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Döbeln Ricardo Baldauf ist neuer CDU-Chef in Waldheim
Region Döbeln Ricardo Baldauf ist neuer CDU-Chef in Waldheim
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00:33 25.03.2018
Ricardo Baldauf ist neuer Vorsitzender der Waldheimer CDU. Quelle: Sven Bartsch
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Waldheim

Seit Dienstagabend hat der Waldheimer CDU-Stadtverband eine neue Spitze. Aus den Vorstandswahlen ging der ehemalige Stadtrat Ricardo Baldauf als Vorsitzender hervor. Den Stellvertreterposten übernimmt die bisherige Vorsitzende Kathrin Schneider. Bettina Böhme bleibt Schatzmeisterin. Als Beisitzer gewählt wurden Albrecht Hänel, Dr. Andreas Liebau, Günter Weichhold und Steffen Blech.

„Es waren von den 20 Waldheimer CDU-Mitgliedern elf anwesend und die restlichen aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen verhindert“, teilt Baldauf. Die dezimierte Truppe schien sich jedoch einig und wählte die jeweiligen Vorstandsmitglieder ohne Gegenstimme.

Mehr Einfluss auf die Kommunalpolitik

Der neue Vorsitzende sieht nun seine Hauptaufgaben in der Vorbereitung auf die im kommenden Jahr anstehenden Kommunalwahlen und darin, wieder mehr Einfluss auf die Kommunalpolitik zu nehmen. „Die CDU stellt im Waldheimer Stadtrat mit sechs Mandatsträgern die stärkste Fraktion. Die müssen gehalten werden. Ziel ist natürlich die Sitzerweiterung“, betont der Vorsitzende im Gespräch mit der Döbelner Allgemeinen Zeitung. Konkrete inhaltliche Ideen gäbe es zwar schon, doch darüber wolle man jetzt noch nicht öffentlich sprechen. „Wir müssen gucken, dass wir uns selbst ein klares Profil geben und Kommunalpolitik wieder greifbar für die Leute machen“, findet Baldauf. Geeignete Kandidaten habe man bereits ausgemacht „Außerdem müssen wir sehen, wer bei uns ins Profil passt und auch für uns kandidieren möchte.“ Zudem will der Vorsitzende die AfD im Blick behalten. „Bis jetzt wissen wir noch nicht, welche Rolle die Partei in Waldheim und auch anderen Kommunen spielen kann. Bis jetzt ist noch nichts aufgetreten, aber wir wissen nicht, wohin es sich entwickelt.“

Bessere Vernetzung

Abseits des Wahlkampfes strebt Baldauf zudem eine bessere Vernetzung mit weiteren Ortsverbänden in der Region an. Denkbar seien etwa gemeinsame Veranstaltungen mit höherrangigen Gästen aus der Landespolitik: „Wir müssen versuchen, dass mal wieder ein Minister oder Staatssekretär zu uns kommt, mit dem man reden kann und die Bürger die Möglichkeit bekommen, direkt und einfach eine Frage zu stellen.“ Politik und Politiker müssten auch in Zeiten von Social Media für alle greifbar bleiben – „denn Wähler sind nicht nur die unter, sondern auch über 40.“

Greifbare Politik müsse nach Meinung Baldaufs auch in der Stadtrats- und Ausschussarbeit Einzug halten: „Aufgrund des gesellschaftlichen Wandels und der Digitalisierung muss man einfach die aktuellen Möglichkeiten nutzen und sich nicht dagegen verwehren.“

Blick von außen

Seine Vorsitzambitionen begründet Baldauf aus organisatorischer Sicht: „Es ist praktischer, wenn der Vorsitz von Stadtverband und Stadtratsfraktion getrennt ist.“ So sei der Blick von außen gewährleistet. „In der Fraktion hat man so viele Themen auf dem Tisch, wodurch der Blick auf andere politische Aspekte in der Stadt verloren gehen kann.“

Von André Pitz

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