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Döbeln Region Döbeln: Bundespolizei gelingt Schlag gegen Buntmetalldiebe im Raum Hartha
Region Döbeln Region Döbeln: Bundespolizei gelingt Schlag gegen Buntmetalldiebe im Raum Hartha
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22:48 31.01.2012
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Die vier Männer hatten im großen Stil von Bahnstrecken der Deutschen Bahn AG Metalle entwendet und anschließend bei Schrotthändlern der Region Döbeln zu Bargeld gemacht. Dies geschah im Bereich der Bahnstrecke Chemnitz - Riesa ab Mittweida bis Döbeln sowie an der Strecke Chemnitz - Neukieritzsch - Leipzig, nördlich von Burgstädt bis Frohburg, und an der Strecke Döbeln - Leisnig - Grimma.

Da nicht nur der Diebstahl, sondern auch der Handel mit dem Diebesgut strafbar sind, führten die Bundespolizisten fortan im Auftrag der Staatsanwaltschaft Chemnitz ein Ermittlungsverfahren wegen gewerbsmäßiger Hehlerei durch. Im Zuge des Verfahrens wurden bereits im Dezember 2011 Geschäftsräume bei zwei Schrotthändlern im Großraum Döbeln durchsucht. Hierbei wurden zahlreiche Geschäftsunterlagen beschlagnahmt und gesichtet.

Die Ermittlungen ergaben, dass die vier Tatverdächtigen allein 2011 bei zwei Schrotthändlern 4,7 Tonnen Kupfer im Wert von über 17 000 Euro abgaben. Eine Abstimmung mit der Döbelner Polizei ergab zudem, dass die Tatverdächtigen nicht nur bei der Deutschen Bahn auf Beutetour gingen. Vielmehr sind sie aus dem kriminellen Milieu einschlägig bekannt und werden mit einer Vielzahl von anderen Delikten aus dem Eigentums- und Betäubungsmittelbereich in Verbindung gebracht. Bereits Anfang Dezember wurde einer der Hauptbeschuldigten bei einem Einbruchsdiebstahl in Hartha durch die Polizei Döbeln auf frischer Tat gestellt und festgenommen. Er sitzt bereits in Untersuchungshaft. Gestern nun durchsuchte die Bundespolizei drei weitere Wohnungen von Beschuldigten in Hartha und Waldheim und beschlagnahmte diverse Beweismittel, wie Handys und Kontounterlagen. Die Auswertung und die weiteren Ermittlungen dauern noch an.

Aufgrund der hohen Rohstoffpreise am Weltmarkt werden Bahnanlagen immer wieder Ziel von Buntmetalldieben, bei denen Kabel abgeschnitten und entwendet werden. Erst am vergangenen Donnerstag legten Buntmetalldiebe die Bahnstrecke Chemnitz - Riesa in Waldheim lahm, nachdem sie Sicherungsseile von Bahnstrommasten gekappt hatten (DAZ berichtete). Bundespolizei und Deutsche Bahn haben ein ganzes Maßnahmenbündel geschnürt, um den Kriminellen die Arbeit schwer zu machen. Das Risiko überführt zu werden, ist damit statistisch sehr groß. Die Täter bringen sich und andere aber auch in Lebensgefahr. Denn von den Oberleitungen der Bahn geht eine lebensgefährliche Spannung von 15 000 Volt aus.

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