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Döbeln Rettung für Holländerturm
Region Döbeln Rettung für Holländerturm
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00:20 14.10.2017
Eine Holztreppe führt auf die Aussichtsplattform in 30 Metern Höhe. Quelle: Sven Bartsch
Döbeln

Der 30 Meter hohe Holländerturm wird als ein Döbelner Wahrzeichen gerettet. Seit dieser Woche wird der im Jahre 1900 erbaute Aussichtsturm eingerüstet. Noch in diesem Jahr wird der Ziegelbau statisch gesichert. Am Turmkopf, der mittlerweile mit Rissen durchzogen ist, wird ein neuer Ringanker aufgesetzt. Im Moment halten den oberen Turm Spanngurte und Bänder zusammen, die an den massiven Antennenstangen befestigt wurden.

Seit vielen Jahren bemüht sich die Eigentümerfamilie Ettrich intensiv um den Erhalt des denkmalsgeschützten Turmes. Der Turm und der Stumpf der einstigen Holländer-Mühle stehen auf dem Grundstück der Familie. Gemeinsam mit Architekt Maik Schroeder vom Döbelner Bauplanungsbüro Schroeder nahmen die Eigentümer 2016 einen neuen Anlauf. Zu einer größeren Summe an eigenen Mitteln gelang es über den Landkreis Denkmalsschutzmittel zu beantragten. So kann jetzt eine höhere fünfstellige Summe, aufgeteilt in zwei Jahresscheiben, in das Wahrzeichen fließen. „Zunächst steht bis Jahresende die statische Sanierung des Turmes an. Dann soll 2018 in einem zweiten Schritt die Fassade saniert und gereinigt werden. Verwitterte Ziegelsteine sollen dabei ersetzt werden“, so der Architekt. Die Eigentümer können sich später auch vorstellen im Inneren die von den jetzigen Bauschäden in Mitleidenschaft gezogene Treppe wieder in Schuss zu bringen, um den Turm vielleicht zu besonderen Anlässen und ausgewählten Terminen mal wieder begehbar zu machen. Das ist Zukunftsmusik. Jetzt geht es zunächst um die Sicherung des Denkmals.

1874 war an dieser Stelle auf dem 239 Meter hohen Staupitzberg eine Windmühle nach holländischem Vorbild errichtet worden. Nach 26 Jahren ging sie wieder außer Betrieb. Auf dem Anwesen entstand eine Gastwirtschaft. Für diese ließ der Gastwirt 1900 den 30 Meter hohen Aussichtsturm bauen. Die einstige Holländermühle gab dem Turm und später dem Neubaugebiet den Namen. Während des Zweiten Weltkrieges diente der Turm der Luftaufklärung und ab 1954 trug er Antennen für den Rundfunkempfang, bis Anfang der 1990-er Jahre ein neuer Empfangsturm an der Leipziger Straße gebaut wurde.

Von Thomas Sparrer

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