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Döbeln Raus aus Heyda: Nächster Ausbau der B 169 soll in drei Jahren starten
Region Döbeln Raus aus Heyda: Nächster Ausbau der B 169 soll in drei Jahren starten
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10:09 10.11.2018
Sicherer und breiter: Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr plant, die Bundesstraße 169 ab 2021 südlich von Heyda auszubauen. Auch Radwege sind vorgesehen. Quelle: Foto: Sven Bartsch
Heyda/Greifendorf

Fein ist sie geworden, die Bundesstraße 169 nördlich von Greifendorf. Ein breites glattes Asphaltband mit drei Fahrsteifen, die zumindest in einer Richtung sicheres Überholen ermöglichen. Als Pkw-Fahrer muss man den Gasfuß im Zaume halten, um das Tempolimit von 100 Kilometern pro Stunde nicht zu reißen. Geht es nach dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), soll die Bundesstraße auf einem weiteren Streckenabschnitt in der Region Döbeln so aussehen, wie bei Greifendorf. Nicole Wernicke, stellvertretende Pressesprecherin des Lasuv, auf Nachfrage der DAZ dazu: „Für die Maßnahme B 169 Ausbau östlich Heyda werden derzeit die Unterlagen zur Planfeststellung vorbereitet. Das Verfahren soll Anfang 2019 bei der Landesdirektion beantragt werden. Die Maßnahme ist Bestandteil des Ausbaukonzeptes für die B 169 zwischen Döbeln und A 4, Anschlussstelle Hainichen, welches größtenteils abschnittsweise bereits umgesetzt wurde.“

Auch an Radfahrer gedacht

Geplant ist laut Lasuv der wechselseitige Anbau von Überholfahrstreifen. Außerdem soll die Straße aus Heyda raus. Und auch die Radfahrer sollen von dem Vorhaben profitieren. „Des Weiteren erfolgt ein weiterer Ausbau der Radwegeverbindung Waldheim bis Döbeln durch den Anbau von einseitigen Rad- beziehungsweise Wirtschaftswegen bis zum Knotenpunkt B 169/ S 32 in Neudorf“, so Nicole Wernicke. Etwas über sechs Millionen Euro soll der Aus- und Umbau der Straße kosten. Und wann soll es losgehen? „In Abhängigkeit von der Dauer des Baurechtsverfahrens und der anschließenden Ausführungsplanung und Vergabeverfahren gehen wir von einem Baubeginn ab 2021 aus“, sagt Nicole Wernicke.

Umplanung in Ostrau

Der Freistaat Sachsen denkt den Ausbau der Bundesstraße in größeren Dimensionen. es geht auch darum, die Straße von Riesa bis zum Anschluss an die Bundesautobahn 14 in Döbeln-Nord ordentlich auszubauen, sie sicherer und schneller zu machen. Damit auch die Riesaer zügiger zur Autobahn kommen. Im Döbelner Altkreisgebiet gab es da in Ostrau Probleme. Hier ist ein Trinkwasserschutzgebiet. Das Lasuv als Planungsbehörde arbeitet an einer Lösung. „Bezüglich der Maßnahme, Verlegung der B 169 von Riesa bis zur A 14, Anschlussstelle Döbeln Nord, wurde für den 4. Bauabschnitt eine weitere Variante im Rahmen der Voruntersuchung entwickelt. Diese trägt besonders dem Trinkwasserschutz, dem geringen Verbrauch an landwirtschaftlicher Nutzfläche und Belangen der Gemeinde Ostrau Rechnung. Die Variante wird derzeitig in die Voruntersuchung eingearbeitet und im Variantenvergleich bewertet. Danach erfolgt erneut eine Anhörung der Träger öffentlicher Belange“, informiert Nicole Wernicke.

Millionen in Asphalt gegossen

Millionen Euro sind in der Vergangenheit in die B 169 geflossen. Am 17. September gab das Lasuv den 2,6 Kilometer langen Abschnitt zwischen Greifendorf und Grünem Haus (Naundorf) frei. Vier Millionen Euro hat das gekostet. Zwei Jahre zuvor ließ das Lasuv die B 169 auf dem Abschnitt südlich von Greifendorf bis Arnsdorf erneuern, was über eine Million Euro kostete. Ist Greifendorf ein Nadelöhr mit Tempo 30 geblieben, können die Heydaer hoffen, in Zukunft weniger Verkehr im Ort zu haben. Wenn die Pläne des Lasuv aufgehen.

Von Dirk Wurzel

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