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Döbeln Realitäten aus der Märchenwelt
Region Döbeln Realitäten aus der Märchenwelt
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23:59 01.09.2013
Blockhausen

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Dabei war genau diese Verbindung das, was die Christdemokraten in politischen Zusammenhängen eben nicht transportieren mögen. Märchen wollte keiner erzählen. "Das machen andere", sagte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Der in der Abschaffung des Ehegattensplittings die "Institution Familie in Gefahr" sah und auch beim gesetzlichen Mindestlohn mehr Unheil, denn Stabilität befürchtete, wie ihn Linke, Grüne oder SPD versprechen. "Auch der mittelsächsische Bäcker braucht die Freiheit selbst zu entscheiden, welche Löhne er bezahlt. Die Alternative ist eine Preisschlacht, die ausschließlich die Großketten gewinnen können und den Mittelstand ausbluten lässt. Das kann nicht das sein, was wir wollen", so Tillich.

Zwischen den Kunstfiguren im Blockhausener Wald, urigen Holzhäusern und den Klängen der Original Jahnataler Blasmusikanten herrschte gestern ausnahmslos gute Laune. Die steigerte sich, als Veronika Bellmann ihrem Wahlkampfteam dankte, die "einen Wahlkampf, wie im Film" organisierten - mit ihr als Produzentin und Kerstin Köhler als Regisseurin. Dass Bellmann eine weitere Legislaturperiode in Berlin arbeiten wollte, verheimlichte sie auch gestern nicht, "weil ich fortsetzen möchte, was wir in den vergangenen beiden Wahlperioden bereits angeschoben und erreicht haben." Ihr gehe es nicht um persönliche Karrieren. "Es geht auch nicht um die Zukunft von Kanzlerin Merkel. Es geht darum, ein Land des Zusammenhalts zu bleiben und darum, wie dieses Land regiert wird." Bellmann erinnerte an ein "stabiles Wachstum, das wir nach der Krise 2009 wieder erreicht haben und einen Arbeitslosenstand von knapp drei Millionen Menschen - die Regierung Schröder hat uns fünf Millionen hinterlassen." Auch Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière schwörte in Blockhausen auf den nach vorn gerichteten Kurs ein, "den wir eingeschlagen haben. Wir müssen Chancen schaffen, keine Schulden. Dabei sind Kompromisse notwendig. Es geht um das große Ganze, nicht um leere Versprechen für Gruppen, die niemand halten kann." Weswegen der Minister seine Botschaft an die Wähler in eine Forderung presste, bei der er sich eines Zitats von Bundespräsident Joachim Gauck bediente: "Wer nicht wählen geht, dem erscheine ich im Traum."

Der Holz-Bundesadler aus der Kettensäge von Andreas Martin fliegt nicht mit nach Berlin. Und auch das ist kein Märchen: Der Adler wird helfen - - er wurde versteigert. Der Erlös kommt einem Hochwasseropfer aus der Region zu Gute.

: "Das Einzige, was Peer Steinbrück kann, ist beleidigen. Deswegen ist es wichtig, den Menschen nahe zu bringen, warum sie wählen gehen sollen."

: "Die Wahlbeteiligung wird bei dieser Schicksalswahl sehr bedeutend sein. Bei allen Umfragewerten - die Demut vor dem Wähler bleibt. Lassen sie sich nicht einlullen. Gehen sie am 22. September zur Wahl. Es geht um die Zukunft dieses Landes."

: "Es geht um das große Ganze. Es geht darum, dass die Politik von Kanzlerin Angela Merkel fortgesetzt werden kann. Weil wir die Erfolge der vergangenen Jahre nicht aufs Spiel setzen dürfen, sondern daraus die Kraft ziehen müssen, gut zu bleiben.

Thomas Lieb

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