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Döbeln Region Döbeln: Draußen ist es kälter als am Arbeitsmarkt
Region Döbeln Region Döbeln: Draußen ist es kälter als am Arbeitsmarkt
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22:46 31.01.2012

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Zahlen und Fakten zum regionalen Arbeitsmarkt

Gegenüber Januar 2011 ging die Arbeitslosigkeit um 820 Personen (14,5 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote in der Region Döbeln ist im Januar um 1,4 Prozentpunkte auf 13,4 Prozent gestiegen. Im Januar 2011 waren es 15,8 Prozent.

❏ Im Kreis Mittelsachsen waren Ende Januar 16 841 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 2121 Personen (14,4 Prozent) mehr als im Dezember. Gegenüber dem Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit um 2366 Personen zurück (12,3 Prozent). Mittelsachsens Quote stieg im Dezember um 1,2 Prozentpunkte auf 9,7 Prozent (Vorjahr 11,1 Prozent). bm

Region Döbeln (bm). Seit seinem Bestehen Anfang der 90er Jahre zählt der Agenturbezirk Oschatz am Jahresanfang erstmals weniger als 20 000 Arbeitslose. Das teilte Marlies Hoffmann-Ulrich gestern mit, Chefin der Oschatzer Agentur, die auch die Region Döbeln betreut. Ende Januar waren im Agenturbezirk 18 837 Menschen arbeitslos gemeldet, davon 4840 im Altkreis Döbeln. Alle Geschäftsstellen der Agentur (Döbeln, Torgau, Oschatz, Wurzen, Grimma) liegen mit ihren Arbeitslosenzahlen über denen des Vormonats, aber deutlich unter denen im Januar 2011.

Trotz der guten Nachricht: Saisonbedingt ist die Arbeitslosigkeit im Januar gestiegen. Wegen des Wintereinbruchs rechnet Hoffmann-Ulrich mit weiteren Entlassungen. "Für Februar werden wir andere Zahlen präsentieren müssen." Unter dem Strich: Es wird etwas kälter am Arbeitsmarkt - aber längst nicht so frostig, wie es die realen Temperaturen derzeit vermuten lassen.

Interessante Nuance in der Statistik: Es gibt zwar mehr Arbeitslosmeldungen, aber auch mehr neu gemeldete Stellen. Im Januar wurden 394 neue Stellen gemeldet, im Januar 2011 waren es 373. Und: Diese Stellen kommen auch aus dem Baubereich. Einige Betriebe stellen Dachdecker oder Maurer ein - trotz Wintereinbruchs. "Wer jetzt eine Fachkraft bekommen kann, der stellt sie jetzt ein", vermutet Agentursprecher Volkmar Beier. Unternehmer, die es können, nutzen Entlassungen in anderen Betrieben, um sich Fachkräfte zu sichern. Denn, das hat Marlies Hoffmann-Ulrich festgestellt: Die Auftragsbücher bei vielen Handwerkern sind voll. Und wegen der Unsicherheit um die Geldwertstabilität rechnet die Agenturchefin weiterhin mit Investitionen der Bürger in reale Werte.

Wenn alles einigermaßen weiterläuft, könnte der Agenturbezirk im zweiten Halbjahr eine Arbeitslosenquote von unter zehn Prozent erreichen, prognostiziert Hoffmann-Ulrich.

448

Gesamt

4840

Vorjahresmonat

5660

534

659

82

52

153

155

286

72

130

500

1769

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