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Döbeln Radeln mit der DAZ und dem Welwel: 50 Pedaleure brechen mit einer Tradition
Region Döbeln Radeln mit der DAZ und dem Welwel: 50 Pedaleure brechen mit einer Tradition
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23:05 09.09.2012

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lokalsport

Montag, 10. September 2012

Seite 16

Sie sind alle gekommen: die jungen und die reiferen Semester, die sportlichen und die gemütlichen Fahrer. Mancher beeindruckt mit Technik am Lenker, bei anderen fährt das Einkaufskörbchen mit. Eine bunte Truppe, die sich gut gelaunt aus dem Stadtzentrum schlängelt und den Radweg nach Niederstriegis einschlägt.

Für manchen ist dies bereits die zweite Etappe des Tages. "Ja, eigentlich bin ich 20 Kilometer umsonst gefahren", lacht Ulrich Nagel aus Roßwein. Theoretisch hätte er unterwegs zustoßen können. Aber jeder Kilometer ist ein Trainingskilometer und der Mitsechziger hat noch viel vor: Eine Tour auf dem Elberadweg bis Hamburg - das wär`s. Aber erst, wenn es ruhiger wird auf den Fern-Radwegen. Parallel läuft Nagel viel, will es noch einmal auf der Halbmarathon-Distanz wissen. "Der Körper zieht mit, das ist kein Problem. Aber vom Kopf her frage ich mich manchmal: ,Warum willst du dir das in deinem Alter noch antun?'" Doch was wäre die Alternative? Füße hoch? Wer wie Ulrich Nagel sein Leben lang sportlich aktiv war, kann auch später nicht davon lassen.

Mittlerweile hat die Truppe Roßwein erreicht. Auf flachem Asphalt bewegt sie sich entlang der Mulde Richtung Gleisberg. Vorneweg: der sechsjährige Timo, der den Großen zeigt, wo`s lang geht. Zum Schulanfang gab es für ihn ein neues Rad, das muss freilich getestet werden. "Heute fahren wir aber nur die kleinere Runde", versucht Timos Mutter den Tatendrang zu bremsen. Das Restprogramm am Wochenende ist schließlich auch recht sportlich.

Während Timo in der Ausreißertruppe den Rastplatz erreicht, lässt es die "Flotte Pedale" im Hauptfeld ruhiger angehen. "Wer hier wohl der Älteste ist?", fragt Gerhard Kirsten. Mit seinen 75 Jahren hätte er gute Chancen auf den inoffiziellen Titel, nur sieht man dem Döbelner sein Alter nicht an. Seit 15 Jahren gibt es die "Flotte Pedale" schon, alle Mitglieder sind zwischen Mitte 60 und 80 Jahre alt. Mit Gerhard Kirsten und Eva und Fritz Krause-Bergmann hatten sich gleich drei flotte Pedaleure in den Sattel geschwungen.

Nach heißer Suppe und einer Vitaminspritze teilt sich die Gruppe. Während mehr als die Hälfte des Fahrerfeldes im Wald auf die 50-Kilometer-Runde verschwindet, tritt der Rest die Heimfahrt an. Und die hat's in sich. Gleich zu Beginn wartet mit dem Berg Richtung Wetterwitz die größte Herausforderung der Tour. Mit vielen Gängen am Fahrrad - kein Problem. Gipfelstürmer, die mit weniger auskommen müssen oder die ihre Knie nicht so stark belasten dürfen, schieben ihr Rad. Ansonsten ist Arthrose kein Hindernis - wer daran leidet, fährt ihr einfach davon.

Jedem Anstieg folgt ein Abstieg. Im Rausch der Geschwindigkeit mischt Gerhard Kirsten vorne mit. Sein Rad ist von der schwereren Sorte. Das Tempo, das er bergab gewinnt, reicht, um die folgenden Hügel mit Leichtigkeit zu erklimmen: "Ich klingle dann und die anderen machen sofort Platz." kri

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