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Döbeln Reformationsjubiläum auch in Zschaitz: Lutherstein eingeweiht
Region Döbeln Reformationsjubiläum auch in Zschaitz: Lutherstein eingeweiht
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00:19 02.06.2017
Mitglieder des Zschaitzer Freundeskreises um Dietmar Runge (3.v.l.) weihten gestern den Lutherstein Am Burgberg ein – ein 500-Kilo-Findling aus der Eiszeit.  Quelle: Foto: Sven Bartsch
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Zschaitz

 Nun ist das Reformationsjubiläum auch in Zschaitz angekommen: Der Zschaitzer Freundeskreis weihte gestern Nachmittag den Lutherstein Am Burgberg ein – direkt vor der Lutherlinde, die Dietmar Runge vom Freundeskreis vor sieben Jahren gepflanzt hatte. „Wir wollen etwas für den Heimatort machen, kleine Dinge, die Sinn machen“, erklärte Runge. 14 Mitglieder des Freundeskreises und Bürgermeister Immo Barkawitz (Freie Wähler) erklommen den Burgberg trotz Hitze und stießen mit Sekt und Bier auf den rund eine halbe Tonne schweren Findling an. Der Granit stammt noch aus der Eiszeit, kam aus dem hohen Norden vor 10 000 Jahren in die Zschaitzer Region. Bernd Liefold, Chef der Zschaitzer Sand- und Kiesgruben GmbH sponserte den Stein. In Döbeln wurde die Erinnerungsplakette mit der Aufschrift „Am Anfang war das Wort“ hergestellt. Damit der Stein auch bei Starkregen nicht den Halt verliert, wurde er angebohrt und mit mehreren, im Boden mit Estrich verankerten Stahlstäben gesichert. Die Mitarbeiter des Zschaitzer Bauhofes hatten den Findling zuvor auf den Berg transportiert.

Einen besonderen Gruß für die Initiatoren hinterließ Familie Jentzsch aus Zschaitz, die mit dem kleinen Hugo im Kinderwagen regelmäßig auf dem Burgberg vorbeispaziert gekommen war. „Das waren unsere ersten Besucher“, freute sich Dietmar Runge, als Immo Barkawitz die Flasche Sekt überreichte, die die Familie extra vor ihrem Urlaub in der Gemeindeverwaltung abgegeben hatte.

Mit der im Vorjahr restaurierten Bank, dem Stein und der Linde ist jetzt ein Ensemble komplett, dass neben Trimm-dich-Pfad, Rad- und Wanderwegen, Spielplatz und Flächendenkmal den Burgberg kulturell weiter aufwerten soll. Dabei hatte Runge die Linde ursprünglich gar nicht als Lutherlinde gepflanzt. „Das ist eine Erinnerung an unsere Jugendzeit hier oben. Schon unsere Urgroßväter haben Bäume überall im Ort gepflanzt“, erklärte er. 121 registrierte Lutherlinden gibt es aktuell in Sachsen. Auch der Zschaitzer Baum soll bald dazu gehören – das nächste Ziel des Freundeskreises.
 

Von Sebastian Fink

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