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Querelen um einen alten Laster für Leisnigs Bauhof

Querelen um einen alten Laster für Leisnigs Bauhof

Dieses Mal geht es um einen alten Laster, der aus dem Bestand der Straßenbaufirma Andrä ausgesondert und in den Bauhoffuhrpark eingegliedert werden soll.Brigitte Schreier, die als sachkundige Bürgerin im Technischen Ausschuss sitzt und selbst jahrelang in leitender Position im Bauhof agierte, hakte nach: "Ich habe auf dem Gelände des Bauhofes einen alten Laster gesehen.

Dieses Mal geht es um einen alten Laster, der aus dem Bestand der Straßenbaufirma Andrä ausgesondert und in den Bauhoffuhrpark eingegliedert werden soll.

 

Brigitte Schreier, die als sachkundige Bürgerin im Technischen Ausschuss sitzt und selbst jahrelang in leitender Position im Bauhof agierte, hakte nach: "Ich habe auf dem Gelände des Bauhofes einen alten Laster gesehen. Was hat es denn damit auf sich?" Der Lkw stammt aus dem Fuhrpark der Leisniger Straßenbaufirma Andrä. Die hatte das Fahrzeug ausgesondert. Zur Zwischenlagerung wurde der Laster beim Bauhof untergebracht. Thomas Schröder erklärt: "Es soll in naher Zukunft darüber entschieden werden, ob der Laster für den Bauhof in Frage kommt." Das Fahrzeug wiegt weniger als 7,5 Tonnen, könnte damit ohne Lkw-Führerschein bewegt werden. Rund 3000 Euro soll der 14 Jahre alte Laster die Stadt noch kosten. Ein zusätzliches Fahrzeug ist nötig, weil ein Mercedes Daimler ausgesondert werden muss. Brigitte Schreier warf Bedenken ein: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Laster für die Zwecke des Bauhofes nützlich sein soll." Stadtrat Hans-Herrmann Schleußner (Wählervereinigung Stadt und Land Leisnig) stimmte zu und ergänzte: "Für ein so altes Fahrzeug halte ich den Preis für nicht gerechtfertigt." Thomas Schröder in Erklärungsnot: "Es ist noch nichts entschieden, lediglich das Fahrzeug wurde zwischengelagert. In einer der nächsten Sitzungen des Technischen Ausschusses soll darüber debattiert werden - nicht jetzt."

 

Da von Seiten der Stadträte lediglich Unmut zur Stadtverwaltung schwappte, hielt es Schröder für unnötig, weitere Informationen über das Fahrzeug zu besorgen: "Die Arbeit können wir uns sparen."

 

CDU-Stadtrat Mathias Voigtländer sah die Sache anders. Er wünschte sich eine Aufstellung von Kosten und Nutzen zur Thematik. Auch Eberhard Jahn (SPD) hielt es für notwendig, einen genauen Überblick darüber zu bekommen, für welche Zwecke der auszurangierende Mercedes Daimler genutzt wurde, und ob der Laster diesen Aufgabenbereich abdecken könne.

 

Neben der Diskussion um das Bauhof-Fahrzeug sollten die Ratsmitglieder im Technischen Ausschuss ursprünglich über einen Kooperations- und Leasing-Vertrag für eine Kehrmaschine abstimmen. Dabei handelt es sich um das Modell "Swingo 200+" der Firma Henne Unimog GmbH. Gemeinsam mit Hartha und Waldheim teilt sich Leisnig seit 2009 in die Nutzung der Kehrmaschine rein. Anfangs zählte auch Geringswalde zu den Vertragspartnern, doch die Stadt zog sich aus dem Städtebund Sachsenkreuz zurück. Der nun auslaufende Sechsjahresvertrag muss erneuert werden. Über die Notwendigkeit dieser Maschine gab es keine Zweifel.

 

Auch der finanzielle Aspekt leuchtete den Anwesenden ein. Rund 1360 Euro muss monatlich für die Kehrmaschine gezahlt werden. Im Nutzungsvertrag, den alle drei Städte unterzeichneten, ist die Übernahme der Leasingkosten zu je einem Drittel geregelt. Neu ist dabei der jährliche Aufwand von 100 Euro, den Leisnig und Waldheim an die Stadt Hartha zu zahlen haben. "Hartha ist federführend in der Organisation rund um die Kehrmaschine. Dafür richten die anderen beiden Kommunen die Verwaltungsgebühr aus", weiß Bau- und Ordnungsamtsleiter Thomas Schröder. Weitere Kosten für die Versicherung, anfallende Reparaturen und so weiter, werden je nach in Anspruch genommene Betriebsstunden aufgeteilt. Im Haushalt plante die Stadt Leisnig 9500 Euro für die Finanzierung dieser Kehrmaschine ein. Waldheim rechnet mit 11 000 Euro.

 

Alle drei Städte stimmten in ihren vergangenen Sitzungen einstimmig für diesen Kooperations- und Leasing-Vertrag. Die Nutzung der Maschine von mehreren Städten ist nötig, weil der Preis für solch ein Fahrzeug die Dimensionen sprengt. Rund 100 000 Euro kostet ein solches Modell. Wöchentlich teilen sich die Städte in die Nutzung rein. Weil die Kehrmaschine in den Wintermonaten nicht zum Einsatz kommt, sei die Anschaffung der Maschine für eine Stadt allein nicht vereinbar angesichts der relativ geringen Nutzung.

 

© Kommentar

Jankowski, Stephanie

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