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Döbeln Regionalbauernverband Döbeln-Oschatz feiert 25-jähriges Bestehen
Region Döbeln Regionalbauernverband Döbeln-Oschatz feiert 25-jähriges Bestehen
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00:18 27.03.2017
Am Rande der Festveranstaltung auf dem Sonnenhof Ossig (v.l.): Torsten Krawczyk (Vorsitzender), Sylke Hesse, Thomas Philipp, Ekkehart Thiele (Vorstände), Iris Claassen (Geschäftsführerin), André Möbius (Vize-Vors.), Heidemarie Steurer (Vorstand), Kati Schumann (Geschäftsstelle), Martin Umhau (Vorstand) und Thomas Thiele (Vize-Vors.). Quelle: Foto: Sven Bartsch
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Ossig/Döbeln/Oschatz

Es war im November 1992, als die Mitglieder der beiden Kreisbauernverbände Döbeln und Oschatz beschlossen, sich zu einem Regionalverband zusammenzuschließen. „Es ging um eine größere Leistungsfähigkeit, Einsparungen in der Verwaltung und um die Schaffung einer Struktur, die zum damaligen Gebiet des Amtes für Landwirtschaft passte“, sagte der Vorsitzende Torsten Krawczyk am Donnerstag in Ossig. Im dortigen Sonnenhof feierte der Regionalbauernverband Döbeln-Oschatz sein 25-jähriges Bestehen. Rund 100 Gäste aus Landwirtschaft, Wirtschaft, Politik und Kommunen waren gekommen. Mittlerweile sind die erwähnten Strukturen überholt. Der Altkreis Oschatz gehört heute zu Nordsachsen, Döbeln zum Landkreis Mittelsachsen. Trotz der Kreisreform 2008 entschied der Vorstand, den Verband in seiner Form zu belassen. „Das hat sich bewährt. Vor allem mit der Wirtschaftsförderung von Nordsachsen arbeitet unser Regionalverband sehr gut zusammen. Auch die Verbindungen zu den anderen nordsächsischen Verbänden sind gut“, erklärt Geschäftsführerin Iris Claassen. Torsten Krawczyk dazu in seiner Festrede: „Wir bleiben hoffentlich auch die nächsten 25 Jahre ein Regionalverband Döbeln-Oschatz.“

Heute zählt dieser 136 Betriebe aller Formen, 20 Jagdgenossenschaften und 172 Privatpersonen zu seinen Mitgliedern. Diese Zahl ist seit Verbandsgründung deutlich gewachsen und seit einigen Jahren auf konstantem Niveau. Problematisch ist hingegen die Entwicklung der Mitgliedsfläche. Diese lag mal bei rund 70 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche im Verbandsgebiet, nähert sich aber nun der 60 Prozent-Marke an. Das liegt laut Claassen unter anderem daran, dass hier wirtschaftende Landwirte aus den Altbundesländern nicht Mitglied im Regionalverband sind und dass es mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft (AbL) eine weitere Interessenvertretung gibt. Claassen: „Eine Bündelung der Kräfte wäre sinnvoller. Landwirte machen ohnenhin nur zwei Prozent der Bevölkerung aus.“

Der Regionalbauernverband Döbeln-Oschatz versteht sich als Dienstleister und Lobbyarbeiter für die Landwirte, die heute laut Krawczyk vor allem mit drei großen Hemmnissen zu kämpfen haben: einer sehr geringen Planungssicherheit von maximal drei Jahren, immer länger anhaltenden Talfahrten bei den Erzeugerpreisen und einem wachsenden gesellschaftlichen Druck, was Klima- und Umweltschutz oder das Tierwohl betrifft.

„Die Politik nimmt oft wenig Rücksicht auf die Landwirtschaft. Dabei braucht diese Branche eine Zukunft, keine Überforderung. Deshalb sind starke Bauernverbände, auch auf regionaler Ebene, wichtig“, sagte Ehrengast Norbert Eichkorn, Präsident des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Noch eine Personalie am Rande: Torsten Krawczyk aus Westewitz will im nächsten Jahr den Vorsitz des Regionalverbandes abgeben, um sich seinem Amt des Vize-Präsidenten des Sächsischen Landesbauernverbandes besser widmen zu können.

Von Olaf Büchel

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