falschparker. „Im Ordnungsamt hat man oft auch in ärgerliche Gesichter geblickt. Im Standesamt kommen eben auch strahlende Paare“, sagt die junge Frau schmunzelnd. Nicht nur, denn zum Standesamt gehören auch tausend andere Dinge zum Beispiel auch Sterbeurkunden ausstellen.

Als im vergangenen Jahr die zweite Döbelner Standesbeamtin wegen einem Wegzug kündigte, war Mandy Neumüllers Stunde gekommen. Ordnungsamtsleiter Jürgen Müller, dem das Standesamt auch untersteht, fragte sie, ob sie die Ausbildung zur Standesbeamtin absolvieren möchte. „Ich habe kurz überlegt und zugesagt“, sagt sie. Sie besuchte Deutschlands einzige Standesbeamtenschule in Bad Salzschlirf, legte Prüfungen ab und absolviert an jedem Freitag und Sonnabend berufsbegleitend ein dreijähriges Studium in Chemnitz zum Verwaltungsfachwirt. Das war Voraussetzung, damit die neue Standesbeamte am 29. Februar in ihr Amt eingeführt werden konnte. Gemeinsam mit Standesbeamtin Irina Schädlich ist sie im Standesamt Döbeln für 35 000 Einwohner zuständig.

99 Eheschließungen gab es im vergangenen Jahr im Döbelner Standesamt. Zudem wurden 470 Sterbefälle beurkundet. Weiterhin gehören Namensänderungen, Vaterschaftsanerkennungen und vieles mehr bis hin zu Ahnenforschung zu den Aufgaben. Die Standesamtsbücher in Döbeln gehen übrigens bis ins Jahr 1876 zurück. Für die Zeit davor müssten Kirchenbücher bemüht werden.

Von Thomas Sparrer

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