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Döbeln Region Döbeln: Spieglein an der Wand...wo sind die Königinnen im Obstland
Region Döbeln Region Döbeln: Spieglein an der Wand...wo sind die Königinnen im Obstland
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23:00 23.04.2013
Schwimmen für Demokratie in Döbeln

Im Frühjahr verwandelt sich die Gegend um Leisnig und Mügeln in eine blühende Landschaft. Apfel und Kirschbäume gedeihen in den Plantagen der Obstbauern. Die sächsische Blütenkönigin wirbt auch für diese Region, die ein wichtiges Zentrum des sächsischen Baumfrucht-Anbaus ist.

In diesem Jahr begleiten aber einige Querelen die Wahl und die Präsenz der Blütenkönigin. Ein hoheitloses Blütenfest erleben die Leisniger. Normalerweise trat zu den jährlichen Frühlingsfesten anlässlich der Baumblüte in der Stadt auf dem Berge entweder die amtierende oder die neue Blütenkönigin auf. "Wir haben die amtierende Blütenkönigin angeschrieben, aber sie musste aus persönlichen Gründen absagen", sagt Leisnigs Citymanagerin Sigrun Rüdiger. Die Amtszeit der neuen Blütenkönigin beginnt erst am 4. Mai ­- zu spät für Leisnig. "Wir müssen damit leben, haben bereits den Programmpunkt mit der Blütenkönigin geändert", sagt Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth (CDU).

Die Blütenkrone scheint in diesem Jahr nicht gerade der angesagteste Kopfschmuck zu sein. Denn um das Amt, zu dem dieser Zierrat gehört, haben sich nur zwei junge Frauen beworben. Eine aus Schrebitz, die andere aus Oschatz. "Möglicherweise haben wir zu wenig Werbung betrieben", sagt Udo Jentzsch, Geschäftsführer des Landesverbandes Sächsisches Obst. Diesem Interessenverband der Obstanbauern im Freistaat steht Gerd Kalbitz vor, der bis 1. Januar vergangenen Jahres die Obstland Dürrweitzschen AG leitete. "Eine Wahl wie in den vergangenen Jahren wird es nun nicht geben", sagt Verbandsgeschäftsführer Jentzsch. Am 4. Mai wird kundgetan, welche junge Frau sich die Krone der Blütenkönigin aufsetzen darf. Und zwar auf dem Blütenfest in Sornzig. "Welche der beiden Kandidatinnen es wird, entscheidet der Vorstand", sagt Udo Jentzsch. Dass es keine richtige Wahl geben wird, findet Bürgermeister Goth bedauerlich. Mehr Sorgenfalten als die fehlende Knospenhoheit und die abgesagte Wahl macht Tobias Goth allerdings der Wetterbericht. "Zum Glück haben wir mit der Obstland-Halle eine Schlechtwetter-Variante."

Die Schwierigkeiten, geeignete Kandidatinnen für Königinnen-Ämter ganz unterschiedlicher Art zu finden, scheint in der Region Döbeln nicht nur der Obstbau zu haben. Ob Stiefelkönigin in Döbeln oder Schulfestkönigin in Roßwein, um diese Ämter reißen sich nicht wirklich viele (siehe Kästen). Anders sieht das in Freiberg aus, das einmal jährlich die Bergstadtkönigin kürt. "Dieses Amt ist sehr gefragt und die mehrköpfige Jury muss aus mehreren Kandidatinnen auswählen", sagt Katharina Wegelt, Pressesprecherin der Stadtverwaltung. Zudem müssen die Bewerberinnen eine öffentliche Prüfung über Freiberg spezifische Kenntnisse ablegen. Dirk Wurzel

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