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Döbeln Rapunzel lässt ihr Haar vom Wachbergturm
Region Döbeln Rapunzel lässt ihr Haar vom Wachbergturm
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16:31 30.05.2018
Die Waldheimer Förderschüler sorgten am Wachbergturm für echte Märchenstimmung. Quelle: Sven Bartsch
Waldheim

„Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter“, rufen die Kinder aus der Waldheimer Kita Zschopauknirpse regelmäßig, wenn sie von der Zschopau den Berg hoch zum Wachbergturm laufen. Doch das Fräulein zierte in all der Zeit sich offenbar. Ein Zopf kam nie zum Vorschein – bis jetzt. Denn beim Vorspiel des Rapunzel-Märchens von Dritt- und Viertklässlern der Waldheimer Förderschule regte sich plötzlich etwas am alten Gemäuer und stolze zehn Meter langes, geflochtenes Haar wurde von oben herabgelassen.

Die Idee kam von den Waldheimer Fotofreunden, der Verschönerungsverein besorgte schließlich ausreichend Seil, aus dem der prachtvolle Zopf eigenhändig geflochten wurde, von einer Hamburger Fachfirma und eine Winde zum Auf- und Abrollen des Geflechts. Mit ihrem Einfall, den Zopf mit einer Aufführung zu verbinden, rannten die Verschönerer am Schulberg offene Türen ein. „Wir sind dankbar, dass wir angesprochen und das Vertrauen in unsere Schüler gesetzt wurde“, freut sich Katrin Köhler.

Vorbereitung seit November

Die Leiterin der vierten Klasse der Förderschule begab sich dann im November vergangen Jahres frisch ans Werk, um mit insgesamt elf Schülerinnen und Schülern das Märchen in Form eines Theaterstückes vorzubereiten. „Als die Kinder das erste Mal in den Kostümen steckten, sind sie direkt in ihren Rollen aufgegangen“, berichtet die Pädagogin. Am Mittwoch waren die letzten beiden Generalprobendurchläufe mit kompletter Ausrüstung. „Die Kollegen haben Requisiten gebastelt, Kostüme herausgesucht und Karl Schuster vom Verschönerungsverein hat uns eine Kulisse gebaut“, dröselt Köhler die zahlreichen helfenden Hände auf. Auch die Gartengruppe am Wachberg hilft tatkräftig mit und kümmert sich etwa mit Lausschmaus vom Niedermarkt um die Verpflegung zu den Spielterminen.

Premiere am Kindertag

Die eigentliche Premiere geht am Freitag über die Bühne. Gespielt wird um 9.30 Uhr sowie 10.30 Uhr für die Zschopauknirpse, Zaungäste sind jedoch gern gesehen. Auch nächste Woche Freitag wird der Zopf noch einmal um 9 und 10 Uhr herabgelassen. „Außerdem sind wir gerade dabei, noch einen weiteren Termin für das laufende Schuljahr zu finden“, sagt Köhler. Von nun an soll das Stück zudem jedes Jahr am Wachbergturm aufgeführt werden – möglichst immer im Dunstkreis des Kindertages, der traditionell am 1. Juni gefeiert wird. „Wir haben schon tolle Ideen und sind uns sicher, dass es über die Jahre weiter wachsen wird“, versichert die Lehrerin.

Von André Pitz

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