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Döbeln Probealarm im Wirbelwind gemeistert
Region Döbeln Probealarm im Wirbelwind gemeistert
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12:41 28.09.2011
Die Freiwillige Feuerwehr simulierte zum Abschluss des Probealarms einen Brand auf dem Gelände der Kita Wirbelwind in Hochweitzschen. Erzieherin Heidi Eichler bekämpfte die Flammen mit einem Pulverlöscher. Quelle: Allner

Ungläubig schauen die Knirpse in der unteren Etage ihre Erzieherin an, reagieren dann aber sofort und gelangen über wenige Stufen ins Freie.

In der oberen Etage entsteht Gewusel und das Gekreische von Kindern ist zu hören. Auch das wird leiser, als die Kids über die Nottreppe nach draußen gelangen. Alle 23 Schützlinge, vom Krippen- bis zum Vorschulkind sowie die Betreuerinnen treffen sich am Sammelpunkt auf dem angrenzenden Spielplatz. Ohne Jacken und in Hausschuhen - das Wetter spielt mit. Im Flur taucht plötzlich Hausmeister Uwe Richter auf, in der Hand einen Feuerlöscher. "Ich habe die Glocke und Feuer-Rufe gehört", erklärt er sein promptes Erscheinen. Seit der letzten Feuerlöscherüberprüfung habe er das Gerät "fast immer am Mann".

Kita-Leiterin Engmann setzt zu diesem Zeitpunkt einen Hilferuf ab, so wie es mit Gemeindewehrleiter Dieter Sommerfeld besprochen wurde: "Unklare Rauchentwicklung im Keller der Kita Wirbelwind, Hochweitzschen". Aber keine Panik. Das Szenario gehört zu einem Probealarm, währenddessen die Kita so nah an der Realität wie möglich ihren Evakuierungsplan und der Gemeindewehrleiter die Einsatzbereitschaft des Gemeindeverbandes der drei Wehren aus Großweitzschen, Mockritz und Gallschütz testen möchte.

Bei einer Brandverhütungsschau entstand die Idee, zu prüfen, wie lange beispielsweise die Freiwillige Feuerwehr aus Mockritz nach Hochweitzschen bräuchte, erklärt Ines Engmann.

"Die Herausforderung besteht darin, dass manch ein Kamerad aus Döbeln zu seiner Wehr fährt. Faktisch kann da eine relativ lange Zeit entstehen, in der das Personal hier allein vor Ort ist", betont Dieter Sommerfeld. Bei der Versorgung mit ausreichend Löschwasser sieht der Gemeindewehrleiter allerdings keine Probleme. Auf dem Klinikgelände gibt es neben Hydranten ein ehemaliges Quellhaus, das von 18 Quellen gespeist wird. Dort habe die Feuerwehr einmal stundenlang abgepumpt, ohne dass der Wasserspiegel merklich gesunken sei, so der Feuerwehrchef.

Mit Sirenengeheul und Blaulicht treffen als erstes die Kameraden der Großweitzschener Wehr ein, fast zeitgleich rücken die Mockritzer nach. Wenig später gefolgt von den Gallschützern, die den weitesten Anfahrtsweg zurücklegten. Auch die Besatzung eines Polizeiwagens schaut vorbei. Die kleinen Wirbelwinde sind mittlerweile über den Probealarm informiert, haben sich beruhigt. Neugier herrscht. Alle wollen einen Blick auf die anrückenden Feuerwehrautos erhaschen. Dieter Sommerfeld zeigt sich "sehr zu frieden" mit seinen Floriansjüngern: "Sie waren sogar schneller vor Ort, als angenommen."

Zum Abschluss wird ein Brand inszeniert, den Erzieherin Heidi Eichler mit einem Pulverlöscher zu Leibe rückt. Ein paar der Mädchen weinen jetzt wieder, die Jungs müssen von der Feuerschale eher zurückgehalten werden. Als noch einmal angezündet wird, um den Rest auszubrennen, heißt aus den Kinderreihen: "Ihr habt ja gar nicht richtig gelöscht."

Natasha G. Allner

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