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Döbeln Rechteckig, funktional, dreigeschossig: neues Polizeirevier schon auf dem Reißbrett
Region Döbeln Rechteckig, funktional, dreigeschossig: neues Polizeirevier schon auf dem Reißbrett
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00:22 20.10.2017
Revierleiter Andree Wagner zeigt, wie das neue Revier einmal aussehen soll. Quelle: Olaf Büchel
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Döbeln

In drei Jahren soll Döbeln ein neues Polizeirevier haben. Die Finanzierung für den Neubau in der Weststadt ist gesichert. Es gibt auch schon einen Architektenentwurf für das Gebäude, das auf der Freifläche Ecke Leisniger Straße/Eichbergstraße entsteht. Eine mögliche Personalaufstockung bei der Döbelner Polizei ist dabei berücksichtigt.

„Für die Planungsunterlagen hat die Führungsgruppe unseres Reviers zugearbeitet. Wir hatten mehrere Entwürfe hier und wir haben mehrfach dazu Stellung genommen. Die letzte Anfrage bei uns betraf zusätzliche technische Ausstattung“, sagt Revierleiter Andree Wagner (52), der davon ausgeht, dass sich am beabsichtigten Baubeginn 2019 nichts mehr ändert. Mittlerweile hat auch schon der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) als Bauherr Kontakt mit der Stadt Döbeln gehabt, wobei es um die städtebauliche Einordnung des neuen Gebäudes ging. Offenbar spricht nichts gegen den aktuellen Entwurf.

Vorgesehen ist ein dreigeschossiger Bau mit einem Flachdach und einer Grundfläche von etwa 45 mal zwölf Metern, der parallel zur Leisniger Straße verläuft. Dahinter ist mit einem gewissen Abstand noch ein Garagenkomplex geplant. Im Erdgeschoss des Reviergebäudes soll es die Wache mit behindertengerechtem Zugang geben, außerdem Funktionsräume. Die Büros und Räume für die Beamten sollen in den Etagen darüber Platz finden. „Bei den Raumzuschnitten konnten wir unsere Vorstellungen mit einbringen. Es wird sich um einen sehr funktionalen Bau handeln, der für den Arbeitsalltag der Polizisten praktisch gestaltet ist“, sagt Andree Wagner. Er nennt ein Beispiel: „Es gibt dann sehr kurze, ebenerdige Wege zu den Gewahrsamsräumen. Im jetzigen Revier ist das etwas umständlicher.“

Grundbedingung für den neuen Standort, bei dem es sich um eine etwa 2900 Quadratmeter große Fläche des ehemaligen DBM-Geländes handelt, war, dass er sicher vor Hochwasser ist. Das jetzige Revier an der Burgstraße war bei der Flut 2002 und auch beim Hochwasser 2013 betroffen. „Es kann nicht sein, dass wir uns in solchen Situationen, in denen die Polizei an allen Ecken gebraucht wird, um uns selbst kümmern müssen“, sagt Wagner.

Bedacht wird bei dem Neubau, dass es nach der Ankündigung der Landesregierung, 1000 zusätzliche Polizeistellen in Sachsen schaffen zu wollen, auch fürs Döbelner Revier zusätzliches Personal geben könnte. Das Innenministerium des Freistaates wolle bis Jahresende darüber informieren, wie die Dienststellen künftig personell ausgestattet werden. „Wünschenswert wäre, wenn wir den Stand von 2009 wieder erreichen könnten. Da hatten wir etwa 90 Polizeibeamte. Ob es so kommt, weiß ich nicht“, sagt Andree Wagner.

Zurzeit hat das Döbelner Revier eine Personalstärke von rund 80 Beamten. Seit 1. Oktober gehören zwei junge Kommissare dazu, die in Döbeln bereits ihr Verwendungspraktikum absolviert hatten und übernommen werden konnten. Die Zahl der Praktikanten, die derzeit am Revier eine praktische Polizei-Ausbildung erhalten, ist mit sechs zurzeit etwa doppelt so hoch, wie in zurückliegenden Jahren.

Von Olaf Büchel

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