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Döbeln Region Döbeln: Tatsächlich Winter
Region Döbeln Region Döbeln: Tatsächlich Winter
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23:40 29.11.2012
Mit Schirm war man gestern in Döbeln gut beraten - ab heute werden dann auch die Handschuhe gebraucht. Quelle: Sven Bartsch
Region Döbeln

Der Winterdienst im Landkreis Mittelsachsen hatte seit den gestrigen Morgenstunden schon schwer zu tun. Schwerpunkt bildeten zunächst die höheren Lagen. Einsetzender Schneefall im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge führte zu Behinderungen im Verkehr und zu einer erhöhten Anzahl von Unfällen. Im Laufe des Tages kam es zudem zu mehreren Stromausfällen in Mittelsachsen. Insgesamt waren in der Spitze rund 6000 Kunden zeitgleich ohne Strom, teilte Claudia Anke von der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom mbH mit. Nasser Schnee ließ Äste abbrechen und Bäume umstürzen, welche die Freileitungen beschädigt haben. Die schlechten, witterungsbedingten Verkehrsverhältnisse erschwerten am Abend die Reparaturarbeiten massiv. Alle Kräfte waren im Einsatz und arbeiten mit Hochdruck an der Störungsbehebung.

Die Straßenmeistereien waren gestern schon mit 20 Fahrzeugen im Einsatz. Die Leiterin des zuständigen Referates Straßenbetriebsdienst Ute Friedrich: "Nach den aktuellen Prognosen gehen wir davon aus, dass es auch in den tieferen Lagen Schneefall geben wird." Je nach Wetterlage können in ganz Mittelsachsen mehrere hundert Tonnen Salz auf die Straßen gestreut werden - im Bedarfsfall auch mehr. Friedrich hofft, dass es keinen starken Wind geben wird, denn Schneeverwehungen sind oft ein größeres Problem.

"Rund zweieinhalb bis drei Stunden dauert es, bis die Winterdienstfahrzeuge einmal an jeder Stelle des Zuständigkeitsgebietes gewesen sind", so Friedrich. In dieser Zeit können also auch die Straßen wieder verweht sein. Sie appelliert an die Autofahrer, ihre Fahrweise an die Witterungsverhältnisse anzupassen und auch nur mit entsprechender Ausrüstung unterwegs zu sein. "Gerade im Gebirge machen uns immer wieder liegengebliebene LKW Probleme, in der Form, dass wir auch mit unseren Fahrzeugen nicht richtig durchkommen und es dadurch zu Verzögerungen kommt", so Friedrich. Auch für einen langanhaltenden Schneefall sind die Meistereien gerüstet. Bis gegen 22 Uhr waren sie gestern im Einsatz und heute morgen seit 3 Uhr.

Für die gesamte Region Leisnig und Bockelwitz sind insgesamt 400 Tonnen Splitt eingelagert. Dabei sind etwa 200 Tonnen in Leisnig gebunkert und noch einmal 200 Tonnen in Bockelwitz gelagert. Gestern hat es die jüngste Winterdienstberatung gegeben. Bau- und Ordnungsamtleiter Thomas Schröder: "Dabei haben wir unter anderem auch die Informationsketten für etwaige Notfälle abgesprochen." Leisnig und Bockelwitz gehen mit lediglich 75 Tonnen Streusalz in den kommenden Winter: Aus Gründen des Schutzes der Umwelt ging die Stadt dazu über, weniger Salz zu verwenden. Ausgenommen davon sind lediglich neuralgische Stellen wie die Umgehungsstraße.

"Wir sind für den Wintereinbruch gut gerüstet. Zu den 30 Tonnen Streugut, welche vom letzten Winter noch übrig waren, haben wir 50 Tonnen dazu geordert", erklärt Dirk Schilling (CDU). Ostraus Bürgermeister habe gestern nochmals mit dem Bauhof Bereitschaftszeiten und Einsatzpläne besprochen. Man sei in "erhöhter Alarmbereitschaft". In der Kommune sind rund 58 Straßenkilometer frei zu halten, dafür sind sieben Bauhofmitarbeiter und mehrere Fahrzeuge im Einsatz. Neben dem Bauhof sind drei weitere Firmen engagiert. Zur Wintervorbereitung hat die Gemeinde außerdem rund vier Kilometer Schneezaun installiert.

Fußballer sollten angesichts des Wetters nicht gleich davon ausgehen, dass es Spielabsagen hagelt. Die ersten hat es allerdings schon gegeben. "Letztlich müssen aber die Vereine selbst entscheiden, ob die Plätze noch bespielbar sind", sagt Karin Lippmann, Mitarbeiterin der Fußballverbandes Muldental/Leipziger Land. Allerdings wurde eben besagten Vereinen im jüngsten Kurier des Fußballverbandes mitgeteilte, dass "zehn Zentimeter Schneehöhe kein Grund für eine Spielabsage" sind. Es habe auch in der Vergangenheit immer wieder Spielabsagen gegeben. Das soll aber möglichst nur bei Extremfällen passieren. Der Terminplan müsse eingehalten werden. Und wer den Chef der hiesigen Fußballverbandes kennt, der kennt auch seine Weisheit: "Fußballspielen kann man immer." Harald Sather war als Schiedsrichter nicht gerade zimperlich und als Chef des Verbandes fordert er auch Härte von sein Fußballern ein.

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