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Raser in Döbeln: Mit 110 im Tiefflug durch die Siedlung

Raser in Döbeln: Mit 110 im Tiefflug durch die Siedlung

Stattdessen leitete die Bußgeldstelle im Döbelner Rathaus 7247 Verfahren wegen zu schnellen Fahrens ein. Das sind fast 1000 geblitzte Zuschnellfahrer mehr als noch 2013. Damals war der mobile Blitzer in den Fluten des Juni-Hochwassers abgesoffen und wurde zwischen Juni und November gar nicht mobil geblitzt.

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Quelle: Röse

Das war 2014 anders. Das Fahrzeug mit dem mobilen Blitzgerät der Stadt war 2014 fast jeden Wochentag besetzt und in seiner Mission gegen zu schnelles Fahren eingesetzt. Parallel zeigte aber der feste Blitzer in der 70er Zone der Bundesstraße 169 in Neudorf im vergangenen Jahr erste verkehrserzieherische Erfolge. Hier tappten 2014 in beiden Richtungen nur noch halb so viele Fahrzeugführer in die Falle. "Das war zu erwarten", sagt Döbelns Ordnungsamtsleiter Jürgen Müller. "Die Blitzer sprechen sich rum und die meisten Fahrzeugführer halten sich dran. Das ist gut für die Anwohner vor Ort", so Müller. Dennoch hat seine Raserstatistik des vergangenen Jahres einige Extreme zu bieten. In Neudorf am festen Blitzer wurden gleich vier Autofahrer für einen Monat zum Fußgänger und kassierten zwei Punkte, weil sie statt mit erlaubten 70 mit satten 120 Kilometern pro Stunde unterwegs waren. Spitzenreiter beim mobilen Blitzgerät innerorts war ein Autofahrer, der durch die Siedlung Roßweiner Straße mit satten 110 Kilometern pro Stunde im Tiefflug unterwegs war. 60 Zacken zuviel auf dem Tacho macht zwei Monate laufen, 280 Euro und zwei Punkte.

 

Am häufigsten wird der mobile Blitzer der Stadt an den folgenden Stellen scharf geschaltet: In der Bahnhofstraße an der Einmündung Kunzemannstraße wegen der Grundschule und der Baustelle, in der Siedlung Roßweiner Straße wegen des verlockenden Bleifußes, im Wohngebiet Döbeln-Nord an verschiedenen Stellen, meist aufgrund von Anwohnerbeschwerden, in Zschäschütz in der 30-er Zone und an der Gake auf der B175 im Bereich der Zufahrt nach Oberranschütz wegen des dortigen Unfallschwerpunktes. Übrigens landete das Ordnungsamt beim Blitz auch noch ein paar Extratreffer. Neun Mal wurden Autofahrer mit dem Handy am Ohr fotografiert. Statt 15 Euro für beispielsweise sieben Km/h Geschwindigkeitsüberschreitung waren in diesen Fällen 60 Euro und ein Punkt in Flensburg fällig.

 

Satte 257 000 Euro an Buß- und Verwarngeldern nahm die Stadt Döbeln im vergangenen Jahr von Verkehrssündern ein. Davon werden die Lohnkosten der viereinhalb Mitarbeiter im Vollzugsdienst und der Bußgeldstelle bezahlt. Und auch die Kosten der Technik werden aus diesem Geld gedeckt. "Für die Stadtkasse bleibt keine große Summe übrig. Doch es geht ja auch um Verkehrserziehung der Kraftfahrer und beim Parken um eine gewisse Ordnung in der Stadt", sagt Ordnungsamtsleiter Jürgen Müller.

 

3604 Knöllchen wurden in Döbeln im Vorjahr an die Scheibenwischer der Falschparker geklemmt. 2013 waren es nach der Flut ein paar weniger, weil die Ordnungsbediensteten andere Aufgaben hatten. Auch im Vorjahr war in der Regel nur eine Ordnungshüterin mit dem Zettelblock unterwegs, weil die anderen Ordnungsamtsmitarbeiter mit anderwertige Pflichten hatten. Dieses Jahr wird aber nach ihrem erfolgreichen Lehrabschluss bei der Stadtverwaltung eine Verwaltungsfachwirtin eingestellt, die sich als zweite Mitarbeiterin um die Falschparker kümmert. So wird es in Kürze auch den Parksündern in den Wohngebieten wieder an den Kragen gehen. Von dort gibt es aktuell nämlich immer wieder Beschwerden.

Thomas Sparrer

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