Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Ritter, Knechte, Marktleute erobern das Kloster Altzella
Region Döbeln Ritter, Knechte, Marktleute erobern das Kloster Altzella
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:41 02.04.2017
Getroffen: Ritter zu Ross kreuzten die Lanzen. Quelle: Sven Bartsch Fotograf
Anzeige
Nossen

Seit acht Jahren ruft Marktvogt Thomas Ziervogel von der Agentur Sündenfrei Anfang April zum mittelalterlichen Marktreiben und zum Ritterturnier ins Kloster Altzella. Umrahmt von der langen Backsteinmauer, zwischen Refektorium, Ruinen, Stallungen und der Fürstengruft der Wettiner war das Klostergelände auch am Wochenende wieder ein würdiger Rahmen für die Ritter hoch zu Ross, um sich im Kampf „Mann gegen Mann“ zu messen. Zudem lockten mehr als 60 bunte Stände mit allerlei Kunsthandwerk, Naschereien und zusammen etwa 150 Mitwirkenden die Besucher in Scharen an.

Am Sonnabend zählte Marktvogt Thomas Ziervogel etwa 2500 Besucher. Am Sonntag waren es nochmals rund 2000 Gäste. „Unser Mittelalterspektakel mit Ritterturnier hier in Altzella wird eigentlich jedes Jahr gut angenommen. Selbst im letzten Jahr, als wir beim Aufbau der Stände mit Schneeschauern kämpften, war der Markt schließlich noch sehr gut besucht“, sagt der Veranstalter, der mit seiner Agentur „Sündenfrei“ etwa 45 solcher Veranstaltungen im Jahr organisiert.

Erstmals präsentierte sich in Nossen die Reitshow der Stuntgruppe „Arturius“, die Ritter mit ihren Lanzen zu Pferde und im Schwertkampf zu Fuß boten am Sonnabend und Sonntag je zwei Shows an. Dazwischen konnten die Besucher Besenmachern Kräuterbindern, einem Schmied, einem Münzpräger, Filzern und einem Bader zu schauen. Der zog diesmal keine Zähne oder ließ zur Ader. Er hatte für die Kinder einige lustige Zaubertricks im Gepäck. Eine Feuershow und allerlei spannende Artistik führte Lupus der Gaukler alias Michael Wolf für das Publikum auf. „Ich mache das seit 17 Jahren. Hier in Altzella bin ich zum dritten Mal dabei“, sagt der 44-Jährige. Der einstige Punker aus Köln ist ein stolzer Gaukler geworden und er lebt für seine Show. Zum Tross der Mittelaltermärkt gehört auch Kalle mit seinem Edelsteinglücksrad. „Wir sind das ganze Jahr über mit unseren Märkten in Deutschland unterwegs. Die Leute haben Spaß und alte Handwerkskunst stirbt nicht aus. Ich glaube, auch das macht den Reiz aus“, so der 43-Jährige.

Auf der Bühne sorgt den ganzen Tag über die Band „Donner und Doria“ aus dem Erzgebirge für die passenden Klänge. Für die Kinder lässt Puppenspieler Christoffer vom Alaunenberg seine Puppen tanzen.

Das Kloster Altzella war am Wochenende nach Osnabrück, Leipzig und Braunschweig der vierte Termin der Mittelaltermärkte und der erste unter freiem Himmel. Nach Allstedt im Landkreis Mansfeld-Südharz, einem Osterspektakel in Dortmund und einem Ritterturnier in Neuss sind die „Sündenfrei“-Handwerker, Händler und Ritter am letzten Aprilwochenende beim Burgfest auf der Albrechtsburg in Meißen. Dort haben sie übrigens auch die bekannte Mittelalter-Band Corvus Corax im Schlepptau.

Von Thomas Sparrer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Leisniger Gemeindewehr hat für die nächsten fünf Jahre eine neue Wehrleitung. Freitagabend bestätigten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Leisnig mit ihren acht Ortswehren Bernd Starke erneut und mehrheitlich im Amt des Gemeindewehrleiters.

02.04.2017

Über Stock und Stein – und das bei strahlendem Sonnenschein. Die 33. Döbelner Frühlingswanderung, besser bekannt unter dem Namen „Sachsen-Dreier“, lockte am vergangenen Wochenende zahlreiche Wanderer aus ihren Häusern. Zwischen Döbeln und Waldheim gab es dabei so manch schönes Fleckchen zu entdecken.

02.04.2017
Döbeln Motocrosser Robin Mietzsch - Mit neuer Maschine in die neue Saison

Im vergangenen Jahr war seine Saison schneller beendet, als ihm lieb sein konnte: Nach einem Unfall im Juni musste der Massaneier Robin Mietzsch seine Crossmaschine langzeitparken und war mit einem Schien- und Wadenbeinbruch zum Zuschauen verdammt. Diese Zeit ist nun vorbei, am Sonntag startet die neue Saison.

01.04.2017
Anzeige