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Döbeln Rettungskräfte proben den Ernstfall nach Zugunglück bei Leisnig
Region Döbeln Rettungskräfte proben den Ernstfall nach Zugunglück bei Leisnig
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16:46 01.11.2016
Bei einer Großübung der Feuerwehren und Rettungskräfte in Leisnig probten diese den Einsatz bei einem schweren Zugunglück.  Quelle: Foto: Sven Bartsch
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Leisnig/Mittelsachsen

 Ein Zugunglück mit 30 Verletzten und 80 weiteren betroffenen Personen führte am Sonnabend Rettungskräfte und Freiwillige Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis nach Leisnig. DRK und Johanniter mussten mehrere Zelte aufbauen, die zusammengenommen den Behandlungsplatz 50 (BHP 50) bilden. Dort „sortierten“ Notärzte und Rettungssanitäter die Zuginsassen nach Schwere ihrer Verletzungen. 50 Patienten pro Stunde schaffen sie, daher der Name BHP 50. Anschließend transportierte der Rettungsdienst die Verletzten gezielt und koordiniert in die Krankenhäuser. „Die Farbe grün steht für leicht bis gar nicht verletzt, gelb für verletzt, aber ohne dringenden Behandlungsbedarf und rot für schwer verletzt“, erläuterte Jana Lützner, Referatsleiterin Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz im Landratsamt, die Bedeutung der Farben. Passiert solch ein Unglück tatsächlich, kann man die umliegenden Krankenhäuser nämlich nicht mit Patienten überfrachten, darum die Einteilung und Erstversorgung auf dem BHP 50.

Bei einer Großübung der Feuerwehren und Rettungskräfte in Leisnig probten diese den Einsatz bei einem schweren Zugunglück.

Im Lagezentrum der Feuerwehr Leisnig koordinierten derweil die Führungskräfte der Feuerwehren den weiteren Rettungseinsatz an der Unglücksstelle. In Wahrheit ist natürlich auf der Eisenbahnstrecke zum Glück nichts passiert. Das ganze Szenario arbeiteten die Rettungskräfte als Großübung ab. Zum ersten Mal bauten sie dabei den BHP 50 auf, der aus mehreren Zelten besteht. einige sind mit klassischem Gestänge, andere halten Tragluft-Röhren. Stationiert sind die Teile des BHP 50 bei unterschiedlichen Einheiten des Rettungsdienstes im Landkreis. So waren am Sonnabend unter anderem das DRK Döbeln-Hainichen, sowie die DRK-Verbände aus Freiberg und Rochlitz im Einsatz und probten das Zusammenspiel. „Das war eine tolle Sache. Mit den Kameraden aus Oederan arbeitet man ja sonst nicht zusammen“, sagt Peter Schröder, stellvertretender Wehrleiter in Waldheim, und Mitorganisator der Übung, die die Kameraden mehrerer Wehren in monatelanger Teamarbeit vorbereitet haben.

Einen gravierenden Fehler stellte Jana Lützner bei der Übung am Freitag fest: Die Einsatzleiter haben die Retter vor Ort auf die Gleise geschickt, ohne dass die Bahn die Strecke freigegeben hatte. Das gilt es bei einem realen Einsatz zu beachten.

Von Dirk Wurzel

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