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Döbeln Renaturierung des Waldheimer Mortelbachs beginnt
Region Döbeln Renaturierung des Waldheimer Mortelbachs beginnt
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14:14 23.02.2018
Derzeit ist die Gewässersohle des Mortelbachs noch ausbetoniert. Das wird nun im Rahmen der Renaturierung geändert. (Archivfoto) Quelle: Dirk Wurzel
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Waldheim

Die Fördermittel sind da, jetzt kann die Renaturierung des Mortelbachs in Waldheim beginnen. „Wir haben mit den Rodungsarbeiten angefangen. In dieser Woche wird die Baustelle eingerichtet“, informiert Bürgermeister Steffen Ernst (FDP). Ob dann direkt mit dem ersten Bauabschnitt an der Schlossmauer losgelegt werden kann, werde von der Entwicklung der Temperaturen abhängig gemacht.

Höhere Kosten

Ende November letzten Jahres beschlossen die Mitglieder des Technischen Ausschusses den Auftrag an die Fuxx Bau GmbH zu vergeben. Die Klipphausener (Landkreis Meißen) gaben ein Angebot in Höhe von knapp 400.000 Euro ab. „Seit der ursprünglichen Planung gab es jedoch eine Änderung in der Summe und damit auch einen anderen Zuwendungsbescheid von der Landesdirektion Sachsen“, erläutert Ernst. Demnach sind zwar die Kosten, gleichermaßen jedoch auch die zugeschossenen Gelder vom Fördergeber gestiegen. Die Förderquote liegt nach wie vor bei 90 Prozent. Auf dem Papier liegen die Gesamtkosten mittlerweile also bei 507.000 Euro. Darin eingeplant sind bereits weitere 27.000 Euro, die für die Planung des zweiten Bauabschnittes bereitstehen. Förderfähig für den ersten Bauabschnitt bleiben demnach 432.000 Euro.

Unsicherheit gebannt

Damit ist ein ganzes Stück Unsicherheit vom Tisch. Der Beschluss aus dem November sah die Vergabe des Auftrages nämlich nur vor, wenn Fördermittel genehmigt werden. Wäre der entsprechend positive Bescheid nicht eingegangen, hätte der Beschluss im schlimmsten Fall aufgehoben werden müssen.

Beton raus aus dem Bachlauf

„Im Moment besteht der Bach noch in Kanalform mit einer Gewässersohle aus Beton“, fasst das Stadtoberhaupt zusammen. Doch das hat mit Natur nur wenig zu tun. „Der Mortelbach hat derzeit eine schlechte Gewässergüteklasse. Der Organismenaustausch funktioniert nicht“, erklärte Andreas Stowasser, Landschaftsarchitekt und Geschäftsführer des Ingenieurbüros „Stowasserplan“, bei der Vorstellung der Machbarkeitsstudie Anfang 2016. Der Bach fließt derzeit zu schnell für Fische und andere Wasserorganismen. Die Fließgeschwindigkeit soll deshalb verlangsamt werden. Zur betonfreien Stabilisierung der Ufer sind Bäume angedacht, deren Wurzeln die Aufgabe übernehmen. Ziel ist es, den ökologischen Zustand des Mortelbaches zu verbessern. Ein ausbetonierter Bachlauf steht dem entgegen. „Das wäre auch gar nicht genehmigungsfähig“, betonte Stowasser im Januar 2016.

Die komplette Baustrecke ist etwa ein Kilometer lang und in vier Abschnitte – beginnend an der Schlossmauer, weiter an Schmiedeweg und Mortelstraße bis zum letzten Abschnitt im Bereich des Waldheimer Ortseingangs – unterteilt.

Von André Pitz

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