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Döbeln Robin Mietzsch für Reinsdorfer Raudies-Racing-Team am Start
Region Döbeln Robin Mietzsch für Reinsdorfer Raudies-Racing-Team am Start
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14:04 15.02.2016
Seit seinem dritten Lebensjahr fährt der heute 18-jährige Robin Mietzsch im Raudies-Racing-Team Motocross – derzeit mit einer Suzuki RM-Z250. Quelle: Sven Bartsch
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Massanei/Reinsdorf


Mit drei Jahren begann seine sportliche Laufbahn. Zum Motocross kam er durch seinen Vater. René Mietzsch fuhr selber jahrelang im Hobbybereich, war als Mechaniker national und international unterwegs. Der Motorsport gehörte schon für ihn zum Leben dazu. Dass sein Sohn Robin in die Fußstapfen – und darüber hinaus – tritt, war schnell klar. „Ich habe auf der Wiese in unserem Garten angefangen, die ersten Runden zu drehen“, erinnert sich der heute 18-jährige Robin Mietzsch. Erste Rennen fuhr er schließlich mit sieben Jahren, als er 2005 in der 50ccm-Klasse antrat. Zwei Jahre später wurde er schon Fünfter bei den Sachsenmeisterschaften und schließlich auch im bundesweiten Ländervergleich.

Zwei große Stürze

Je nach Alter und Körpergröße rutschte er klassenweise ein Stück höher. „Dort war ich meistens einer der Jüngsten, weil ich von der Körpergröße ziemlich weit war“, erzählt der Massaneier. Als er 2009 in der 85ccm-Klasse wechseln will, brauch er eine Sondergenehmigung, denn eigentlich war er noch zu jung, doch die Statur sprengte schon die untere Klasse. Fünf Maschinen fuhr Robin Mietzsch bis heute. Aktuell ist es eine Suzuki RM-Z250 4-Takt mit knapp 40 PS. Sein Vater erklärt: „Im aktiven Rennsport wechselt man etwa aller zwei Jahre die Maschine.“ Wie auch seine Teamkollegen verbringt Robin Mietzsch fast mehr Zeit damit, sein Motorrad zu pflegen und zu warten als letztendlich damit zu fahren. „Da steckt viel Arbeit, Zeit und Geld drin“, weiß der 19-Jährige. Denn eines will kein Motocrosser jemals riskieren – mit der Maschine während eines Rennens aufgrund technischer Defekte stehen zu bleiben. Das blieb Robin Mietzsch bisher erspart. Dafür hat er seine Erfahrungen im Stürzen schon machen müssen. „Zwei größere Stürze gab es, aber da ist zum Glück nie schlimmeres passiert.“ Seine Eltern begleiten ihn zu seinen Wettkämpfen. „Wenn man da am Rand steht und ihn stürzen sieht, wird einem schon anders“, gibt Vater René Mietzsch zu.

Damit er seine Wettkämpfe so fit wie möglich bestreiten kann, trainiert Robin Mietzsch viel und regelmäßig. Neben den Stunden auf der Strecke – meistens am Wochenende – geht er zweimal die Woche ins Fitnessstudio und zusätzlich Schwimmen. Ein zeitintensiver Sport. Seit Oktober vergangenen Jahres macht er eine Ausbildung zum Sozialassistenten, will danach eine Erzieherausbildung hinten dran hängen. Ein hartes Pensum, dass nur mit viel Disziplin zu schaffen ist. Dass man seine Karriere aus Zeitgründen auch mal hinten anstellen muss, davon kann Veit Raudies ein Lied singen. Er ist Teamchef des Raudies-Racing-Team, fuhr selbst jahrelang aktiv und erfolgreich Motocross. „Mit zwei Kindern und der ganzen Organisation im Verein ist das nicht mehr zu schaffen“, erklärt der Raudies-Sprössling. Knapp zehn Lizenzfahrer betreut er in seinem Team. Die Entwicklung seiner Schützlinge beobachtet er haargenau, unterstützt sie wo er kann, um sie voranzutreiben.

Sand- und Hartboden beherrschen

Für Robin Mietzsch geht es diese Woche nach Berlin. Dort wird er die nächsten Tage ein Trainingslager abhalten. „Damit ich auch mal andere Strecken fahren kann, denn es ist wichtig, jeden Untergrund händeln zu können“, weiß der 18-Jährige. In der Sachsenmeisterschaft beispielsweise werden elf verschiedene Rennen in diesem Jahr auf dem Plan stehen, darunter Sand- aber auch Hartboden. Beides ist völlig unterschiedlich zu befahren, das muss man üben und trainieren.

Fragt man Robin Mietzsch nach seinen Zielen für seine sportliche Zukunft, träumt der Massaneier von der Deutschen Meisterschaft. Auf jeden Fall weiterkommen. Den Grundstein dafür hat er die letzten Jahre bereits gelegt. Was dabei nicht schaden kann, ist seine Motivation. Noch immer fasziniert ihn der Sport. Noch immer pumpt das Adrenalin durch seine Venen, wenn er mit zahlreichen anderen Motocrossern auf den Startschuss wartend am Start steht. Angst hat er keine, wenn er mit seiner Maschine über die Strecke rast. „Respekt sollte man haben, aber wenn Angst ins Spiel kommt, kann man es auch gleich lassen“, sagt Robin Mietzsch selbstbewusst. Er weiß, wo er hin will und was er dafür tun muss. Trainieren, besser werden und im Wettkampf alles geben.

Von Stephanie Jankowski

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