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Döbeln Raupen stehen unter Beobachtung
Region Döbeln Raupen stehen unter Beobachtung
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23:47 06.08.2013
Die neuen Raupeneier des Gemeinen Goldafters sind schon wieder in den Eichen des Gewerbegebietes Döbeln-Ost abgelegt. Sobald die Raupen schlüpfen und zu fressen beginnen, werden die Bäume mit einem tödlichen Insektizid behandelt. Quelle: Sven Bartsch

Maja Kühler, die im Planungsamt das Sachgebiet Verkehr und Natur leitet, ist mit der Firma City Forrest in engem Kontakt. Bei den Raupen handelt es sich nicht wie anfangs befürchtet um den gesundheitsgefährlichen Eichenprozessionsspinner. In den Laboren der Betriebsgesellschaft für Landwirtschaft in Nossen waren Proben der Raupen und der Gespinste untersucht worden. Nach Analyse der Experten handelt es sich um den Gemeinen Goldafter, Eine Entwarnung war die Analyse aus Nossen aber dennoch nicht. Denn die stark nesselnden Brennhaare der Raupen des Goldafters lösen bei vielen Menschen Allergien aus, nur nicht ganz so heftige wie der Eichenprozessionsspinner. Mehrere Fälle von solchen allergischen Reaktionen waren im Juni bei Mitarbeitern der Oberflächentechnik GmbH und der Metallveredlung GmbH aufgetreten.

Die Experten aus dem Labor in Nossen empfahlen, die befallenen Eichen im September mit einem Insektizid zu besprühen. Zudem müssten die Gespinste der Raupen im Winter aus den Bäumen geschnitten und verbrannt werden. Auch das Gesundheitsamt des Landratsamtes Mittelsachsen empfahl aufgrund der allergieauslösenden Raupenhaare und Gespinste, den Goldafter ähnlich wie den Eichenprozessionsspinner zu bekämpfen. Da es sich aber um Straßenbäume und nicht um einen Eichenwald handelt, ist das Besprühen der Baumkronen aus der Luft gar nicht so einfach.

Die Schädlingsbekämpfer beobachten die Raupen jetzt regelmäßig, warten auf den richtigen Zeitpunkt für die Bekämpfung. "Es sind jetzt jetzt wohl wieder Eier gelegt worden. Wenn die neuen Raupen daraus schlüpfen, beginnen sie zu fressen. Dann ist der richtige Zeitpunkt, die Bäume zu besprühen, bevor sie sich später wieder verpuppen und auf den Winter vorbereiten", sagt Maja Köhler. Frank Scharschmidt, Schlosser bei der Metallveredlung war Mitte Juni der erste, den eine der scheinbar nicht ungefährlichen Raupen erwischte. "Ich war zu unserer Produktionsanlage in der Halle der Oberflächentechnik zu Fuß unter den Bäumen unterwegs und spürte ein unangenehmes Kratzen auf dem Rücken", schilderte der 53-Jährige. Aus dem T-Shirt fällt schließlich eine der langhaarigen Raupen. Die Haut begann zu brennen und zu jucken. Pusteln und Bläschen entstanden in kürzester Zeit am Rücken, am Bauch, an den Armen. Zur Linderung verschrieb der Hausarzt Kortisonsalbe. 14 Tage hatte der Schlosser noch mit dem Raupenkontakt zu tun. In der Oberflächentechnik gab es noch zwei weitere Fälle mit allergischen Reaktionen. Deshalb war das Döbelner Ordnungsamt informiert und das Gesundheitsamt des Landratsamtes einbezogen worden.

Thomas Sparrer

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