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Döbeln RHG-Leisnig Oschatz und RHG Hainichen unterzeichneten Fusionsvertrag
Region Döbeln RHG-Leisnig Oschatz und RHG Hainichen unterzeichneten Fusionsvertrag
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00:19 18.06.2017
Die Vorstände Achim Neuber, Friedmar Peters, Horst Franke und Torsten Hamann (sitzend v.l.) unterschrieben bei Notar Andreas Preißler (hinten) die Verträge.  Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln

 Mit den Unterschriften der vier Vorstände wurde am Donnerstag in den Räumen des Notariats von Andreas Preißler am Döbelner Obermarkt ein neues Unternehmen mit 234 Mitarbeitern und 37 Millionen Euro Jahresumsatz aus der Taufe gehoben. Die Raiffeisenhandelsgenossenschaft Leisnig-Oschatz übernimmt die Raiffeisenhandelsgenossenschaft Hainichen. Bei der Fusion der beiden etwa gleich großen Partner entsteht die Raiffeisenhandelsgenossenschaft Mittelsachsen die zehn Bau- und Gartenmärkte sowie zehn Baustoffstandorte in den Kreisen Mittelsachsen, Nordsachen und im Erzgebirgskreis betreibt.

Im Juni hatten die Generalversammlungen der beiden Genossenschaften der Verschmelzung der Unternehmen zugestimmt. Seit etwa zwei Jahren wurde darüber verhandelt und wurden Satzungen, Technik und Strukturen darauf abgestimmt.

„Unsere Genossenschaften haben beide ähnliche Sortimente, vergleichbare Strukturen, sind wirtschaftlich gesund mit vergleichbar guten Ergebnissen. Wir konnten auf Augenhöhe fusionieren“, sagt Friedmar Peters, Vorstandsvorsitzender der RHG Hainichen. „Mit der Verschmelzung setzen wir Einsparpotenziale und weiteres Ertragspotenzial frei und stellen uns auch zukünftigen Entwicklungen besser“, so Horst Franke von der RHG Leisnig-Oschatz. Mittelfristig wird die Verwaltung des neuen Unternehmens am Hauptsitz in Leisnig angesiedelt. In Rossau, dem bisherigen Sitz der Hainichener Partner, wird eine Außenstelle sein. Im Handelsgeschäft werden beide Partner nun ihre Einkaufsmacht bündeln, um für die Kunden bessere Einkaufskonditionen zu erreichen. Betriebliche Aufwendungen wie Steuerberatungskosten, Prüfungsgebühren und vieles mehr werden eingespart. Mittelfristig soll die Fusion auch Einsparungen in der Verwaltung bringen. Dies geschieht vor allem durch Abgänge von Arbeitnehmern in den Ruhestand. Die vier Vorstände, die das Unternehmen nach der Fusion leiten, gehen dabei voran. Drei von ihnen, Friedmar Peters (64), Horst Franke (64) und Achim Neuber (63) gehen 2018 in den Ruhestand. Dann wird Torsten Hamann (44), der Vierte im Vorstandsquartett, die Führung mit einem noch neu zu bestimmenden Vorstandskollegen übernehmen. Aktuell lässt das Unternehmen den Bau- und Gartenmarkt in Waldheim bis September für 600 000 Euro bei laufendem Betrieb umbauen. Im kommenden Jahr wird am Döbelner Baustoffhandel in der Hainstraße und weiteren Standorten ein Drive-Inn eingerichtet. Dort können die Kunden Baustoffe überdacht direkt verladen.

Der stationäre Handel in den Bau- und Gartenmärkten zwischen Oschatz und Annaberg-Buchholz sowie den Baustoffzentren bleibt wichtigstes Standbein. Ausgebaut werden sollen die Servicedienstleistungen für motorbetriebene Gartengeräte am Technikcenter in Waldheim-Schönberg für das gesamte Gebiet und der Bereich Landwirtschaftshandel. „Auch das Thema Digitalisierung als Verlängerung des Regalsortiments der Märkte wird künftig eine große Rolle spielen“, so Vorstand Torsten Hamann. Auch langfristig wolle man den Genossenschaftsgedanken pflegen und Ansprechpartner für Heimwerker, Handwerker, Gewerbe, Landwirtschaft und Kommunen sein.

Die neue Raiffeisenhandelsgenossenschaft Mittelsachsen betreibt Bau- und Gartenmärkte in Waldheim, Döbeln, Oschatz, Mügeln, Leisnig, Hainichen, Annaberg, Penig und Eppendorf. Baustoffzentren sind in Oschatz, Döbeln, Leisnig, Hartha, Mügeln, Rossau, Döhlen, Oederan, Penig und Annaberg. In Hainichen gibt es einen Landhandel und einen Brennstoffhandel.

Von Thomas Sparrer

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