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Döbeln Radwegekonzept für fahrradfreundliches Döbeln
Region Döbeln Radwegekonzept für fahrradfreundliches Döbeln
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22:10 02.01.2013
Unübersehbar macht Döbeln einen für Radfahrer freundlichen Eindruck. Doch die jährlichen Ausgaben pro Einwohner fürs Radwegenetz sind derzeit noch unterdurchschnittlich im Vergleich mit anderen Städten. Das soll sich in den nächsten Jahren mit dem beschlossenen Radwegekonzept ändern. Quelle: Wolfgang Sens
Döbeln

Das Konzept basiert auf dem Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Döbeln von 1995 und ist gleichzeitig Bestandteil des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes.

Nach Verkehrszählungen aus den 90er Jahren lag der Anteil der Radfahrer bei etwa zehn Prozent am Gesamtverkehr. Dieser Anteil dürfte allerdings wachsen. Oberstes Ziel des Konzeptes ist es, durch ein weitgehend lückenloses Radwegenetz in der Stadt Döbeln, mehr Leute aufs Rad und sicher durch die Stadt zu bringen. Denn seit 2010 wurden 51 Unfälle mit Radfahrern im Stadtgebiet gezählt, davon zwölf mit Schwerverletzten. Das Radwegenetz soll aus einem System von selbstständigen oder straßenbegleitenden Radwegen, Radfahrstreifen, Schutzstreifen sowie Radrouten auf öffentlichen Straßen und Wegen bestehen und mit den vorhandenen überörtlichen, touristischen Radrouten sowie mit dem Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln verknüpft werden. Das Konzept sieht zudem Abstellanlagen, Wegweiser und Werbungfür die Döbelner Radwege vor. Im besten Fall könnte so auch der Radtourismus gestärkt werden. Zuguterletzt ist das Fahrrad ein umweltfreundliches Verkehrsmittel ohne CO2-Ausstoß und es spart teures Benzingeld.

Gemeinsam mit der aus hauptamtlichen Rathausmitarbeitern und ehrenamtlichen Radenthusiasten besetzten Döbelner Rad-AG wurde die Radverkehrskonzeption erarbeitet. Auf Radtouren wurden die Problemstandorte angesehen und Lösungen gesucht. Zwischen 75 000 und 100 000 Euro Investitionen sieht nun der Plan für die Jahre 2013 bis 2016 vor. Das beschlossene Radwegekonzept ist dabei die Grundlage, um bei der Landesdirektion Fördermittel zu beantragen. Im besten Fall entfallen dann von diesen geplanten Investitionskosten nur zwischen zehn und 25 Prozent auf die Stadtkasse. Bereits in den vergangenen Jahren wurde in Döbeln in Sachen Radfreundlichkeit einiges bewegt, etwa die Fahrradabstellmöglichkeiten und die Ausschilderung der Wege verbessert. Ein Teil des Mulderadweges ist bereits asphaltiert. In der Bahnhofstraße wurde im vergangenen Jahr ein breiter Radweg aufgebracht. Dennoch liegen die Ausgaben der Stadt Döbeln fürs Radfahren im Moment mit 20 Cent pro Einwohner und Jahr deutlich unter dem Durchschnitt vergleichbarer Städte.

-Kommentar Seite 13

2013 soll der Mulderadweg zwischen Technitz und der Bischofswiese auf einer Länge von 530 Metern asphaltiert werden (Kosten 61 000 Euro). 2016 wäre der Abschnitt des Mulderadweges zwischen Bielebach und Mühle Sörmitz für 48 000 Euro im Plan.

Für die Beschilderung innerörtlicher Ziele sind dieses Jahr 20 000 Euro und 2014 15 000 Euro in dem Plan verankert.

2014 stehen für den Wegeausbau und die Deckenbefestigung an der Oberranschützer Straße auf einer Länge von 680 Metern 51 000 Euro im Plan. 30 000 Euro sind für eine Radverbindung zwischen Döbeln-Ost und Pommlitz/Döbeln-Nord vorgesehen

2015 sind 28 500 Euro für den Radwegausbau auf 270 Metern Länge an der Roßweiner Straße und 75 000 Euro für 500 Meter Radwegbau an der Ringstraße - Mannsdorfer Straße im Ortsteil Ebersbach vorgesehen.

2016 sind zudem 27 000 Euro für den radfahrergerechten Kreuzungsausbau an der Staupitzstraße vorgesehen.

Thomas Sparrer

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