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Döbeln Randale in Leisnig: Ex belastet Angeklagten
Region Döbeln Randale in Leisnig: Ex belastet Angeklagten
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Um umgestürzte Straßenschilder geht es in einem Prozess am Amtsgericht Döbeln. Quelle: dpa
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Leisnig/Döbeln

Krach weckte die Anwohner der Chemnitzer Straße Ende August vergangenen Jahres gegen 3 Uhr morgens. „Aus dem Fenster haben die Leute gerufen, wir sollen leiser machen“, sagte eine junge Frau nun als Zeugin im Amtsgericht Döbeln aus. Dort ist ihr Ex-Freund der Sachbeschädigung angeklagt. Er soll drei Straßenschilder umgeknickt haben. Die Frau war damals mit dem Angeklagten und einem weiteren Mann unterwegs. „Die Kerle haben angefangen, die Schilder umzureißen“, sagte die junge Frau. „Sie haben solange dran gerüttelt, bis sie umgefallen sind.“ Auf die Nachfrage von Strafrichter Janko Ehrlich, ob auch der Angeklagte dabei war, antwortete die Frau mit ja.

Racheals Bela

Rechtsanwalt Dirk-Henning Deich, der den Mittdreißiger verteidigt, fragte die Zeugin nach dem aktuellen Status ihrer Beziehung. Möglicherweise versuchte er dafür einen Grund für die belastende Aussage zu finden. So nach dem Motto: Geschasste Frau gibt ihrem Ex einen mit. Damals waren die beiden ein Paar, sagte die Frau, seit Februar dieses Jahres seien sie das nicht mehr. Die Aussage eines Kripobeamten des Reviers Döbeln nährt die Rache-Theorie. Ihm habe der Angeklagte gesagt, der Beamte solle seiner Ex nichts glauben. Die würde aus Rache überall in Leisnig rumerzählen, er hätte die Schilder umgeschmissen, weil er sie wegen einer Anderen verlassen habe. Der Kripomann schilderte aber auch die Vernehmung der Zeugin, die vor Gericht völlig anders aussagte, als bei der Polizei. Ihm gegenüber habe die Frau den Angeklagten als Täter benannt. Der Beamte wies den Vorwurf zurück, er habe der Frau die Aussage in den Mund gelegt, dass „der Herr P. (Name geändert) die Schilder umgeschmissen hat.“

Polizeibekannte Personen

Recht schnippisch sei der Mittdreißiger den Polizisten gekommen, die nach dem Notruf zum Tatort kamen. „Er sagte, ich zähle jetthzt bis zehn und dann sage ich Euch, wer es war. Das hat er natürlich nicht getan“, erinnerte sich ein Polizeiobermeister. Er hatte gemeinsam mit Kollegen zwei Männer und eine Frau in der Nähe der umkippten Schilder angetroffen und deren Personalien festgestellt. Zwar hatte keiner von denen einen Personalausweis dabei. „Aber die Personen sind polizeibekannt und bei uns im System“, so der Beamte. Sturzbetrunken, so wie es seine Ex angab, sei der Angeklagte nicht gewesen. Weil der Verteidiger noch Zeugen hören will, geht der Prozess weiter.

Von diw

Jeden zweiten Mittwoch im Monat, um 19 Uhr, gibt es Kinovorführungen im hergerichteten Wartesaal des Döbelner Ostbahnhofs.

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